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ZAMA ausgezeichnet

03.06.2018

In Basel wurde Lucrecia Martels Spielfilm ZAMA mit dem Bildrauschring der Filmkunst gewürdigt.

Die internationale Jury, zusammengesetzt aus der griechischen Regisseurin Athena Rachel Tsangari, der portugiesischen Regisseurin Teresa Villaverde und dem britischen Produzenten Simon Field, verlieh den mit 5'000 Franken dotierten Bildrausch-Ring der Filmkunst 2018 ex aequo an Lav Diaz für «Season of the Devil» und Lucrecia Martel für «Zama», der am 7. Juni in den Schweizer Kinos startet. Sie begründete ihren einstimmigen Entscheid wie folgt: «Wir haben beschlossen, den Bildrausch-Ring der Filmkunst an zwei Filme zu vergeben, da beide auf grossartige Weise das Kino und seine Möglichkeiten – und dadurch das Leben als solches – verteidigen und voranbringen. Obwohl die beiden Filme ästhetisch ziemlich weit auseinander liegen, ist jeder von ihnen ein einzigartiges Werk filmischen Genies. Beide Filme stellen sich der Geschichte ihrer Länder, die ihre eigenen Bevölkerungen im Stich gelassen und verachtet haben. Es handelt sich um die jüngsten Filme im erstaunlichen Oeuvre zweier unermüdlicher Meister. Uns gefällt die Vorstellung, wie diese beiden Filmemacher, die jeweils am anderen Ende der Welt arbeiten, ihre gemeinsamen Bildrausch-Ringe tragen». - «Zama», der im 18. Jahrhundert in Paraguay angesiedelte, kafkaeske Bildrausch von Lucrecia Martel, ist ein Anti-Kostümfilm über Status und Verlust. Martels eigenwillige Adaptation des Romans ihres Landsmanns Antonio di Benedetto aus dem Jahre 1956 zeigt die spanische Kolonialzeit als irrealen Fieberwahn, ihre Hauptfigur Don Diego de Zama als gelähmten, frustrierten Antihelden und erschafft aus fantastischen Bildern eine eigentliche filmische Symphonie für alle Sinne.

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