Filme aus Japan

Hanezu no tsuki (Flyer) Hanezu no tsuki (2011)

The Asuka region is the birthplace of Japan. Here, in ancient times, there were those who fulfilled their lives in the midst of waiting. Modern people, apparently having lost this sense of waiting, seem unable to feel grateful for the present, and cling to the illusion that all things will move constantly forward according to one’s own plan.
In ancient times, there were three small mountains that people believed were inhabited by gods.

Air Doll - Kûki ningyô (Flyer) Air Doll - Kûki ningyô (2009)

Ein Mann um die vierzig kehrt in einer regnerischen Nacht von seiner Arbeit als Kellner heim in seine kleine Vorortswohnung in Tokyo. Er freut sich darauf, den Abend mit Nozomi zu verbringen, einer aufblasbaren Puppe, die er sich für wenig Geld gekauft hat. Mit ihr spielt er Eheleben, ein bisschen einseitig zwar, aber er scheint zufrieden. Er hat Nozomi schöne Kleider gekauft und plaudert mit ihr am Tisch über den Arbeitstag. Im Bett knistert der Plastik.

Still Walking - Aruitemo, aruitemo (Flyer) Still Walking - Aruitemo, aruitemo (2008)

Die Yokoyamas versammeln sich im Gedenken an den Tod von Junpei, dem älteren Bruder, der vor 15 Jahren ertrank, als er einem Jungen im nahe gelegenen Meer das Leben rettete. Der als Arzt pensionierte Vater Shohei trauert immer noch um Junpei, den wunderbaren Jugendlichen und designierten Erben seiner Klinik, während er seinen lebenden Sohn Ryota, einen arbeitslosen Kunstrestaurator, als zweitklassig betrachtet. Hirokazu Kore-eda lässt diesen Konflikt nicht mit lautstarken Konfrontationen aufbrechen, er betrachtet das Seelenleben einer Familie in seinen allerfeinsten Regungen und begrenzt auf einen Zeitraum von 24 Stunden.

Tokyo Sonata (Flyer) Tokyo Sonata (2008)

Die Sasakis sind eine ganz gewöhnliche Familie in Tokyo. Vater Ryuhei widmet sich mit Leib und Seele seiner Arbeit als Businessman. Seine Frau Megumi hat ihre Arbeit aufgegeben, um den Haushalt zu führen und die beiden Kinder zu betreuen. Der ältere der Buben ist Takashi. Er besucht das College und macht der Mutter das Leben nicht einfach. Der jüngere, Kenji, ist ein sensibler Junge und steckt noch in der Primarschule. Eines schönen Tages verliert der Vater seine Anstellung.

Love and Honor - Bushi no Ichibun (Flyer) Love and Honor - Bushi no Ichibun (2007)

Kurz nachdem er seinen Posten als Vorkoster angetreten hat, wird Shinnojo blind. Der Fisch, der dem Fürsten des Clans vorgesetzt werden sollte, war vergiftet. Bis zu diesem Ereignis gehörte Shinnojo in einem niederen Rang dem Gefolge des Fürsten an. Als ihm klar wird, dass er nicht nur für den Rest seines Lebens blind sein wird, sondern dass er auch den Dienst bei seinem Herrn aufgeben muss und bis ans Ende seiner Tage auf Hilfe angewiesen sein wird, befällt Shinnojo eine tiefe Melancholie.

Hana Yori mo Naho (Flyer) Hana Yori mo Naho (2006)

Es war einmal eine sanft-humorvolle Geschichte aus dem Jahre 1702. Der junge Samurai Aoki Soza hat seinen provinziellen Heimatort verlassen und lebt nun in Japans Hauptstadt Edo, dem heutigen Tokyo, um den Mann zu suchen, der seinen Vater getötet hat. Er wohnt in einem heruntergekom-menen Mietshaus in einem armen Quartier. Seine Nachbarn sind nette Leute, die nicht einmal davon zu träumen wagen, ihrer Situation zu entkommen. Soza freundet sich mit verschiedensten BewohnerInnen an, unter ihnen ein Säufer, ein Möchtegern-Beamter, ein Lumpenhändler, ein Lebemädchen und ein Schreiber.

