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Russland

22 trigon-filme
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Anna Karenina (Vronsky's Story) (Flyer)

Anna Karenina (Vronsky's Story)

Karen Schachnasarow - Shakhnazarov – 2017

Leo Tolstois grandioser Roman um Anna Karenina und deren schleichenden Ausschluss aus der vermeintlich noblen Gesellschaft wurde schon oft verfilmt, aber wir bekamen in der Regel die westlichen Versionen zu sehen. Jetzt bietet sich die Gelegenheit, Tolstois Figuren für einmal in Russisch reden zu hören. Darüber hinaus hat der Filmemacher den Blickwinkel von Annas Liebhaber Wronski gewählt, der mitten im russisch-japanischen Krieg 1904 Annas erwachsenem Sohn von seiner unsterblichen Liebe erzählt. Weiter

Im Kino

  • Aarau: ab 21. Dezember
  • Baden: ab 21. Dezember
  • Basel: ab 21. Dezember
  • Bern: ab 14. Dezember
  • Biel: ab 14. Dezember
  • Brugg: ab 21. Dezember
  • Chur: Vorpremiere am 17. Dezember
  • Heerbrugg: 30. Dezember bis 1. Januar
  • Lenk: ab 25. Dezember
  • Luzern: ab 21. Dezember
  • Meiringen: ab 21. Dezember
  • Olten: ab 26. Dezember
  • Pontresina: 26. und 31. Dezember
  • Romanshorn: 7. Januar
  • Schaan: ab 21. Dezember
  • Schaffhausen: ab 21. Dezember
  • Sissach: 31. Dezember und 7. Januar
  • St. Gallen: ab 21. Dezember
  • Thun: 8. Januar
  • Uster: ab 25. Dezember
  • Visp: 30. Dezember bis 1. Januar
  • Winterthur: ab 21. Dezember
  • Zug: ab 21. Dezember
  • Zuoz: 29. Dezember, 20. Januar und 3. Februar
  • Zürich: ab 21. Dezember
  • Zürich, Kosmos: Vorpremiere am 13. Dezember
Star (Flyer)

Star

Anna Melikian – 2014

Mascha ist bereit, alles zu opfern, um gängigen Schönheitsidealen zu entsprechen und Filmstar zu werden. Sie ist nicht besonders begabt, dafür sehr optimistisch. In einem Nachtclub, wo sie als Meerjungfrau arbeitet, trifft sie Kostia, den Sohn eines Moskauer Oligarchen. Der Junge flieht aus dem goldenen Käfig des Elternhauses, um das wahre Leben zu spüren. Bald landet dort auch Rita, die kühl berechnende Stiefmutter von Kostia. Die Lebenswege dieser drei ganz verschiedenen Menschen kreuzen sich auf überraschende Weise. Weiter

Durak (Flyer)

Durak

Juri Bykow – 2014

Dmitri Nikitin ist ein einfacher und grundehrlicher Klempner, der in einer russischen Stadt lebt. Eines Nachts wird er in ein Wohnhaus gerufen, wo die Leitungen platzen und die BewohnerInnen in grosser Gefahr sind. Alle müssten unverzüglich evakuiert werden – doch niemand kümmert sich darum. Mit aller Kraft versucht Dmitri, ein System korrupter Bürokraten zu bekämpfen. Das packende Gesellschaftsbild erhielt in Locarno eine Standing Ovation. Weiter

Silent Souls - Ovsyanki (Flyer)

Silent Souls - Ovsyanki

Aleksei Fedorchenko – 2010

Als seine geliebte Frau Tanja stirbt, bittet Miron seinen besten Freund Aist, ihm zu helfen, sie nach der Tradition der Merja-Kultur von der Welt zu verabschieden. Die Merja sind eine alte ugurisch-finnische Gemeinschaft, deren Traditionen am Verschwinden sind. Und so fahren die beiden Männer los auf eine Reise, die sie Tausende von Kilometer durch unberührte Landschaften führt. Begleitet werden sie von zwei kleinen Vögeln in einem Käfig, und Miron teilt Aist seine intimsten Erinnerungen mit, die er aus dem Eheleben hat. Weiter

Rusalka - Mermaid (Flyer)

