Hou Hsiao-Hsien ist 1947 in Meixian, in der Region von Kanton geboren. 1949 zieht seine Familie nach Taiwan. Er verliert
seine Eltern früh. 1969 schreibt er sich an der Nationalen Kunstakademie für das Filmstudium ein. Ab 1973 arbeitet er beim
Film, unter anderem als Regieassistent und Drehbuchautor, um 1980 seinen Debütfilm Cute Girls zu realisieren. 1984 etablierte er sich mit The Boys from Fengkuei als Schlüsselfigur der taiwanischen Nouvelle Vague. In Locarno zeigte er 1985 im Wettbewerb eines seiner ersten Meisterwerke, A Summer at Grandpa’s, und kehrte im Anschluss daran mit zwei Filmen nach Locarno auf die Piazza Grande zurück: A Time to Live, a Time to Die (1986) und The Puppetmaster (1993). Die Filme von Hou Hsiao-hsien wurden bereits mehrmals für den Wettbewerb in Cannes ausgewählt und lösten immer ein grosses Echo bei der Kritik aus. 2004 entstand als Auftragsarbeit für ein japanisches Filmstudio Café Lumière – als Hommage an den Filmemacher Ozu.