Nacer Khemir
Biografie
Nacer Khemir wurde am 1. April 1948 im tunesischen Korba als einziger Sohn neben fünf Töchtern geboren. Begeistert von der
Zivilisation seines Landes, der andalusischen Vergangenheit seiner aus Córdoba stammenden Grossmutter und dem von ihr vermittelten poetischen Erbe wurde Khemir zuerst Erzähler. Nach verschiedenen Kurzfilmen entstand 1984 "Les baliseurs du désert", sein erster Langspielfilm, gefolgt von "Das verlorene Halsband der Taube" und "Bab'Aziz - le prince qui contemplait son âme". Khemir reist als Geschichtenerzähler im traditionellen Sinn durch die Länder und kehrt dazwischen nach Paris, wo er vorwiegend lebt, und nach Tunis zurück. Bei trigon-film ist ein reich illustrierter Band mit Khemirs Geschichten und einem Gespräch erschienen.
Druckversion
Filme von Nacer Khemir im Verleih
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Sheherazade (2011) |
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Bab'Aziz - Le prince qui contemplait son âme (2005) Eins werden mit sich selber
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Le collier perdu - Tawk al hamama al mafkoud (1991) Mit traumhaft schönen Bildern und im Erzählstil von 1001 Nacht beschwört der orientalische Märchenerzähler Nacer Khemir die Blütezeit der andalusisch-arabischen Hochkultur. An das weltberühmte mittelalterliche Buch "Das Halsband der Taube - von der Liebe und den Liebenden" erinnernd, schildert der Tunesier kontrastreiche Facetten der Liebe, für die allein die arabische Sprache sechzig Begriffe kennt. Dabei schafft die Geschichte von Hassan, der bei einem Meister Kalligraphie erlernt, den Rahmen für geschmeidig verknüpfte Episoden. Aus ihnen kristallisiert sich der magische Bann der Prinzessin von Samarkand heraus, deren Bild Hassan auf einer versengten Buchseite mit sich trägt. |
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Les baliseurs du désert - El Haimoune (1984) "Wanderer der Wüste" vom tunesischen Filmemacher Nacer Khemir spielt in einer vagen Gegenwart. Nacer Khemir führt uns bildlich gesprochen ins Leben der Wüste ein. Es ist ein Leben ausserhalb des gängigen Zeitbegriffs. Das Schiff, das da plötzlich vor den Mauern der Stadt liegt, könnte jenes von Sindbad dem Seefahrer sein. Es steht für das Meer, für die Suche nach der Weite, nach dem Anderen hinter dem Horizont. Das Schiff weist einerseits auf die andalusische Brücke: Cordoba ist da und Samarkand nie fern. Die Baliseurs, die Wüstenwanderer, sie ziehen einher, singen ihre andalusischen Lieder, summen vor sich hin, wie der Wind. |



