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Pérez an der Berlinale

16.12.2016

«Últimos días en La Habana» - ein filmischer Nachruf auf Kuba

Der kubanische Regisseur Fernando Pérez weilte im Frühjahr 2016 für eine Gastprofessur an der Universiät Bern in der Schweiz. Er hat darüber hinaus seinen neusten Spielfilm mit dem geradezu prophetischen Titel «Últimos días en La Habana» fertiggestellt. Die internationale Premiere wird er an der Berlinale im Februar 2017 feiern. Mit dem Tod von Fidel Castro im November 2016 endete nicht nur ein Leben, es scheint, als neige sich eine Epoche dem Ende zu, die eigentlich schon lange Zeit darniederlag, begraben unter grossen Hoffnungen und Träumen. Elementar wichtig war in Kuba das Kino, und einer der bedeutendsten Filmschaffenden auf der Karibikinsel ist Fernando Pérez, der Regisseur von so erfolgreichen Filmen wie «La vida es silbar» oder «Suite Habana». Der Künstler, der seine Heimatstadt Havanna über alles liebt, sieht natürlich sehr genau, wie die Tage ihrer Träume gezählt sind und die globalen Realitäten sie einholen werden.

Im Herzen von Havanna träumt der 45-jährige Miguel von New York, arbeitet als Tellerwäscher in einem Restaurant und wartet auf das beantragte Visum, das nie kommt. Miguel lebt mit Diego zusammen, dem die Aids-Erkrankung die Energie genommen hat und der ans Bett gefesselt zuhause auf sein Ende wartet. Miguel und Diego sind wie Tag und Nacht, während der eine sich verschliesst, öffnet sich der andere vergeblich. Der Film von Fernando Pérez beschreibt den Zustand, in dem sich sein geliebtes Havanna und das Land Kuba befinden und den sie auch nach dem Tod ihres Revolutionsführers so einfach nicht überwinden können. In den Kinos im Frühjahr 2017.

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