The Death and Life of Otto Bloom (Flyer)

The Death and Life of Otto Bloom

Cris JonesAustralien – 2016

Wer ist Otto Bloom? Der junge Mann erlebt die Zeit rückwärts und weiss, was passieren wird, doch er vergisst es, sobald es geschehen ist. Bald steht er im Rampenlicht von Forschung und Öffentlichkeit. Der Film von Cris Jones lädt uns mit seiner schönen Liebesgeschichte ein auf eine exquisite Zeit-reise, lässt uns über unsere Wahrnehmung von Zeit und die Ungewissheit der Liebe sinnieren. Ein unterhaltsames wie anregendes Seherlebnis.Er hat einen Allerweltsnamen, alles andere als auffällig. Weiter

Innocence of Memories - Orhan Pamuk's Museum and Istanbul (Flyer)

Innocence of Memories - Orhan Pamuk's Museum and Istanbul

Grant GeeTürkei – 2015

Eine filmische Lektüre des Romans «Das Museum der Unschuld» legt Grant Gee vor, in deren Verlauf er eintaucht ins Werk des Nobelpreisträgers Orhan Pamuk, sein real existierendes Museum und die Nächte am Bosporus. Eine schöne Seherfahrung.In seinem grossartigen Roman «Das Museum der Unschuld» erzählt der türkische Nobelpreisträger Orhan Pamuk von einer leidenschaftlichen und unglücklichen Liebe im Istanbul der 1970er Jahre. Weiter

Umoregi - La forêt oubliée (Flyer)

Umoregi - La forêt oubliée

Kohei OGURIJapan – 2005

Ein visuelles Gedicht, das an die Bilderwelten eines Hopper erinnert und uns einlädt, alles zu vergessen und einzutauchen in die tieferen Schichten der Bilder. In einer kleinen Stadt nahe der Berge besucht Machi die Mittelschule. Sie steckt in einem Alter, in dem das Leben noch eine klarere Richtung erfahren wird. Mit ihren Freundinnen sitzt sie zusammen, um spielerisch in Geschichten einzutauchen, die sie sich erzählen. Wirklichkeit und Geschichten beginnen sich zu durchdringen, die Grenzen lösen sich auf, und Kohei Oguri lädt uns ein, in seine eigenwillige Bilderwelt einzusteigen. Weiter

Les Artistes du théâtre brûlé (Flyer)

Les Artistes du théâtre brûlé

Rithy PanhKambodscha – 2005

Rithy Panh ist so etwas wie das gute künstlerische Gewissen Kambodschas, eines Landes, das unter langen Kriegs- und Terrorjahren unfassbar gelitten hat. Die Kultur wurde zerstört, während KünstlerInnen leben. In einem wunderbaren Film über ein abgebranntes Theater und Menschen, die den Glauben an die Kunst nicht aufgeben, die sich für die Würde einsetzen, zeigt er uns Wesentliches. "Das abgebrannte Theater von Phnom Penh ist Symbol für die Situation in Kambodscha, wie auch in anderen Ländern in Asien. Weiter

Las aventuras de Dios (Flyer)

Las aventuras de Dios

Geträumtes Leben Das Kino ist die Kunst der Erinnerung. Und Eliseo Subiela ist einer der begabtesten Erinnerungskünstler der Filmkunst. In "Las aventuras de Dios" lässt er uns zwischen Realitäten geradezu schweben. Ein Mann taucht aus dem Meer auf und findet sich in einem verlassen wirkenden, geradezu surrealen Hotelpalast aus den dreissiger Jahren wieder. Dort stösst er auf eine Reihe von Figuren, die ihn an Momente des Lebens erinnern, an die menschliche Existenz und ihre Ingredienzen. Weiter

Borges - Los libros y la noche (Flyer)

Borges - Los libros y la noche

Um den hundertsten Geburtstag von Jorge Luis Borges zu feiern, hat Tristán Bauer einen ausgesprochen anregenden Filmessay gestaltet: Gekonnt, respektvoll und poetisch vermischt er Archivdokumente, Gespräche und Fotos zum Leben des Schriftstellers, die Borges' politische Haltung, seine Probleme mit dem Perón Regime und seine internationalen Erfolge widerspiegeln. Weiter

Vacances au pays (Flyer)

Vacances au pays

"Vacances au pays" ist eine tagebuchartig gestaltete Reise, auf der sich der Filmemacher Jean-Marie Teno nach Jahren der Abwesenheit zurück in seine Heimat Kamerun begibt, auf die Suche nach dem Fantasma der Modernität, von dem sein Volk besessen ist. Mit spitzer Zunge, Ironie und einer gewissen Traurigkeit auch hinterfragt Teno den Entwicklungsbegriff, der in Afrika mit einer "tropischen Modernität" in Verbindung gebracht wird. Weiter

La nube (Flyer)

