trigon-film logo

Comment j'ai fê...

Inhalt
Pressestimmen
Bildergalerie
Materialien Credits

Comment j'ai fêté la fin du monde

Das junge rumänische Kino begeistert die Filmwelt

Das rumänische Kino gehört gegenwärtig zum aufregendsten in Europa. Das konnte man auch am Festival von Cannes sehen. Dort wurde 2006 der poetisch sanfte Spielfilm "Comment j'ai fêté la fin du monde" (Cum mi-am petrecut sfârsiful lumil - How I spent the end of the world) von Catalin Mitulescu mit dem Darstellerinnenpreis "Un certain regard" ausgezeichnet. Die grossartige Dorotheea Petre verkörpert im Film die junge Eva um die Zeit herum, in der der Eiserne Vorhang in Stücke zerfiel. Erfrischend, melancholisch und heiter ist dieser Blick auf ein Land, das sich aus der fortschreitenden globalen
Zeitreise davongestohlen hatte. Das Wohltuende an diesem Abgesang auf eine serbelnde Epoche und ihre Politik: Die Menschen hatten eine Lebenslust, die ihnen Kraft gab - und Träume.

Eva lebt 1989, als der Eiserne Vorhang in Stücke zerfiel, mit ihren Eltern und dem siebenjährigen Bruder Lalalilu in einem Quartier von Bukarest. Sie ist Gymnasiastin und eine attraktive junge Frau. Als sie mit ihrem Freund Alex eine Ceasescubüste zu Brüchen bringt, wird sie in eine Umerziehungsanstalt geschickt und lernt den Dissidentensohn Andrej kennen. Gemeinsam planen sie die Flucht, während Brüderchen Lalalilu einen Anschlag auf den Staatschef im Sinn hat. Erfrischend, melancholisch und heiter.

Wie bringt man Geschichte ins Kino, ohne einen Historienfilm zu machen, der niemanden interessiert? Ein guter Ansatz ist sicher der, bei den Menschen zu bleiben und in ihrem Alltag. Denn letztlich wird nur dort sichtbar, was historische Ereignisse kennzeichnet oder warum es dazu kommen konnte, kommen musste. In Osteuropa zum Beispiel, am Ende der 80er Jahre im 20. Jahrhundert, ganz speziell in Rumänien, das sich aus der fortschreitenden globalen Zeitreise irgendwann davongestohlen hatte.

In seinem ersten Spielfilm greift der Rumäne Catalin Mitulescu auf eigene Erfahrungen zurück und gestaltet aus diesen ein wunderbar stimmiges Zeitbild. Etwas Altes läuft aus, etwas Neues ist noch nicht da, aber die Menschen, sie leben, sie lieben, sie träumen. Der Filmemacher hütet sich davor, die bekannten Bilder zu wiederholen oder das zu zeigen, was wir aus den Nachrichtensendungen in Erinnerung haben mögen. Im Gegenteil: Er blickt dahinter und setzt ein Stück Alltag um eine Schülerin und ihren Bruder liebevoll in Szene. So wird die noch junge Vergangenheit gegenwärtig, lebendig in kleinsten Details, die den Alltag prägten, Liedern, die gesungen wurden, Mechanismen, die die Gesellschaft auf die Dauer lähmten. Das Wohltuende an diesem Abgesang auf eine serbelnde Epoche und ihre Politik: Die Menschen hatten eine Lebenslust, die ihnen Kraft gab - und Träume.

Walter Ruggle


Ausgezeichnet in Cannes 2006, jetzt im Kino: Der erste Film des jungen rumänischen Filmwunders.

Druckversion

Shop-Artikel zum Film

Comment j'ai fêté la fin du monde - Wie ich das Ende der Welt verbrachte DVD Comment j'ai fêté la fin du monde - Wie ich das Ende der Welt verbrachte
Eine wunderbar einfühlsame Kindheitsschilderung aus Rumänien zur Zeit des Umbruchs
CHF 34 / € 22
Comment j'ai fêté la fin du monde Filmplakate Comment j'ai fêté la fin du monde
CHF 12 / € 8

Comment j'ai fêté la fin du monde image 1
Comment j'ai fêté la fin du monde image 2
Comment j'ai fêté la fin du monde image 3
Comment j'ai fêté la fin du monde image 4
Comment j'ai fêté la fin du monde image 5
Weitere Bilder / Download
copyright text und bild: trigon-film