Rusalka - Mermaid

Anna Melikian – 2008

Aus Russland erreicht uns der märchenhaft bezaubernde Film RUSALKA. Alisa hat die Nase voll vom Leben in der Provinz und zieht in die Grossstadt Moskau. Dort rettet die quirlige Meerjungfrau einen lebensmüden reichen Geschäftsmann vor dem Ertrinken im Konsumrausch und findet ihren Märchenprinzen. Ebenso zauberhaft wie die Handlung ist der visuelle Stil, in dem Anna Melikian von den Abenteuern ihrer ins Binnenland gespülten Meerjungfrau erzählt. Weiter

Ejforija - Euphoria (Flyer)

Ejforija - Euphoria

Ivan Vyrypaev – 2006

Der Liebe Wahn am Don Absolute Liebes-Leidenschaft ist angesagt, hinein gezaubert in die grossartige russische Landschaft am Don, wo sich zwei Liebende verhalten wie Kinder. Doch die Frau ist mit einem anderen Mann verheiratet, und der wird dem Paar keine Ruhe lassen. Der sibirische Regisseur Ivan Vyrypaev (auch: Iwan Wyrypajew) gehört zu den Stars im jungen russischen Theater. Sein packendes Kinodebüt hat er selber geschrieben und in der Natur der Steppe inszeniert. Die Ausgangslage ist klar, das Ende mag erahnbar sein, was hier besticht, ist die ungemeine Wucht. Weiter

Russkij kovcheg - Russian Ark (Flyer)

Russkij kovcheg - Russian Ark

Alexander Sokurow – 2002

Der Atem der Zeit im Kino: Auf wundersame Weise findet sich ein Filmemacher in der Ermitage im St. Petersburg des frühen 18. Jahrhunderts wieder. Er trifft auf einen zynischen französischen Diplomaten aus dem 19. Jahrhundert, mit dem er sich auf eine aufregende Reise durch den Palast und die turbulente Geschichte Russlands begibt. Weiter

Soleil trompeur - Utomlyonnye solntsem (Flyer)

Soleil trompeur - Utomlyonnye solntsem

Nikita Michalkow – 1994

Nikita Michalkow blendet hinein in die vermeintliche Harmonie eines Tages im Jahr 1936. Es ist die Zeit, in der Genosse Stalin sich feiern lässt und beseitigt, was seinem Glück gefährlich werden könnte: Das Volk. In dieser zugespitzten Situation geht es auch am idyllischsten Flecken ums nackte Überleben, kann jede Situation sich im Handumdrehen in ihr Gegenteil verkehren. Dimitri ist von Haus aus Musiker. Weiter

Stalker (Flyer)

Stalker

Andrei Tarkowski – 1979

Eine in Zeit und Ort nicht näher beschriebene Stadt, die am Rande eines als Zone bezeichneten Gebietes liegt. In dieser Zone geschehen seltsame Dinge, es gibt rätselhafte Erscheinungen, deren Ursache zum Zeitpunkt der Handlung schon Jahre zurückliegt und nur vermutet werden kann. War es eine Atomkatastrophe oder ein Meteoriteneinschlag – man weiss es nicht. Das Gebiet wurde evakuiert, abgesperrt und steht unter schwerer Bewachung. Weiter

Der Spiegel - Zerkalo (Flyer)

Der Spiegel - Zerkalo

Andrei Tarkowski – 1975

Der Russe Andrei Tarkowski wollte uns in seinen Filmen nie einfache Geschichten erzählen. Er lädt uns heute noch ein, in seinen Filmflüssen aufzugehen, das wahrzunehmen, was wir selber ahnen mögen, was sich uns aber so einfach nicht zeigt. Er selber notierte: «Das Unendliche ist etwas, das der Bildstruktur immanent ist. Weiter

Solaris (Flyer)

Solaris

Andrei Tarkowski – 1972

Die Filme des Russen Andrei Tarkowski scheinen für die Ewigkeit geschaffen, und so hat auch sein Science-Fiction-Film SOLARIS etwas absolut Zeitloses (die Kostüme waren schon zu seiner Entstehungszeit anfangs der 1970er Jahre heillos veraltet und von daher modern). „Solaris“ geht auf den 1961 erschienenen Roman des polnischen Autors Stanislaw Lem zurück, der Tarkowski zu einem auf den ersten Blick überraschenden Abstecher in die Welt der Science-fiction inspirierte. Weiter