La nube

Das Theater in der alten Werfthalle am Stadtrand war einmal eine revolutionäre Kulturinstitution, sein charismatischer Leiter ein mephistopheleischer Komödiant, der grosse Vor- und Querdenker seiner wilden Generation. Aber heute wirken auch in Buenos Aires die Kulturfunktionäre, während draussen in der vom Abbruch bedrohten Spielstätte die eingeschworene Truppe gegen Publikumsschwund, Stromausfälle und Geldmangel kämpft. Weiter

Un soir après la guerre (Flyer)

Un soir après la guerre

Rithy PanhKambodscha – 1998

Kambodscha ist während Jahren in den Schlagzeilen unserer Medien aufgetaucht: Krieg zunächst, Vernichtungslager später und das Terrorregime einer Guerillaorganisation. In letzter Zeit ist es ruhiger geworden im Nachbarland zu Vietnam. Seit 1993 entwickelt sich zaghaft eine Demokratie. Die Rote Khmer unter Pol Pot hat aufgegeben, der Führer ist tot. Vor dem Hintergrund des endlich erlangten Friedens siedelt der kambodschanische Regisseur Rithy Panh («Les gens de la rizière») seinen zweiten Spielfilm an. Weiter

After Life - Wandafuru Raifu (Flyer)

After Life - Wandafuru Raifu

Gleich nach dem Himmelstor, an dem wöchentlich einmal die frisch Verstorbenen eintreffen, erwartet die Neuankömmlinge eine Überraschung. Jede Seele wird im Verlauf eines Gesprächs gebeten, aus ihrem irdischen Dasein eine Erinnerung auszuwählen, und zwar jene, die ihr besonders lieb und wertvoll erscheint und die sie als ewige Identität behalten und mit ins Jenseits nehmen möchte. Jede Gruppe verbringt nun eine Woche in dem Übergangsbereich damit, den entscheidenden Augenblick im Leben zu bestimmen. Weiter

L'éternité et un jour - Mia aioniotita kai mia mera (Flyer)

L'éternité et un jour - Mia aioniotita kai mia mera

Zum ersten Mal seit «Die Tage von 36» (1973) scheint in einem Spielfilm des Griechen Theo Angelopoulos wieder die Sonne. Sie erinnert in «Die Ewigkeit und ein Tag» umso intensiver an die Zeit des Glücks, die Jahre zurückliegt. Alexander nimmt Abschied. Der von Bruno Ganz über verschiedene Zeiten hinweg so gegenwärtig verkörperte Poet aus Saloniki hat noch einen Tag in dieser Welt vor sich. Und die Ewigkeit - wo auch immer. Angesichts des Todes wird dem Schriftsteller das Unvollendete an der menschlichen Existenz so richtig bewusst. Weiter

Goodbye South, Goodbye - Nanguo zaijian, nanguo (Flyer)

Goodbye South, Goodbye - Nanguo zaijian, nanguo

Hsiao-hsien HouTaiwan – 1996

Wie soll einer die Gegenwart filmen? Mit seinem zwölften Spielfilm «Haonan haonu» (Gute Männer, gute Frauen) hatte Hou Hsiao-Hsien nach «Stadt der Trauer» und «Der Puppenspieler» seine historische Trilogie abgeschlossen, die der 1947 in Meixan auf dem chinesischen Festland geborene Filmemacher über China gestaltet hat. Schon damals war er in der Gegenwart angelangt, aus der heraus er dann seinen Film «Goodbye South, Goodbye» gestaltete. Im Sinn von Direktheit, die für den Meister nicht nur des taiwanesischen Kinos eine treibende Kraft darstellt. Weiter

Despabílate amor (Flyer)

Despabílate amor

Das Kino ist die Kunst der Erinnerung. Filme, sagt die karibische Traumfrau in Eliseo Subielas nostalgieverliebter Komödie "Despabilate amor" (Wach auf, Geliebter!), Filme sind immer alt: "Sie halten etwas fest, was gewesen ist. Neu ist nur das Leben." Recht hat sie, aber die Grenzen sind fliessend. Treu bleibt sich Eliseo Subiela. Weiter

Im Kino

  • Zürich: ab 27. Januar
Maboroshi no hikari (Flyer)

Maboroshi no hikari

Yumiko, eine 25-jährige Frau aus Osaka, heiratet mit Ikuo jenen Mann, den sie als Reinkarnation ihrer Grossmutter wahrnimmt. Sie war gerade zwölf Jahre alt, als diese sich zum Sterben an den Ort ihrer Kindheit aufmachte, und Yumiko sie nicht aufhalten konnte. Zusammen mit Ikuo hat sie einen Sohn, der gerade drei Monate alt ist, als gemeldet wird, dass der Vater sich unter einen Vorortszug gestürzt hätte. Zurück bleibt ein Schuh und das Glöcklein, das die Frau ihrem Geliebten als Schlüsselanhänger geschenkt hatte. Weiter

No te mueras sin decirme adónde vas (Flyer)

