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Flower Island - Ilha das floresJorge Furtado Brasilien 1989
Im Kurzfilm "Ilha das flores" (Blumeninsel) lässt uns der Brasilianer Jorge Furtado lachen, bevor uns das Lachen im Hals stecken bleibt. Drei Sätze bilden den Einstieg in den Kurzfilm "Ilha das flores" (Blumeninsel). Da heisst es zunächst im Vorspann: "Das ist kein Spielfilm". Dann, nicht minder sachlich: "Es gibt einen Ort namens Blumeninsel." Und als ob der Sachlichkeit noch nicht genug wäre, mit einem zusätzlichen Schuss Dimension: "Es gibt keinen Gott." Klar: Bei so viel Sachlichkeit ist vom ersten Moment an Ironie mit im Spiel. "Blumeninsel" spielt mit einem Alltagston, der uns rasch einmal schmunzeln lässt, denn da werden Nahrungsmittel, Menschen, Körperteile, Tiere und geographische Angaben heruntergeleiert wies im Buche steht. Das klingt dann etwa so: "Die Japaner unterscheiden sich von den anderen Menschen durch die Form ihrer Augen, die schwarzen Haare und eigene Namen. Dieser Japaner heisst Suzuki. Menschen sind Säugetiere, Zweifüsser, die sich von anderen Säugetieren und Zweifüssern unterscheiden durch ihr hoch entwickeltes Vorderhirn und Daumen-Opposition. Das hoch entwickelte Vorderhirn erlaubt den Menschen, Informationen zu speichern, zu verbinden und zu verstehen. Die Daumen-Opposition erlaubt ihnen eine präzise Handhabung. Mit der Kombination dieser zwei Merkmale konnte der Mensch unzählige Verbesserungen auf seinem Planeten vornehmen, unter anderem Tomaten anbauen. Die Tomate ist, anders als der Wal, das Huhn und die Japaner, eine Pflanze."
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