Im Kino

  • Aarau, Freier Film: 11. Februar
  • Bern: im Februar
  • Frauenfeld, Luna: 28. Januar
  • Meiringen: 19. und 20. Januar
  • Schaan, Takino: 11. und 13. Januar
Andrej Rubljow (Flyer)

Andrej Rubljow

Andrei Tarkowski – 1966

Andrej Rubljow schildert in unvergesslichen Tableaus die Lebensgeschichte des malenden Mönchs Rubljow (Anatolj Solonizin), der als Schüler des Griechen Theophanes mit seiner Ikonenmalerei stilbildend werden sollte. Tarkowski zeichnet ein Künstlerleben inmitten eines brutalen mittelalterlichen Umfelds und denkt damit über das Verhältnis von Kunstschaffenden und Gesellschaft nach. Er plädiert für die Freiheit von Mensch und Kunst. «Russland, Russland, was es doch alles erdulden muss, alles erträgt. Weiter

Iwans Kindheit (Flyer)

Iwans Kindheit

Andrei Tarkowski – 1962

Den Hintergrund des ersten Spielfilms von Andrei Tarkowski bildet der Zweite Weltkrieg, im Zentrum steht der 12-jährige Knabe Iwan. Im Rahmen des  offiziellen Programms an Filmen entstanden, verblüfft noch heute, wie es der Russe schaffte, einen Film zu drehen, der quer zum System stand und den Krieg aus der Perspektive eines Buben zeigte, eines Jungen notabene, der total verhärtet wirkt, nachdem er seine Familien verloren hat und einem Lager entkommen ist, der wenig Perspektiven sieht und ganz einfach eines will: Den Tod seiner Liebsten rächen. Weiter

Die Walze und die Geige (Flyer)

Die Walze und die Geige

Andrei Tarkowski – 1961

Andrei Tarkowski erzählt in seinem ersten halblangen Film von einem Jungen namens Sascha, dessen Ein und Alles seine Geige ist und der sich dadurch zum Aussenseiter macht. Andere Kinder setzen ihm zu, und in so einer Situation steht ihm der Fahrer einer Strassenbauwalze bei und ermuntert ihn später, seinerseits einem bedrängten Jungen zu helfen. Zwischen dem Walzenfahrer Sergei und Sascha entwickelt sich eine zarte Freundschaft. Nachdem anfänglich Sascha auf der Walze fahren durfte, bekommt später Sergei einen Einblick ins Geigespiel. Weiter

Wenn die Kraniche ziehen (Flyer)

Wenn die Kraniche ziehen

Michail Kalatosow – 1957

In der ehemaligen Sowjetunion gab es ein staatliches Kino, das phasenweise in der Langeweile von Propaganda und Konfektion verkam. Ende der 1950er Jahre aber blühte ein eigenständiges Filmschaffen auf, das im Rahmen der Staatsproduktion dank einem später als «Tauwetter» bezeichneten kulturellen Klima entstand und zu kurzem aber grossem Format aufblühte. Das Paradebeispiel dieser Zeit und ein wegweisendes Stück Kino ist der Spielfilm «Wenn die Kraniche ziehen» von Michail Kalatosow. Weiter

Das Mädchen mit der Hutschachtel - Devuska s korobkoj (Flyer)

Das Mädchen mit der Hutschachtel - Devuska s korobkoj

Boris Barnet – 1927

Findet man das kleine Glück in der grossen Stadt? Die junge Hutmacherin Natascha, die mit ihrem Grossvater in einem winterlich eingeschneiten Vorort lebt, muss mit dem Zug vom Dorf nach Moskau pendeln, um ihre Kreationen im Hutladen der extravaganten Frau Irene abzuliefern. Diese führt Natascha gegenüber der Verwaltung als Untermieterin, um mehr Wohnraum beanspruchen zu können. Der tollpatschige Bahnbeamte umwirbt das reizende Mädchen vom Land mit seinem hinreissenden Lächeln. Weiter

Shinel - Der Mantel (Flyer)

Shinel - Der Mantel

Grigori Kosinzew Leonid Trauberg – 1926

Ein berühmtes und exzellentes Stück expressionistischen Kinos, in Traumszene gesetzt und rundweg wie restlos stilisiert von Trauberg und Kosinzew, den Erfinder-Direktoren der "Fabrik des exzentrischen Schauspielers" in St. Petersburg. Endlos die Nacht, dämonisch schwarz die Schatten, düster weiss der Schnee, drohend der Dekor, aufgeputscht die Gesten, akrobatisch die seelische Eruption in den Gesichtern. Gogol's Mantel in einem Film, der Künstlichkeit so extrem handhabt, als wäre sie eine phantastische Karikatur ihrer selbst. Weiter