Umoregi - La forêt oubliée (Flyer) Umoregi - La forêt oubliée (2005)

Ein visuelles Gedicht, das an die Bilderwelten eines Hopper erinnert und uns einlädt, alles zu vergessen und einzutauchen in die tieferen Schichten der Bilder. In einer kleinen Stadt nahe der Berge besucht Machi die Mittelschule. Sie steckt in einem Alter, in dem das Leben noch eine klarere Richtung erfahren wird. Mit ihren Freundinnen sitzt sie zusammen, um spielerisch in Geschichten einzutauchen, die sie sich erzählen. Wirklichkeit und Geschichten beginnen sich zu durchdringen, die Grenzen lösen sich auf, und Kohei Oguri lädt uns ein, in seine eigenwillige Bilderwelt einzusteigen.

Nobody Knows - Dare mo shiranai (Flyer) Nobody Knows - Dare mo shiranai (2004)

Es war der Film, der in Cannes sämtliche Herzen auf Anhieb erobert hat und die Cinéphilen in den hellsten Tönen schwärmen liess: "Nobody Knows" von Hirokazu Kore-eda. Dabei ist die Geschichte des Films eine denkbar einfache: vier Geschwister, abgeschlossen von der Aussenwelt. Zur Schule gehen sie nicht. Etwas Rätselhaftes umgibt ihr Leben. Eines Tages ist auch die Mutter fort. Und die vier beginnen, auf sich gestellt, inmitten der modernen Welt zu verwildern.

Twilight Samurai, The  - Tasogare Seibei (Flyer) Twilight Samurai, The - Tasogare Seibei (2003)

Der Samurai-Film ist ein Genre des japanischen Kinos, das Akira Kurosawa bravourös beherrscht hat. Er übte über Filme wie "Seven Samurai" (1954) auf europäische wie amerikanische Filmschaffende grossen Einfluss aus. Mit dem an der Berlinale 2003 gefeierten Spielfilm "The Twilight Samurai" gelangt nun ein neuer Samurai-Film ins Kino, der das Genre in seinem schönsten Sinn pflegt und das Bild des einsamen Einzelkämpfers um jenes eines feinfühligen Liebhabers und Vaters bereichert.

Tokyo Godfathers (Flyer) Tokyo Godfathers (2003)

Da ist er, der Animationsfilm, der alle begeistert: Unterhaltsam, Augen öffnend und erfrischend japanisch! Ausgerechnet am Weihnachtsabend findet das Obdachlosen-Trio Gin, Hana und Miyuki mitten in einer Tokyoter Müllhalde ein Baby. Das denkwürdige Gespann - ein vermeintlicher Ex-Velorennfahrer, eine alternde Drag-Queen und eine junge Ausreisserin - begibt sich auf die Suche nach den Eltern des Kindes. Bald deutet alles darauf hin, dass man wohl in den besseren Gegenden der Millionenmetropole fündig werden könnte.

Power and Terror - Noam Chomsky in Our Times (2002)

Noam Chomsky ist eine der wichtigsten Stimmen der US-amerikanischen Opposition, eine der wenigen, die unter der freiheitsfeindlichen Bush-Administration noch den Mut hatten, offen zu reden. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 lieferte er den beunruhigten Menschen in der ganzen Welt kluge Analysen und einen historischen Blickwinkel. Der in Japan lebende Filmer John Junkerman hat in «Power and Terror - Noam Chomsky In Our Times» den bekannten Sprachwissenschaftler begleitet und interviewt, um über die aktuelle Welt mit Engagement nachzudenken.

