Pressestimmen zu Goddess of 1967, The
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Bildstarke Frauengeschichte
Mit "Automn Moon" hatte Clara Law anfangs der 90er Jahre auch bei uns von sich reden gemacht. Der Film war die erfrischend lakonische Betrachtung der Begegnung zweier Kulturen im Grossstadtdekor von Hongkong. Inzwischen hat sich die Chinesin in Australien niedergelassen und wagt sich in ihrem jüngsten Film "The Goddess of 1967" rein äusserlich auf eine Reise quer durch den Kontinent, auf einen Trip, der gleichzeitig eine Reise ins Innere seiner Hauptfigur, einer jungen Frau ist. Deren Blind-heit mag für die dunklen Seiten des Daseins stehen, die Clara Law mit einem überwältigenden Willen zur visuellen Ausdrucksweise beschreibt.
Es sind Bilder, wie man sie kaum je gesehen hat, die ihren Film auszeichnen, verfremdete Bilder, die sich gegen falsche Ausgewogenheiten sperren und eine eigenwillige Erzählweise suchen. Law setzt den coolen Japaner und die zärtliche Australierin in irre Landschaften hinein, die wie Spiegelungen der Gegenwart wirken. Kameramann Dion Beebe hat auf der einen Seite die Modernität Japans in klaren Strichen erfasst und auf der anderen Seite der Archaik der australischen Outbacks ungeahnte Tiefendimensionen verliehen. Wir tauchen ein in die andere Seite der Welt, in die Kehrseite des Lebens so zu sagen. Clara Law geleitet uns mit einem Soundtrack, der das ganze Spektrum der Musik mit einzubeziehen versteht, und ihrer Vision des Lebens und des Liebens durchs Unterbewusstsein einer jungen Frau.
Zu den Wagnissen ihres Bildertrips gehört auch der radikale Einbezug jenes Kultautos, um das über Jahrzehnte hinweg designbewusste Mitmenschen nicht herumkommen wollten und konnten. Law spielt mit dem Objekt der Begierden, und sie führt uns über die Déesse (oder Goddess) hin zu anderen Göttern und Göttinnen, an die Mann oder Frau sich halten mögen oder von denen sie ablassen. Ihr Spiel mit den Farben, mit der Landschaft, mit Objekten und Figuren setzt im Kino einen eigenen Akzent. Diese Bildkraft wird man so schnell nicht wieder vergessen.
Walter Ruggle
International Herald Tribrune (Roderick Conway Morris):
"Outstandingly original in both conception and realisation … The direction and acting are excellent, and Byrne’s mesmerising performance as B.G. brilliantly …"
Variety (Deborah Young):
"Utterly postmodern in its story and style, THE GODDESS OF 1967 is a sophisticated picture…"
Hollywood Reporter (Richard James Havis):
"A bold narrative experiment supported by some striking and surreal photography, "The Goddess of 1967" sees Hong Kong's Clara Law allowing her imagination to have free reign in the Australian outback."
copyright text und bild: trigon-film
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