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Goldene Kamera an Jiří Menzel

06.02.2018

Regisseur und Schauspieler wird an der Berlinale ausgezeichnet

Jiří Menzel gilt als Meister der Komödie und hat die tschechische Nouvelle Vague entscheidend geprägt. Aufgrund seiner satirischen Filme erhielt der Oscar-Preisträger lange Zeit Berufsverbot in der ČSSR. Sein Film "Lerchen am Faden", der 1969 nach der Niederschlagung des Prager Frühlings verboten wurde, feierte erst 21 Jahre später bei der Berlinale Weltpremiere und wurde mit dem Goldenen Bären ausgezeichnet.

Bereits während seines Studiums an der Prager Filmhochschule FAMU drehte Jiří Menzel diverse Kurzfilme. Nach seinem Abschluss übernahm er kleinere Schauspielrollen und Regieassistenzen, bevor er mit "Liebe nach Fahrplan" 1966 seinen ersten Spielfilm realisierte, der 1968 den Oscar für den Besten Fremdsprachigen Film gewann. Nach dem Verbot von "Lerchen am Faden" arbeitete er vor allem an Theatern in der CSSR und im Ausland sowie für das Fernsehen in Schweden. Mitte der 70er Jahre kehrte er zur Filmregie zurück. In den 1990er Jahren war er als Regisseur vor allem an Prager Theatern und europäischen Bühnen, unter anderem der Comédie-Française, tätig.

In diesem Jahr ist Jiří Menzel als Schauspieler in Martin Sulíks Film "The Interpreter" im Berlinale Special zu sehen. Bei der Weltpremiere am Freitag, den 23. Februar 2018, um 20:00 Uhr im Kino International wird Jiří Menzel mit der Berlinale Kamera ausgezeichnet.

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