Mat - Die Mutter

Wsewolod Pudowkin – 1926

Einer der ekstatischsten unter den "Meilensteinen" des Mediums: Film über die Revolution, der den Film revolutioniert. Die Metastasen der Zarenherrschaft aus der Sicht der kleinen Leute, dem Blick von Ohnmacht und Empörung. Nur dem Buchstaben nach eine "Literaturverfilmung". Tatsächlich etwas, das einzig dem Film offen steht, ihn zugleich neu erfindet. Die Erregung der Kameraposition, die Leidenschaft des Lichts, das Wechselbad der Einstellungsgrößen. Weiter

Im Kino

  • Zürich, Filmpodium: 29. Dezember

Oktober - Oktjabr

Sergej M. Eisenstein – 1926

Vom Frühjahr bis Oktober 1917. Acht Monate: die Geschichte der russischen Revolution. Für diesen Film, den das Moskauer Politbüro zur Zehnjahresfeier des Umbruchs in Auftrag gibt, stehen ­Eisenstein 500.000 Rubel, 10.000 Statisten, das Winterpalais, die Stadt St. Petersburg-Leningrad, der Panzerkreuzer "Aurora" und - am Höhepunkt der Energiekrise - eine Unzahl von Kilowattstunden Strom zur Verfügung. Statt eines Agit-Monumentalschinkens dreht er indes seinen wildesten, intellektuellsten, experimentellsten, ­barockesten, kühnsten Film. Weiter

Ein Sechstel der Erde

Dziga Wertow – 1926

Dziga Wertow, der das alte "Kino-Drama" als literarische Koketterie verwirft, hat erstmals das von allen anderen Künsten abgehobene ­Wesen des Films klar formuliert. Im Gegenzug zum Spielfilm, der die Kamera zwinge, das menschliche Auge zu kopieren, habe man zu berücksichtigen, dass das Kinoauge anders und exakter als das "unbewaffnete Auge" sehe. Wertows nachgerade mystischer Glaube an die Schöpfungsgewalt der Filmsprache duldet keinerlei Hindernisse, keine Mauern der Entfernung und Grenzen der Zeit. Weiter

Bronenosec Potemkin - Panzerkreuzer Potemkin (Flyer)

Bronenosec Potemkin - Panzerkreuzer Potemkin

Sergej M. Eisenstein – 1925

Der Revolutionsfilm schlechthin, hier in der deutschen Nadeltonfassung von 1930: Auch technisch ein Zeitdokument. «Glorios der Widerspruch, dass Eisenstein für einen Revolutionsfilm die Struktur klassischer Tragödie mit Einheit von Zeit und Ort, fünf Akten und Protagonisten wählt. Letztere jedoch sind Chor der Massen geworden. Hier das Kollektiv des Panzerkreuzers, dort das Kollektiv der Stadt. Visueller Gesang von Kanonenrohren, Steintreppen, Kosakenstiefeln. Weiter

Mr. West

Lew Kuleschow – 1924

Mit seinen Montagetheorien hat Lew Kuleschow dem Revolutionsfilm das Fundament gelegt, mit Mr. West öffnet er ihm die Pforten. Im realen, verschneiten Moskau sieht man die Akteure einander auf Motorrädern, in Autos und Pferdeschlitten verfolgen, Strassen auf Telefonleitungen überqueren und Gliedmassen wie Rufzeichen in die Höhe werfen. Mit der Erwartung, auf Wilde und Banditen zu stoßen, reist ein US-Senator ins Land der Bolschewiki. Das Alte und das Neue: eine action comedy mit Montage. Weiter

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trigon-film vermittelt sorgfältig ausgewählte Filme aus Süd und Ost im Kino, auf DVD/Blu-ray und online. 1986 als Verein gegründet, seit 1988 als Stiftung arbeitend, hat trigon-film über 500 Filme herausgebracht. Die meisten Titel bleiben in der Kollektion verfügbar, damit das visuelle Erbe gesehen werden kann. Mehr erfahren