Departure (Flyer) Departure (2001)

Kazuya, Masaru und Syusuke sind gute Freunde. Im Frühling haben sie ihren Schulabschluss gemacht. Kazuya wird bald die Universität in Tokyo besuchen; Syusuke hat vor, nach London zu ziehen. Jeder von ihnen wird ein neues Leben beginnen. Am Abend vor ihrem Abschied wollen sie ein letztes Mal zusammen etwas trinken gehen. Kazuyas Freundin heisst Yukiko. Er hat bislang gezögert, ihr die Wahrheit zu sagen, weil er sowohl mental als auch finanziell von ihr abhängt.

Distance (Flyer) Distance (2001)

Die Opfer der Täter
1998 verübte die Aum-Sekte einen Giftgasanschlag auf die Tokyoter U-Bahn und erregte damit weltweit Aufsehen. Die Täterinnen und Täter kamen bei dem Anschlag selber ums Leben. Regisseur Hirokazu Kore-eda, der sich in seinen Filmen immer wieder mit Fragen um den Übergang vom Leben zum Tod beschäftigt hat (Maboroshi, Nobody Knows, After Life), entschied sich bei diesem Film, nicht die naheliegende Perspektive der Opfer des Sektenanschlags einzunehmen, er setzt seine Geschichte bei den Opfern der Täter an.

Hasen no malice - The Frame (Flyer) Hasen no malice - The Frame (1999)

Schnelle Finger an einem elektronischen Schnittplatz bereiten für die angriffslustige News-Sendung Neun vor zehn der privaten Fernsehstation die Bilder zu, damit die Sache zugespitzt wird, wie das die neue Medienwelt schätzt. Yoko Endo ist eine hochtalentierte Cutterin, die ihr Metier im Schlaf beherrscht und es immer mal wieder geschafft hat, in allerletzter Sekunde einen Beitrag bereit zu stellen und erst noch so, dass er ein grosses Entlarvungspotential hatte.

After Life - Wandafuru Raifu (Flyer)
Wetzikon: 15. Februar
Weitere Informationen in der Tagespresse
After Life - Wandafuru Raifu (1998)

Gleich nach dem Himmelstor, an dem wöchentlich einmal die frisch Verstorbenen eintreffen, erwartet die Neuankömmlinge eine Überraschung. Jede Seele wird im Verlauf eines Gesprächs gebeten, aus ihrem irdischen Dasein eine Erinnerung auszuwählen, und zwar jene, die ihr besonders lieb und wertvoll erscheint und die sie als ewige Identität behalten und mit ins Jenseits nehmen möchte. Jede Gruppe verbringt nun eine Woche in dem Übergangsbereich damit, den entscheidenden Augenblick im Leben zu bestimmen.

Maboroshi no hikari (Flyer) Maboroshi no hikari (1995)

Yumiko, eine 25-jährige Frau aus Osaka, heiratet mit Ikuo jenen Mann, den sie als Reinkarnation ihrer Grossmutter wahrnimmt. Sie war gerade zwölf Jahre alt, als diese sich zum Sterben an den Ort ihrer Kindheit aufmachte, und Yumiko sie nicht aufhalten konnte. Zusammen mit Ikuo hat sie einen Sohn, der gerade drei Monate alt ist, als gemeldet wird, dass der Vater sich unter einen Vorortszug gestürzt hätte. Zurück bleibt ein Schuh und das Glöcklein, das die Frau ihrem Geliebten als Schlüsselanhänger geschenkt hatte.

Okaeri (Flyer) Okaeri (1995)

Er ist ein ganz normaler Mann, der einer so genannt normalen Arbeit nachgeht. Sie ist eine gewöhnliche Hausfrau, die sich nebenbei noch etwas Geld verdient. Er besucht Kneipen und lässt zu Hause die Suppe kalt werden. Sie hat sich damit abgefunden. Denkt er, scheint es. Doch eines schönen Tages läuft sie ihm davon, klaut einen Wagen und verändert sich in eine Frau, die er nicht wieder erkennt.

Über den Wandel der Frau und die dadurch provozierte Neuorientierung des Mannes betrachtet der Japaner Makoto Shinozaki die heutige Gesellschaft und die Welt, in der sie sich entfaltet.

