Gaston Kaboré

Burkina Faso – 2 Filme im Verleih

Biografie

Gaston Jean-Marie Kaboré wurde 1951 in Bobo-Dioulasso (Burkina Faso) geboren und studierte Geschichte an der Sorbonne, bevor er die Ecole Supérieure d'Etudes Cinématographiques (Esec) absolvierte. Nach Xala (1975) des senegalesischen Regisseurs Ousmane Sembène begriff er zum ersten Mal den Film als Mittel, um die afrikanische Kultur abzubilden. Sein Wênd Kûuni gilt als beispielhaft dafür, die mündliche Tradition von Burkina Faso auf die Leinwand zu bannen. Kaborés Debütfilm folgten Zan Boko (1988), Rabi (1992) und Buud Yam (1997), die in derselben Tradition stehen und zahlreiche internationale Auszeichnungen erhielten. Gaston J. M. Kaboré ist Drehbuchautor, Regisseur und Produzent in einem und realisierte auch mehrere Dokus sowie ein Segment des Kollektivfilms Lumière et compagnie (1995), der als Hommage auf 100 Jahre Film entstand. "Zan Boko" war der erste Film, den trigon-film 1988 herausgebracht hatte.


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Filme von Gaston Kaboré im Verleih

Zan Boko (Flyer) Zan Boko (1988)

Der erste Film, den trigon-film herausbrachte. Ein Moment, das mir von vielen aus dem neuen Spielfilm von Gaston Kabore aus Burkina Faso in Erinnerung bleiben wird, veranschaulicht die Wertverschiebung, die der Film unter anderem reflektiert: Ein Bauernkind möchte dem Sohn seiner neuen, städtischen Nachbarn ein selbstgebasteltes Spielzeug schenken, nachdem dieser ihn gefragt hat, ob er es ihm abkaufen könne. Geschenkt kriegen will er es nicht. Der Junge hat kein Interesse an etwas, was nicht gekauft werden kann; es ist für ihn wertlos.

Gaston Kabore betrachtet ohne falsche Wehmut in "Zan Boko" eine Entwicklung im Kleinen, die im Grossen unauslöschliche Spuren hinterlässt.

Wênd Kûuni (1982)