No te mueras sin decirme adónde vas

Der Filmtitel ist ebenso umständlich wie wunderbar melodiös. "No te mueras sin decirme adónde vas". Das heisst übersetzt: Stirb nicht, ohne mir zu sagen, wohin du gehst. Die Dialogzeile stammt aus dem Schlussteil von Eliseo Subielas Werk, und sie bringt ein menschliches Verlangen zum Ausdruck: Die Geliebte will wissen, wohin sich der Geliebte nach dem Sterben begibt. Das nächste Mal, sagt Rachel (Mariana Arias), sagst du´s mir. Sie war eben noch aus dem Jenseits kommend in der Gedankenwelt von Leopoldo (Dario Grandinetti) aufgetaucht. Weiter

  • No te mueras sin decirme adónde vas - Stirb nicht, ohne mir zu sagen, wohin du gehst DVD
    DVD No te mueras sin decirme adónde...
    CHF 21.00 / EUR 19.00

Im Kino

  • Fällanden: 8. Juni
  • Zürich: ab 25. Januar
Super Citizen Ko - Chaoji da guomin (Flyer)

Super Citizen Ko - Chaoji da guomin

Jen WanTaiwan – 1995

Der Film schildert die Lage eines politischen Häftlings zwischen Schuldgefühlen und Vergangenheitsbewältigung. In Rückblenden wird das Leben des Regimekritikers Ko erzählt, der nach 15 Jahren Gefängnis nun durch Taiwan reist um das Grab seines hingerichteten Weggefährten zu finden. Dabei trifft er Mitstreiter und Peiniger. Die Nebengeschichte um seinen Schwiegersohn, der in Schwierigkeiten wegen seines politischen Engagements kommt, zeigt dabei eindrucksvoll das explosive Potential im modernen Taiwan. Weiter

Shamt al kushur - Les silences du palais (Flyer)

Shamt al kushur - Les silences du palais

Französisch spricht sie, die herrschende Klasse in Tunesien. "Rück zur Seite, du bist auf dem Bild", sagt der Fotograf zu Alia, der Bedienstetentochter im Spielfilm "Les silences du palais" von Moufida Tlatli. Das Mädchen hat auf dem Familienbild des Prinzenclans nichts verloren, obwohl sein Vater vermutlich auch der Prinz ist. Aber darüber wird nicht gesprochen. Das Schweigen des Palastes ist die Metapher für das Schweigen einer ganzen Welt. Weiter

Quiéreme y verás (Flyer)

Quiéreme y verás

Mag sein, dass in Kuba das Geld für einen ausgewachsenen Spielfilm 1994 gefehlt hat, aber Einstünder vom Kaliber dieses Filmes, der allein oder zusammen mit «Madagascar» von Fernando Pérez ein mehr als ausgewachsenes Programm bildet, wägen das Manko spielend auf. Da planen also drei kleine Ganoven in Havanna den Banküberfall des Jahrhunderts. Die «Bank of America», vor deren gigantischem Portal einem das kalte Schaudern kommen kann, wollen sie sich vornehmen, um ein für alle Mal saniert zu sein. Weiter

Et la vie continue - Zendegi edamé dârad (Flyer)

Et la vie continue - Zendegi edamé dârad

Abbas KiarostamiIran – 1992

Zusammen mit seinem kleinen Sohn macht sich ein Vater zu einer einzigartigen Suche auf: Mit dem Auto dringen sie durch das albtraumhafte Chaos der Erdbebenkatastrophe von 1990. Im Zentrum der Zerstörung, die über 50'000 Tote gefordert hat, in der unübersichtlichen Berglandschaft Irans will der Vater erfahren, ob die beiden Kinder, die in Kiarostamis Film "Wo ist das Haus des Freundes" die Hauptrolle gespielt haben, noch leben. Ganze Dörfer liegen in Schutt und Asche. Weiter

L'homme sur les quais (Flyer)

L'homme sur les quais

Raoul PeckHaiti – 1990

Der haitianische Filmemacher Raoul Peck lässt seine weibliche Hauptfigur in die Kindheit in den 60er Jahren zurückblicken, um die Gegenwart begreifbarer zu machen. Haiti dominiert gelegentlich die Schlagzeilen, wenn Diktatoren die Karibikinsel beherrschen. Das war schon anfangs der 60er Jahre so, als das Duvalier-Regime den Menschen den Alltag zur Tortur machte. Raoul Peck, aufgewachsen in jenen Jahren auf Haiti, blickt in seinem Spielfilm "L'homme sur les quais" zurück und schildert aus der Perspektive eines Mädchens das Leben unter dem Militärregime. Weiter

Sur (Flyer)

Sur

1987/88, nach seiner Rückkehr aus dem Exil, hat Fernando Solanas den Spielfilm "Sur" realisiert. Ein Schlüsselwerk des jüngeren politischen Kinos genausosehr wie ein melancholischer Liebesfilm. 1976 übernahmen die Generäle in Argentinien die Macht; 1983 endete ihre Herrschaft. Die 6 Millionen Dollar anfänglicher Auslandschulden haben sie in dieser Zeit auf 45 000 Millionen Dollar anwachsen lassen. Ihre Kritiker und Gegner im Land haben sie terrorisiert, gefangengenommen, gefoltert, umgebracht. Weiter

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