Jukti, Takko aar gappo

Ritwik Ghatak
Indien, 1990
"Jukti, takko aar gappo" ist der letzte Spielfilm, den der Bengale Ritwik Ghatak drehen konnte. Er beschäftigt sich mit der Person, die der Autor am besten kennt: Mit sich selber. Ghatak verkörpert denn auch einen trinkenden Intellektuellen, der von seiner Familie verlassen wurde und nun an der Seite eines jungen Bengalen und einer Schutz suchenden Bengalin die Gegend durchwandert. Industriezonen, Wälder, Städte wie Kalkutta. Zusammen mit einer Gruppe kommunistischer Widerstandskämpfer findet er schliesslich den Tod. Episodenhaft sinniert Ghatak in diesem Film über das Verhältnis der Intellektuellen zum Verrat an den eigenen Ideen und Idealen. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Verhältnis zu den Ereignissen rund um die Trennung Bengalens. "Ich brenne darauf, dass das Universum brennt", ruft der Intellektuelle im Film mehrmals aus. Der Film gilt allgemein als ein Schlüsselwerk des Filmemachers.