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Idrissa Ouedraogo

19.02.2018

Der burkinabische Filmemacher und Produzent ist 64-jährig verstorben.

Er war eine Schlüsselfigur im Kino der Subsahara, hat rund vierzig Filme gedreht und ist am 18. Februar 2018 im Alter von 64 Jahren in Ouagadougou an den Folgen einer Krankheit gestorben. Am 21. Januar 1954 in Banfora geboren (damals noch in der französischen Kolonie Obervolta, dem heutigen Burkina Faso), hat er zunächst am Institut du cinéma de la capitale Ouagadougou studiert, nach einem kurzen Aufenthalt in Kiew im Jahr 1981 sich in Paris niedergelassen, um am legendären IDHEC 1985 sein Studium abzuschliessen und an der Sorbonne 1989 das Diplom für vertiefte Filmkenntnis zu erlangen. Seine Filmkarriere hat Idrissa Ouedraogo mit "Poko" begonnen, der am Festival panafricain du cinéma et de la télévision in Ouagadougou, dem FESPACO, 1981 ausgezeichnet wurde. Zurück in seiner Heimat Burkina Faso drehte er 1986 seinen ersten Spielfilm "Yam daabo" (Le choix), auf den "Yaaba" (Grand-mère) folgte, produziert vom Schweizer Pierre-Alain Meier. Er erhielt den Prix de la Critique am Festival de Cannes 1989 und den Publikumspreis am FESPACO.

1990 realisierte er "Tilaï - The Law" wieder unter Mithilfe aus der Schweiz, dieses Mal engagierte sich Silvia Voser. Die Übertragung einer alten griechischen Tragödie ins gegenwärtge Afrika holte sich in Cannes den Grand Prix du Jury und den Preis als bester Spielfilm am ersten Festival du cinéma africain in Mailand im Jahr 1991 sowie den Étalon de Yennenga (Grand prix am FESPACO) im selben Jahr. Just in dieser Zeit gründete Idrissa Ouedraogo seine eigene Produktionsfirma Les Films de la Plaine. "Samba Traoré" (1992) wurde von der Zeitung Libération als "western dans la brousse" gefeiert und holte sich in Berlin den Silbernen Bären im Jahr 1993.

Weitere Informationen zu Samba Traoré
Weitere Informationen zu Tilaï - The Law
Weitere Informationen zu Yaaba

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