Comment j'ai fêté la fin du monde

Film

Comment j'ai fêté la fin du monde

Die grossartige Dorotheea Petre verkörpert im Film die junge Eva um die Zeit herum, in der der Eiserne Vorhang in Stücke zerfiel. Erfrischend, melancholisch und heiter ist dieser Blick auf ein Land, das sich aus der fortschreitenden globalen Zeitreise davongestohlen hatte.

Eva lebt 1989, als der Eiserne Vorhang in Stücke zerfiel, mit ihren Eltern und dem siebenjährigen Bruder Lalalilu in einem Quartier von Bukarest. Sie ist Gymnasiastin und eine attraktive junge Frau. Als sie mit ihrem Freund Alex eine Ceasescubüste zu Brüchen bringt, wird sie in eine Umerziehungs-
anstalt geschickt und lernt den Dissidentensohn Andrej kennen. Gemeinsam planen sie die Flucht, während Brüderchen Lalalilu einen Anschlag auf den Staatschef im Sinn hat.

Wie bringt man Geschichte ins Kino, ohne einen Historienfilm zu machen, der niemanden interessiert? Ein guter Ansatz ist sicher der, bei den Menschen zu bleiben und in ihrem Alltag. Denn letztlich wird nur dort sichtbar, was historische Ereignisse kennzeichnet oder warum es dazu kommen konnte, kommen musste. In Osteuropa zum Beispiel, am Ende der 80er Jahre im 20. Jahrhundert.

In seinem ersten Spielfilm greift der Rumäne Catalin Mitulescu auf eigene Erfahrungen zurück und gestaltet aus diesen ein wunderbar stimmiges Zeitbild. Etwas Altes läuft aus, etwas Neues ist noch nicht da, aber die Menschen, sie leben, sie lieben, sie träumen. Der Filmemacher hütet sich davor, die bekannten Bilder zu wiederholen oder das zu zeigen, was wir aus den Nachrichtensendungen in Erinnerung haben mögen. Im Gegenteil: Er blickt dahinter und setzt ein Stück Alltag um eine Schülerin und ihren Bruder liebevoll in Szene. So wird die noch junge Vergangenheit gegenwärtig, lebendig in kleinsten Details, die den Alltag prägten, Liedern, die gesungen wurden, Mechanismen, die die Gesellschaft auf die Dauer lähmten. Das Wohltuende an diesem Abgesang auf eine serbelnde Epoche und ihre Politik: Die Menschen hatten eine Lebenslust, die ihnen Kraft gab - und Träume.

Walter Ruggle


Ausgezeichnet in Cannes 2006, jetzt im Kino: Der erste Film des jungen rumänischen Filmwunders.

Originaltitel Comment j'ai fêté la fin du monde
Deutscher Titel Wie ich das Ende der Welt verbrachte - How I spent
Französischer Titel Comment j'ai fêté la fin du monde
Andere Titel
RegisseurIn Catalin Mitulescu
Land Rumänien
Kinoformate 35mm, DVD
Drehbuch Andreea Valean, Catalin Mitulescu
Montage Cristina Ionescu
Musik Alexander Balanescu
Kamera Marius Panduru
Ton Stéphane Thiébaut
Ausstattung Daniel Raduta
Produktion Strada Film, Les Films Pelléas, Martin Scorsese, Wim Wenders
Länge 106 Min.
Sprache Rumänisch/d/f
SchauspielerInnen
Dorotheea Petre Eva
Timotei Duma Lalalilu
Marius Stan Tarzan
Marian Stoica Silvica
Auszeichnungen

Festival de Cannes 2006 Prix meilleure actrice, Un Certain Regard

Berlinale 2007 - Generation Competition

National Nomination for the Oscars 2007

Publikumspreis am Internationalen Filmfestival Innsbruck 2007

«Ein bewegender Film, der einen historischen Moment festhält, wie er im Herzen den Menschen erlebt wird.»
Le Parisien

«Der während der letzten Tage der Ceausescu-Herrschaft spielende Film behandelt ähnlich wie Goodbye Lenin die Epoche des sozialistischen Einheitsstaats weder als reine Furchtbarkeit noch ausschliesslich als amüsante Nostalgietour.»
Hilke Gerdes, Perlentaucher

Die Figuren begegnen der schweren Zeit mit Humor und Ironie – was dem Film eine leichtfüssige, heitere Note verleiht.
Andrea Lüthi, Independent pictures

«Munter, in warmen Farben, nostalgisch, aber auch voller Humor erzählt 'Comment j'ai fêté la fin du monde' von mutigen, liebenden, lebendigen Menschen.»
Berner Zeitung 

«Evocation malicieuse de la Roumanie de Ceausescu, avec de jeunes acteurs inspirés et une très grande comédienne.»
Les Inrockuptibles

«Liebevoll setzt er ein Stück Alltag um eine Schülerin und ihren Bruder in Szene.»
Saiten Magazin, St. Gallen

«Die Geschichte der jungen Eva spielt im Jahr 1989 in Bukarest, kurz bevor der rumänische Diktator Ceausescu gestürzt wird. Catalin Mitulescu gelingt es in seinem Erstlingsfilm, das Alltagsleben jener Zeit mit all seinen Problemen, Gefühlen und Träumen noch einmal erlebbar zu machen.»
Adrian Wettstein, Nahaufnahmen

Les derniers mois du dictateur «Cela fait quinze ans maintenant que Ceausescu est mort. A présent, nous avons la démocratie, nous sommes libres de voyager partout dans le monde, mais nous portons encore en nous le souvenir et l'héritage de cette période. En voyant les événements se dérouler à travers le regard d'une jeune fille de 17 ans et de son frère de 7 ans, Comment j'ai fêté la fin du monde reflète ce mélange de tristesse et de joie, de réalité et de fantasmes que j'associe à cette époque-là. Ce film est une tragi-comédie avec des touches d'absurde et de sublime. Il exprime l'émotion de cette période de la Roumanie et donne une idée de ce que nous gardons en nous, ma génération et moi-même, dans ce nouveau monde où nous sommes entrés. Le film est aussi un hommage, non seulement à ceux qui ont eu le courage de s'élever contre la dictature, mais aussi à ceux qui, comme nos parents, ont souffert en silence, de peur qu'il n'arrive quelque chose à ceux qu'ils aimaient. Bien que l'histoire se déroule en 1989, j'ai décidé de créer l'impression d'un endroit figé dans le temps. Mon objectif était de peindre un univers avec une charge historique et émotionnelle intense, mais qui convienne à l'histoire et aux personnages. Dans ce monde, froid comme il l'était, ce sont les personnages qui portent le souffle vital, l'énergie et la joie de vivre. Je ne voulais pas que le film soit une simple fresque d'une époque révolue. Les personnages sont là pour faire progresser l'histoire par leurs désirs, leurs rêves et leur énergie.»
Catalin Mitulescu

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