Die Ankündigung des Papstbesuchs bewegt die EinwohnerInnen von Melo ganz besonders: der Papst wird nämlich seine Uruguay-Tournee in ihrer kleinen Stadt beginnen. Mehr als 50‘000 Personen werden erwartet. Die Bescheidensten unter diesen EinwohnerInnen denken, dass dieser Besuch wunderbar sein wird: für ihre Seele und für ihr Portemonnaie. Alle haben nur noch eine Idee im Kopf: der Menge, die zusammen kommt, um den Papst zu empfangen, Sandwichs und Getränke zu verkaufen.

Beto, ein kleiner Schmuggler, der von seinen Touren mit dem Velo an die brasilianische Grenze und zurück, lebt, entscheidet sich altklug, vor seinem Haus ein Klo zu bauen, weil er davon ausgeht, dass der eine oder die andere der 50'000 auch mal muss. Mit dem eingenommenen Geld will er sich dann ein Motorrad kaufen, während seine Tochter davon träumt, in der Hauptstadt zu studieren. Schliesslich kommt der Papst. Eine wunderbare kleine Geschichte über Träume, die in einer globalisierten Welt von Medien gemacht und geschürt werden, über eine Realität, die mit dem, was uns die Medien von ihr zeigen, wenig bis nichts zu tun hat. Berührend, humorvoll und sanft in einem.

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Originaltitel El baño del Papa
Deutscher Titel Ein Klo für den Papst
Französischer Titel Les toilettes du Pape
Andere Titel El baño del Papa
RegisseurIn Enrique Fernández & César Charlone
Land Uruguay
Kinoformate 35mm, DVD
Drehbuch Enrique Fernandez
Montage Gustavo Giani
Musik Luciano Supervieille, Gabriel Casacuberta; Camino de los qui
Kamera Cesar Charlone
Ton Daniel Marquez
Ausstattung Ines Olmedo
Kostüme Alejandra Rosasco
Produktion Laroux Cine, Montevideo
Länge 98 Min.
Sprache Spanisch/d/f
SchauspielerInnen
Cesar Troncoso Beto
Virginia Méndez Carmen
Virginia Ruiz Sylvia
Mario Silva Valvulina
Henry de León Nacente
José Arce Tica
Nelson Lence Meleyo
Rosario Dos Santos Teresa
Alex Silva Gordo Luna
Baltasar Burgos Capitán Álvarez
Carlos Lerena Soldat
Auszeichnungen

Un certain regard, Cannes 2007
Grand Prix Cine en Construcción, Toulouse
Preis der Jury, Rio Filmfestival
Publikumspreis, Darstellerpreis und
Preis der Kritik, Gramado Film Festival

Nominated from Uruguay for the Oscars 2008

«La force du témoignage social et politique se conjugue ici avec une efficace satire.»

Le monde



Der tatsächlich stattgefundene Papstbesuch von Johannes Paul II in Uruguay hat die Regisseure zu einer hinreissenden Tragikomödie inspiriert, die durch überraschend schöne Kameraeinstellungen besticht.

Bettina Tuor, SF Kinotipp - Bester Film der Woche



«Die beiden Regisseure beschreiben mit Finesse und authentischen Bildern den Alltag in der lateinamerikanischen

Kleinstadt. Sie folgen den Figuren mit ihrer Schulterkamera und vermitteln einen melancholisch-liebenden Blick. Dadurch wirken die Geschichten aus dem Alltag heraus sehr menschlich und glaubwürdig. Gleichzeitig reflektiert der Film über die Macht der Fernsehbilder, die in der Geschichte weit grösser sind als jene der Kirche. So ist diese stille Komödie mehr als nur ein kritischer Blick auf das «Grossereignis Papstbesuch». Die Regisseure präsentieren neben dem Sehvergnügen auch eine überzeugende 'filmische Option für die Armen'».

Charles Martig, Filmtipp Mediendienst



«Erzählt mit einem grossen Augenzwinkern und Liebe zum Detail und dem Alltag Uruguays vermitteln die Regisseure Enrique Fernandez und César Charlone aber auch, dass man selbst beim Scheitern Humor, Optimismus und den Glauben an die eigenen Träume nicht verlieren soll. So ist der Film eine zu Herzen gehende Geschichte, die als visuelles Extra mit eindrücklichen Aufnahmen von der Landschaft Uruguays aufwartet.»

Stephan Sigg, Nahaufnahmen



«Berührend, humorvoll und sanft in einem.»

Cineman



« Nous avons fait un plan de tournage très précis et avons beaucoup répété avant de tourner, raconte Enrique Fernández. Nous avons eu de longues discussions à propos des personnages, des situations, des enjeux du film, et de la manière de les rendre à l’écran. Le tournage a été facile et agréable. Sur le plateau, nous sommes restés très proches pour la direction des acteurs. César prenait soin de tout ce qui était lié à l’aspect visuel, pendant que je m’assurais que nous restions fidèles à notre scénario. »



An alternatingly touching, humorous and poignant story of human dignity and solidarity from director-scriptwriters Enrique Fernández and noted cinematographer César Charlone (Oscar-nominated "City of God"), co-produced by Oscar-nominee Fernando Meirelles (“City of God", “The Constant Gardener”).





DIRECTORS' STATEMENT



"Like anywhere else on earth, some day, the culture and traditions in Melo will no longer exist. They´ll change or disappear. We wanted to tell their stories before the inevitable happens."



|Enrique Fernández and César Charlone|





TÉLÉRAMA



«Heute entdeckt man in Südamerika den Humanismus des grossen italienischen Kinos wieder. Die Art, wie sich die beiden Regieneulinge Enrique Fernandez und César Charlone dem Leben der kleinen Leute als den ewigen Opfern des Schicksals zu widmen, ist von herzergreifender Zärtlichkeit. Cesar Troncoso erinnert in der Rolle des begeisterten Beto erinnert an Ugo Tognazzi und Nino Manfredi, die beide ihre Melancholie in grosser Lenesfreude bargen.»

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