Hana Yori mo Naho

Hirokazu KORE-EDA
Japan, 2006
Es war einmal im Jahre 1702...

Ein junger Samurai namens Aoki Sozaemon (Okada Junichi) hat seinen provinziellen Heimatort verlassen und lebt nun in Edo (dem heutigen Tokyo), um den Mann zu suchen, der seinen Vater getötet hat: Kanazawa Jubei (Asano Tadanobu).

Er wohnt in einem heruntergekommenen Mietshaus in einem armen Quartier der Stadt Edo. Seine Nachbarn in den sogenannten Reihenhäusern sind nette Leute, die nicht mal davon zu träumen wagen, dem sie umgebenden Elend zu entkommen. Sozaemon, der kleinstädterische Samurai, freundet sich mit unterschiedlichen Charakteren an, wie zum Beispiel einem Säufer, einem erfolglosen, unwichtigen Möchtegern-Beamten, einem Lumpenhändler, einem lebhaften Mädchen, einem Doktor und einem Schreiber. Mit der Zeit entwickelt sich eine Liebesgeschichte zwischen Sozaemon und der schönen Witwe Osae (Miyazawa Rie).

Seine Aufgabe, den Feind seines Vaters zu suchen und sich an ihm zu rächen, hat er zwar nie vergessen; Osae und ihr Sohn vermitteln ihm jedoch ein Gefühl der Wärme und lassen ihn an seiner Pflicht des Racheakts zweifeln. Der Rache einfach davonzulaufen, könnte allerdings seiner Familie schaden: Einerseits bekäme er dadurch keine Belohnung; andererseits wäre es ein Akt der Feigheit, als Samurai eine Rache nicht erfolgreich durchzuführen, und würde Schande über den ganzen Familiennamen bringen.

Sozaemon kann sich nicht entscheiden, ob er die Rache ausüben soll, lebt sein Alltagsleben weiter und bringt den Nachbarkindern Mathematik, Lesen und Schreiben bei. Er fragt sich, ob er sein Leben je geniessen könne, ohne, dass das Gespenst der Rache und des Schwertkampfes ihn andauernd verfolgt.

Als Sozaemon und seine Freunde mit der Zeit jedoch entdecken, dass ein bedeutungsvolles Leben schöner und reicher ist, als der sinnlose Tod als Krieger, beginnen sie, den Aufzug ihres Lebens zu planen...