Madadayo (1993)

Nemuru otoko - Sleeping Man (Flyer) Nemuru otoko - Sleeping Man (1990)

Der Japaner Kohei Oguri lässt uns in «Nemuro Otoko» beim Anblick eines Bewusstlosen über das Leben meditieren, das Leben durch den Sterbenden neu sehen. War am Anfang doch nicht das Wort? Beim Betrachten von Kohei Oguris Film «Nemuro Otoko» (Der schlafende Mann) hat man jedenfalls das Gefühl, am Anfang müsse das Bild gewesen sein, zu dem die Menschheit erst auf dem Umweg über das Wort wieder zurückgefunden hat. Das Bild als direkte sinnliche Erfahrung, als Wahrnehmung auf der Netzhaut, das Bild als eigenständige Existenz.

Narayama Bushiko - Imamura (Flyer) Narayama Bushiko - Imamura (1982)

Friedliches Leben und Sterben sind ein zentrales Thema in diesem Meisterwerk des Japaners Shohei Imamura, einer Literaturverfilmung in der Bergregion von Narayama. In einem kleinen Bergdorf am Rand eines Tales müssen alle, die siebzig Jahre alt geworden sind die Kommune verlassen und auf einen bestimmten Berg steigen, um zu sterben. Wer sich der Tradition widersetzen sollte, bringt seine eigene Familie ins Unglück. Die alte Orin ist 69-jährig und in diesem Winter dran, auf den Berg zu steigen.

Akahige (Flyer) Akahige (1965)

Der 1965 entstandene Film "Akahige" ist ein ausgezeichnetes Beispiel für die gestalterische Liebe, mit der Akira Kurosawa arbeitete. Dekor, Spiel, Bildkomposition und Montage sind derart durchdacht, dass man ihnen in einem kurzen Beschrieb niemals gerecht werden kann. Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Roman von Shugoro Yamamoto, aber Kurosawa hat das Buch stark abgeändert. Er erzählt vom frisch promovierten, ambitösen Arzt Yasumoto (Yuzo Kayama), der um 1820 nach Edo, dem heutigen Tokyo, zurückkehrt und dort in der öffentlichen Klinik eine Stelle antreten will.

The Woman in the Dunes - Suna no onna (Flyer)
Zürich: 7. Februar
Weitere Informationen in der Tagespresse
The Woman in the Dunes - Suna no onna (1964)

Leidenschaft und Eros im Sand

«Eines Tages im August verschwand ein Mann. Er war mit der Bahn zu einem Ausflug an die Küste aufgebrochen, kaum eine halbe Tagesreise entfernt, und seitdem fehlt jede Spur von ihm.» Die Textpassage stammt aus dem Roman «Die Frau in den Dünen» des Japaners Kobo Abe. Das Buch wurde 1964 von Hiroshi Teshigahara kongenial verfilmt, ein in jeder Beziehung radikaler Film, der nichts von seiner Kraft eingebüsst hat, im Gegenteil: Der Filmemacher Hiroshi Teshigahara führt uns vor Aug und Ohr, welches Erzählpotenzial in der Filmkunst steckt.

Im Roman lesen wir: «Ein Windstoss blies ihm das kleine Tuch vom Gesicht.

High and Low - Tengoku to jigoku (Flyer) High and Low - Tengoku to jigoku (1963)

Akira Kurosawa zählt zu den grössten Filmschaffenden aller Zeiten, er war der Kaiser des japanischen Kinos, ein Meister in allen Erzählklassen. 1981 hatte er im Vorwort zu seiner Autobiographie notiert: «Man nehme «mich», ziehe «das Kino» ab, so wird das Ergebnis «Null» sein.» Kurosawa? Das ist zum Synonym geworden für ein Kino, das sich als Gesamtkunstwerk versteht, für einen Bildkünstler, der dem Leinwandbegriff des Malers, als der er angefangen hat, nie untreu wurde und ein unvergängliches Tableau ans nächste reihte, von Einstellung zu Einstellung, von Sequenz zu Sequenz, von Film zu Film; egal ob in Schwarzweiss oder in Farbe, ob in Normalformat oder Tohoscope.

