Filme aus Senegal

Ndeysaan - Le prix du pardon (Flyer) Ndeysaan - Le prix du pardon (2002)

Das Fischerdorf liegt seit einer Ewigkeit in einem seltsamen Nebel. Weder Opfer noch Gebete beenden diesen Fluch. Mbanick, der Sohn des sterbenden Marabuts, wagt es, die Geister herauszufordern und gibt dem Dorf die Sonne zurück. Mbanick kann darauf Maxoy seine Liebe gestehen. Sein bester Freund und Rivale, Yatma, ist rasend vor Schmerz und geht bis zum Mord. Für ihn beginnt ein anderer Fluch.

Diese Geschichte ist interessant, weil sie zeigt, dass ein Charakter nicht ein für alle Mal festgelegt und bestimmt ist.

TGV (Flyer)
Rheinfelden: 24. Mai
Zürich: 21. Juli
Weitere Informationen in der Tagespresse
TGV (1997)

In seinem zweiten Spielfilm «TGV», unternimmt der senegalesische Filmemacher Moussa Touré auf wunderbar leichte Art eine Reise durch seinen schwarzafrikanischen Kontinent. In einem bunt bemalten Bus, den der Chauffeur mit dem für sich sprechenden Namen Rambo in Anlehnung an den französischen Hochgeschwindigkeitszug kühn «TGV» nennt, hat er eine illustrative Auswahl von Zeitgenossinnen und Zeitgenossen vereint, die sich in unterschiedlichen und zum Teil für sie nicht sonderlich angenehmen Situationen behaupten müssen.

Mossane (Flyer) Mossane (1996)

Die Geschichte der 14-jährigen Mossane spielt im Siedlungsgebiet der Serrer in Mbissel, einem 600 Jahre alten Dorf zwischen Meer und Savanne; der Respekt vor den Sitten und die Verehrung der Geister bestimmen das Leben der Familien. Alle zwei Jahrhunderte, so besagt die Legende, soll ein Mädchen geboren werden, dessen Schönheit zum Verhängnis führt ­ Mossane heisst in der Sprache der Serrer "Die Schönheit". Mossane soll nach dem alten Brauch der vorbestimmten Ehe einen Reichen Emigranten heiraten, obwohl sie Fara, einen mittellosen Studenten aus der Gegend liebt und nur mit ihm zusammenleben will.

La petite vendeuse du soleil - Le Franc (1994)

Die kleine Verkäuferin der Sonne
Alle Zeitungsverkäufer in Dakars Strassen sind Jungs. Die zwölfjährige Sili kann nur mit Krücken gehen, aber sie ist entschlossen, dies nicht hinzunehmen. Auch sie will Zeitungen verkaufen können. Ihr Mut und ihre Ausdauer werden ihr dabei helfen. Eine Hymne auf die Freundschaft und den Mut der Strassenkinder.

Das Los
Marigo, dem fröhlichen Musiker, macht seine boshafte Vermieterin das Leben schwer.

Hyènes (1992)

Elefanten ziehen durch die Wüste. Die Einwohnerinnen und Einwohner des kleinen afrikanischen Dorfes Colobane leben in Armut. Eines Tages kehrt Linguère Ramatou, eine Frau mit einer goldenen Fussprothese, an den Ort ihrer Herkunft zurück, «reich wie die Weltbank». Der Händler des Ortes hat sie einst geschwängert und seine Vaterschaft verleugnet; jetzt will sie Rache nehmen, sich «Gerechtigkeit kaufen»: 100 Milliarden bietet sie den Einwohnerinnen und Einwohnern, um den Händler zu töten.

Jom (Flyer) Jom (1981)

Der zweite und letzte Langspielfilm des 1987 verstorbenen senegalesischen Kameramanns und Filmemachers Ababakar Samb Makharam setzt in der Gegenwart an, und betrachtet zuerst in einigen Szenen die Stimmung in einem Viertel, wo Frauen mit ihren Männern alles andere als zufrieden sind. Sie weisen sie zurecht und pochen darauf, dass sie mit ihren verwerflichen Handlungen ihre Würde nicht so leicht aufs Spiel setzen sollen. Die Auseinandersetzungen haben nicht nur damit zu tun, dass der eine mal wieder fremdgegangen ist und nicht mehr ganz nüchtern heimkehrt; es geht ziemlich bald und weit handfester um die Frage, wie Mann sich etwa verhält in einem in Gang befindlichen Arbeitskonflikt.

Touki Bouki (Flyer) Touki Bouki (1973)

Es sind immer wieder die Kinder und Jugendlichen, die im afrikanischen Kino die Hoffnung auf eine bessere Zukunft vertreten. Das ist in diesem Klassiker des Kinos, den wir in neuer Kopie als Reedition herausbringen, nicht anders. Mory und Anta träumen davon, nach Paris ins «verheissene Land» zu gehen, das Josephine Baker besungen hat. Er ist Viehhirte, doch seine Herden wurden zum Schlachthof geführt. Seitdem treibt sich Mory mit dem Motorrad, das er zum Andenken an seine Zebus mit zwei Hörnern verziert hat, in der Stadt herum.