Yasujiro OZU

3 Filme im Verleih
Google+ Facebook Twitter Email

Biografie

Yasujiro Ozu

Nichts als das altchinesische Schriftzeichen «mu» hat er in seinen eigenen Grabstein eingravieren lassen. «mu» bedeutet das Nichts, die Leere. Mit 54 Spielfilmen im Verlauf von 35 Jahren hat Yasujiro Ozu den Ruf begründet, der japanischste unter den japanischen Regisseuren zu sein. Er drehte Alltagsfilme über den Mittelstand, drehte menschliche Stilleben. Das Thema Familie, das Ozus Filme prägt, ist universell, seine Sicht aufs Leben japanisch. Es ist eine Sicht, in der formale Strenge und Einfachheit im Umgang mit den Mitteln uns die Sinne öffnen. Natürlichkeit wird über Stilisierung erreicht.  Am 12. Dezember 1963 ist Yasujiro Ozu in Tokyo an Krebs gestorben. Er wurde auf den Tag genau sechzig Jahre alt. Ein Jahr zuvor hat ihn, während er mit den Dreharbeiten zu seinem letzten Film Samma no aji (Der Geschmack der Makrelen) beschäftigt war, die Mutter verlassen. Mit ihr hatte er seit dem Tod des Vaters im Jahr 1934 zusammengelebt. Kinder und Eltern sind sein Thema schlechthin.

Am 12. Dezember 1903 geboren, wuchs er in Tokyo auf und besuchte später die Schule in Matsusaka. Es heisst, dass Ozu, der gerne Bars aufsuchte, als Schüler wegen Alkoholkonsum aus dem Internat gefolgen sei. In einer der typischen Tokyoter Bars hat er auch immer seine Drehbücher geschrieben. Aus der Schule soll er sich davongeschlichen haben, um Filme anzuschauen: William Hart, Rex Ingram, Chaplin, Lloyd und King Vidor. Er arbeitete zunächst als Lehrer in einem Bergdorf und trat 1923 als Kamera-assistent in die Shochiku-Filmgesellschaft ein. Ihr blieb er sein Leben lang treu. Ozu wurde Regieassistent und 1927 Regisseur der Firma, für die er 51 seiner insgesamt 54 Filme drehte – zunächst Komödien, dann stille Sozial- und Familiendramen: Das Schwert der Reue (1927), Das Leben eines Büroangestellten (1929) Ich wurde geboren, aber… (1932), Eine Geschichte über Wasserpflanzen (1934), Eine Herberge in Tokyo (1935), Später Frühling (1949), Der Geschmack von grünem Tee über Reis (1952), Früher Frühling (1952). Die minimalistische Strenge Ozus hat auch jüngere Regisseure wie Wim Wenders und Aki Kaurismäki inspiriert. Tokyo monogatari (Die Reise nach Tokyo) wurde bei einer Umfrage der Zeitschrift Sight & Sound im Jahr 2012 von den Filmschaffenden aus aller Welt zum besten Film aller Zeiten erkoren. (wal.)

Von Yasujiro Ozu sind in der edition trigon-film bisher auf DVD erschienen: Ich wurde geboren, aber... (Stummfilm mit Musikbegleitung und einem Gespräch zur Stummfilmmusik), Später Frühling und Reise nach Tokyo. Letzterer ist soeben auch auf Blu-Ray herausgekommen mit einem Bonus-Film von Walter Ruggle zur Visualität von Ozu. Die Filme sind in japanischer Originalversion mit deutschen und französischen Untertiteln, die Blu-Ray enthält zudem italienische Untertitel.

Japan

Grössere Karte

Filmographie

FILMOGRAFIE selection: 1927 ZANGE NO
YAIBA · 1931 TŌKYŌ NO GASSHŌ · 1934
UKIGUSA MONOGATARI · 1935 TŌKYŌ
NO YADO · 1949 BANSHUN · 1957 TŌKYŌ
BOSHOKU · 1958 HIGANBANA · 1959
UKIGUSA · 1962 SANMA NO AJI

Filme von Yasujiro OZU im Verleih:

Tokyo monogatari - Tokyo Story (Flyer)

Tokyo monogatari - Tokyo Story (1953)

Ein Meisterwerk des japanischen Kinos und einer der schönsten Filme über familiäre Beziehungen überhaupt. Die Grosseltern Shukichi und Tomi Hirayama beschliessen, ihre erwachsenen Kinder und deren Familien in Tokyo zu besuchen. Weiter

Tokyo monogatari - Reise nach Tokyo DVD

Tokyo monogatari
CHF 26.00 / EUR 21.00

Jetzt kaufen!
Tokyo monogatari - Reise nach Tokyo Blu-ray

Tokyo monogatari
CHF 29.00 / EUR 24.00

Jetzt kaufen!

Im Kino:

  • Zug: 10. November
Banshun - Late Spring (Flyer)

Banshun - Late Spring (1949)

Die 27jährige Noriko lebt mit ihrem verwitweten Vater, einem Universitätsprofessor, in einem kleinen Haus im Norden Kamakuras. Er arbeitet an der Fertigstellung eines wissenschaftlichen Manuskripts, wobei ihm sein Assistent Hattori hilft. Weiter

Banshun - Später Frühling DVD

Banshun
CHF 26.00 / EUR 21.00

Jetzt kaufen!
I was born, but - Umarete wa mita keredo (Flyer)

I was born, but - Umarete wa mita keredo (1932)

Eine Stummfilmperle aus dem Japan der frühen Dreissiger Jahre und einer der schönsten Filme über die Kindheit in der Grossstadt. Der Angestellte Yoshii zieht mit seiner Frau und den beiden Söhnen Ryoichi und Keiji in einen Vorort von Tokyo. Weiter

Ich wurde geboren, aber - Umarete wa mita keredo DVD

Ich wurde geboren, aber
CHF 26.00 / EUR 21.00

Jetzt kaufen!