Yojimbo (1961)

«Die bestechendste Kadrage, die erregendste Symmetrie, das betörendste Chiaroscuro für die verkommenste aller möglichen Welten. Kurosawa malt im Bilderbuch des Schwertkämpfer-Genres mit grandios beschwingtem Pinsel, in den der Hohn Grandvilles, die Zynik Swifts, der Furor Sam Fullers gefahren sind. Seht da, ein Dorf mit prächtigen Holzhäusern, bevölkert vom Clan des Seidenhändlers und vom Clan des Sakefabrikanten, die einen Hyänen, die anderen Schakale - und jeder erpicht auf die Vernichtung des anderen.

Naked Youth - Seishun zankoku monogatari (Flyer) Naked Youth - Seishun zankoku monogatari (1960)

Nagisa Oshima (Im Reich der Sinne) ist die bei uns wohl bekannteste Figur des japanischen Kinos der 60er Jahre. Er debütierte 1959, also exakt im gleichen Jahr wie seine französischen Kollegen der Nouvelle Vague, mit seinem Spielfilm Ai to Kibo no Machi (Street of Love and Hope), um ein Jahr später schon mit Seishun Zankoku Monogatari (Nackte Jugend) nachzudoppeln. Beide Klassiker gelangen nun dank trigon-film in neuer Kopie in die Kinos, und beide machen deutlich, was für eine Aufbruchstimmung auch das japanische Kino damals prägte.

Street of Love And Hope - Ai to kibo no machi (1959)

Nagisa Oshima (Im Reich der Sinne) ist die bei uns wohl bekannteste Figur des japanischen Kinos der 60er Jahre. Er debütierte 1959, also exakt im gleichen Jahr wie seine französischen Kollegen der Nouvelle Vague, mit seinem Spielfilm Ai to Kibo no Machi (Street of Love and Hope), um ein Jahr später schon mit Seishun Zankoku Monogatari (Nackte Jugend) nachzudoppeln. Beide Klassiker gelangen nun dank trigon-film in neuer Kopie in die Kinos, und beide machen deutlich, was für eine Aufbruchstimmung auch das japanische Kino damals prägte.

Narayama Bushiko - Kinoshita (1958)

Die Natur als Kunstform
Beim Titel Narayama Bushiko denken viele an den am Filmfestival von Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichneten Film von Shohei Imamura. Nur: Die erste Verfilmung der Novelle von Shichirô Fukazawa ist einiges älter und in ihrer Machart radikaler. Im Kabukistil hat Keisuke Kinoshita die Geschichte vom Bergdorf bereits in den Fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts erzählt und geschildert, wie sich die 70-jährigen da zum Sterben auf den Berg Nara zurückziehen.

Akasen Chitai - Street of Shame (Flyer) Akasen Chitai - Street of Shame (1956)

Fünf Frauenschicksale aus dem Bordellviertel Tokyos in den 1950er Jahren stehen im Zentrum des letzten Films von Kenji Mizoguchi, der die Mehrzahl seiner Werke der historischen und sozialen Situation japanischer Frauen widmete. Das Thema ist mit gesellschaftskritischem Engagement, menschlicher Anteilnahme und unspekulativer Offenheit gestaltet.

Yokihi - Empress Yank Kwei Fei (1955)

The Seven Samurai - Shichinin no samurai (Flyer) The Seven Samurai - Shichinin no samurai (1954)

In neuer Kopie und zum ersten Mal integral im Kino präsentieren wir diesen grossartigen Klassiker von Akira Kurosawa. Der Film ist in einem kleinen Dorf angesiedelt, das jeden Herbst von Banditen überfallen wird. In der Not entschliessen sich die Bauern, professionelle Schwertkämpfer anzuheuern. Trotz des mageren Lohns von nur drei Mahlzeiten am Tag gelingt es ihnen, sieben Samurai für die Verteidigung ihres Dorfes zu gewinnen, darunter auch Kikuchiyo (Toshiro Mifune), ein Möchtegern-Samurai, der selber bei Bauern im Elend aufgewachsen ist, sie verachtet und nach dem Kriegsruhm eines Samurai dürstet.

