Jorge Sanjines
Biografie
Jorge Sanjinés ist 1936 in Bolivien geboren. Während des Philosophie Studiums realisierte er seinen ersten Kurzfilm. Nach weiteren Regiearbeiten übernahm er 1965 die Leitung des staatlichen Filminstituts in La Paz. Ein Jahr später wurde er mit seinem Spielfilmerstling Ukamau auch in Europa bekannt - während in La Paz das Filminstitut schliessen musste. Nach General Banzers Putsch emigrierte Sanjinés 1972 nach Peru, dann weiter nach Ecuador. 1978 kehrte der Filmemacher in seine Heimat zurück. Selbst im Exil hatte er halbwegs kontinuierlich arbeiten können - nach seiner Rückkehr nach Bolivien nicht mehr. Erst 1989 realisierte er den Spielfilm La Nación clandestina.
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Filme von Jorge Sanjines im Verleih
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La nación clandestina (1989) "La nacion clandestina" heisst übersetzt "Die verborgene Nation". Der bolivianische Filmemacher, der zu den bedeutendsten des Kontinents zählt, tönt damit an, dass es in einem Land wie Bolivien, dessen gesellschaftliches und politisches Leben seit Jahrhunderten von den Nachfahren spanischer Eroberer und deren Kultur geprägt wird, noch immer eine starke innere "Nation" gibt, jene der Aymara-Indios. Sie wurden zwar unter die Gesetze, die Religion und die wirtschaftliche Ausbeutung der Eroberer genommen, haben aber die Jahrhunderte dank ihrer widerstandsfähigen eigenen Kultur erstaunlich gut überstanden. |

