La nube
Das Theater in der alten Werfthalle am Stadtrand war einmal eine revolutionäre Kulturinstitution, sein charismatischer Leiter ein mephistopheleischer Komödiant, der grosse Vor- und Querdenker seiner wilden Generation. Aber heute wirken auch in Buenos Aires die Kulturfunktionäre, während draussen in der vom Abbruch bedrohten Spielstätte die eingeschworene Truppe gegen Publikumsschwund, Stromausfälle und Geldmangel kämpft. Und über der Stadt hängt La nube, die Wolke, und lässt seit über 1600 Tagen einen sintflutartigen Regen niedergehen auf das Treiben der Menschen, die sich nicht mehr entscheiden können, ob sie sich vorwärts durch die Stürme kämpfen sollen, oder rückwärts treibend den Ereignissen überlassen. Mit Mutterwitz und wunderbarem Surrealismus erzählt Fernando Solanas vom Kampf der Kultur gegen die Erosionen des Alltags. Eine sehnsüchtige argentinische Tanguedia (fast) ohne Tango, dafür mit Wetter, Wut und Wunschgedanken.
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copyright text und bild: trigon-film
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