Gion Bayashi - A Geisha (Flyer) Gion Bayashi - A Geisha (1954)

Die Beziehung zweier Frauen in Gion, dem Bezirk der Tee- und Freudenhäuser von Kyoto, steht im Zentrum von Gion Festival Music. Eiko, ein junges Mädchen vom Land, will bei Miyoharu, einer erfahrenen Frau, den Beruf der Geisha erlernen. Die ältere Frau weigert sich zuerst, die jüngere zu lehren, was sie ist. Als Eiko jedoch nach einem Jahr der Einübung in Schönheit und Unterwerfung gegen ihre Rolle revoltiert, ist sie es, die ihr Verständnis und Sympathie entgegenbringt.

Die Umarbeitung des ursprünglichen Films ergab eine Geschichte mit ziemlich vereinfachter Handlung und ohne das traurige, rebellische Ende von Sisters of Gion.

Uwasa no Onna - Her Mothers Profession (1954)

Sansho Dayu - Sanshi the Bailiff (Flyer) Sansho Dayu - Sanshi the Bailiff (1954)

«Sansho Dayu» handelt von einem Kinderpaar aus reichem Haus Ende des 12. Jahrhunderts, das dem Landvogt des Titels in die Hände fällt, der seinen Ruf als vorbildlicher Lehensherr der gnadenlosen Ausbeutung seines Sklavenheers verdankt. In langen getragenen Einstellungen erzählt Mizoguchi fliessend diese alte Legende von Not und Rache in Bildern so schön, dass man sich jedes einzelne davon ausschneiden und aufhängen möchte.

Chikamatsu monogatari - A Story from Chikamatsu (Flyer) Chikamatsu monogatari - A Story from Chikamatsu (1954)

Um in der Situation seines Meisters aus einer finanziellen Zwangslage zu helfen, fälscht ein junger Gehilfe Urkunden. Als der Betrug entdeckt wird, flieht er. Auch die Frau des Meisters setzt sich ab und wird mit ihm gefangen. Sie sucht mit dem Geliebten den Tod. Fesselnde Verfilmung eines japanischen Dramas.

Tokyo monogatari - Tokyo Story (1953)

Ein Meisterwerk des japanischen Kinos und einer der schönsten Filme über familiäre Beziehungen überhaupt. Die Grosseltern Shukichi und Tomi Hirayama beschliessen, ihre erwachsenen Kinder und deren Familien in Tokyo zu besuchen. Dort angekommen erkennen sie, dass der älteste Sohn Koichi, ein Arzt, und die älteste Tochter Shige, die einen Schönheitssalon betreibt, wenig Zeit für sie haben. Einzig Noriko (Setsuko Hara), die Witwe des im Zweiten Weltkrieg gefallen Sohns, bemüht sich um ihre Schwiegereltern.

Ugetsu monogatari (Flyer)
Basel: 4. bis 18. Februar
Weitere Informationen in der Tagespresse
Ugetsu monogatari (1953)

In seinem Meisterwerk «Ugetsu monogatari» schildert der Japaner Kenji Mizoguchi die Geschichte von Genjuro, einem Töpfer, und seinem Schwager, dem Bauern Tobei. Die beiden leben mit ihren Frauen in einem kleinen Dorf, das inmitten eines von Kriegswirren umtosten Gebietes gelegen ist. Und sie haben Ambitionen, die sich die Kriegswirren zunutze machen. Genjuro möchte mit seinen Töpfen in die Stadt fahren und möglichst rasch viel Geld verdienen.

Baden: 26.2. und 21.3.
Basel: 1. bis 10. Februar
Brugg: 11. und 12. Februar
Zuoz: 16.2. und 22.3.
Weitere Informationen in der Tagespresse
Rashomon (1951)

Das legendäre Meisterwerk in neuer Kopie und neuer Übersetzung!

Zwei Erzählungen des Dichters Akutagawa Ryunosuke waren der Ausgangspunkt für RASHOMON, einen der besten Filme der gesamten Filmgeschichte. Die eine liefert die Rahmenhandlung unter dem titelgebenden Rashomon, dem Südtor des alten Kyoto, die andere das Mark von Kurosawas Filmhandlung. Sie berichtet von einem Todschlag auf der Wegstrecke von Sekiyama nach Yamashina, dem darauffolgenden Prozess gegen den Banditen Tajomaru (Toshiro Mifune) und der versuchten Verarbeitung des Geschehens durch einen Priester, einen zufälligen, Fragen stellenden Passanten und jenen Holzfäller, der den Tathergang mitverfolgt haben will.

Hakuchi - Idiot (1951)

Der russische Schriftsteller Fjodor Michailowitsch Dostojewski wollte in seinem bekannten Roman «Der Idiot» «einen wirklich guten Menschen zeigen. Ironischerweise wählte er einen Idioten.» Der Japaner Akira Kurosawa verwirklichte mit der Verfilmung des Buchs seine Obsession: Die Darstellung des notwendigen Scheiterns in einer ungerechten Gesellschaft. Es ist eine Adaptation im besten Sinn, verlegt der Filmemacher den Stoff doch auf die winterkalte japanische Insel Hokkaido.

Oyu Sama - Miss Oyu (Flyer) Oyu Sama - Miss Oyu (1951)

Die Dreiecksgeschichte handelt von der unglücklichen Liebe zwischen der verwitweten Oyu, der eine weitere Heirat aus traditionellen Gründen verweigert wird, und Shizu, der Oyus Schwester Shinnosuke heiraten soll. Oyu überzeugt Shizu von der einzigen Möglichkeit einander nah zu sein; der Heirat mit ihrer Schwester. Grossartig fotografiert, betörend
gespielt.


Shubun - Scandal (1950)

Kurosawas Lieblingsschauspieler der frühen Jahre war Toshiro Mifune. Hier spielt er den berühmten Maler Ichiro Aoye, der seine Ferien in den Bergen verbringt und auf die junge Sängerin Miyako Saijo trifft. Die beiden wohnen im selben Hotel und verbringen ein wenig Zeit miteinander. Zwei Reporter fotografieren sie zusammen und veröffentlichen die Bilder in einem Boulevardmagazin - aus Rache dafür, dass Saijo ihnen ein Interview verweigert hatte.

Banshun - Late Spring (1949)

Die 27jährige Noriko lebt mit ihrem verwitweten Vater, einem Universitätsprofessor, in einem kleinen Haus im Norden Kamakuras. Er arbeitet an der Fertigstellung eines wissenschaftlichen Manuskripts, wobei ihm sein Assistent Hattori hilft. Professor Soniyama macht sich Gedanken um das Wohlbefinden seiner Tochter und schlägt ihr eines Tages vor, Hattori zu heiraten. Ihre Tante Masa, die Schwester des Professors, ist die nächste, die sich als Kupplerin versucht und Noriko dazu drängt, Herrn Satake zu treffen.

Shizukanaru Ketto (1949)

I was born, but - Umarete wa mita keredo (Flyer)
Zürich: 28. und 30. März
Weitere Informationen in der Tagespresse
I was born, but - Umarete wa mita keredo (1932)

Eine Stummfilmperle aus dem Japan der frühen Dreissiger Jahre und einer der schönsten Filme über die Kindheit in der Grossstadt. Der Angestellte Yoshii zieht mit seiner Frau und den beiden Söhnen Ryoichi und Keiji in einen Vorort von Tokyo. In der Nähe wohnt auch der Direktor seiner Firma, und Yoshii verspricht sich durch die grössere Nähe berufliche Vorteile. Anfangs werden Yoshiis Söhne von den anderen Jungen aus der Nachbarschaft gehänselt und schikaniert.