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Madeinusa

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Pressestimmen zu Madeinusa

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«Un film magnifique, de tonalité baroque.»
24heures

«Halb ethnographisches Dokument, halb absurd verbogenes Revolutionsdrama, überragt der Film durch Bildkraft und Idee das gegenwärtige südamerikanische Kino um Haupteslänge.»
FAZ

«Vieles ist merkwürdig in diesem formidablen Film, der zu den Überraschungen dieses Kinoherbstes zählt... Llosa ist eine kraftvolle Erzählerin, eine genaue Beobachterin mit Sinn für schwarzen Humor, ihr Blick ist dem von Buñuel verwandt.»
Der Bund, Bern, Thomas Allenbach

In ihrem fantastischen Debüt entschlüsselt die peruanische Regisseurin Claudia Llosa die Riten der indianischen Andenbevölkerung.... Die Geschichte, die sich nun entspinnt, ähnelt gewissermassen der Andenlandschaft, die der Kameramann Raul Pérez Ureta in grandiosen Bildern festhält. Sie ist rau und zuweilen recht ungemütlich - etwa, wenn Madeinusas Vater den Inzest mit seiner Tochter erzwingt, was später ihre grausame Rache nach sich zieht. Gleichzeitig jedoch ist sie auch von einer sagenhaften Schönheit und voller zärtlicher und leiser Momente. Die Regie ist karg und das Spiel der Akteure sparsam. Aber seltsamerweise stellt sich gerade dadurch ein Detailreichtum ein, der uns eine indianische Bergkultur facettenreich entschlüsselt.
Tages Anzeiger, Zürich, Mathias Heybrock

La cinéaste saisit, simultanément, à des fins anthropologiques et sur le plan des anciennes morales à dépasser, une peinture de l'existence contemporaine. Son écriture traite, avec des accents baroques, les célébrations remplies de cierges allumés ou les ivresses des kermesses emportées par les alcools forts ou les feux d'artifice. Les psychologies ne quittent jamais l'unité d'un endroit précis pendant une période particulière du calendrier.
Freddy Buache, Le Matin

«Indigene Lebenswelten sieht man im Kino aus Lateinamerika eher selten. Einschlägige internationale Bekanntheit hat nur gerade der Bolivianer Jorge Sanjinés erreicht; er gehört zu jenen Unentwegten, die sich als Weisse seit den sechziger Jahren in ihren Spielfilmen konsequent mit der Kultur der indianischen Urbevölkerung in ihrer Heimat auseinandergesetzt haben. Die 1976 geborene Claudia Llosa hat sich in ihrem Kinodébut «Madeinusa» Ähnliches vorgenommen - auf eine unkonventionelle Art, ohne falsche Scheu vor der unbequemen, weitgehend fremden Realität und mit grosser visueller Überzeugungskraft. Letztgenannte Qualität verdankt der Film zu einem wichtigen Teil der brillanten Kameraarbeit des Kubaners Raúl Pérez Ureta, der auf seinem Gebiet zu den Bedeutendsten in Lateinamerika gehört. Wie hier die (erfundenen) prachtvollen Rituale zelebriert werden, hinter denen doch in jedem Moment das Schreckliche lauert, das allein schon macht «Madeinusa» zu einem Erlebnis.»
Neue Zürcher Zeitung, Geri Krebs

Die peruanische Jungregisseurin Claudia Llosa erzählt vom Versuch einer jungen India, aus der Enge patriarchaler Strukturen auszubrechen. Besondere Spannung erhält dies durch die Inszenierung eines volksreligiösen Spektakels, das bezeugt, welch seltsame Früchte Kolonialisierung und Christianisierung hervorbringen können. Nicht zufällig heisst das Mädchen so wie die Herkunftsangabe nordamerikanischer Konsumgüter und der Fremde schlicht Salvador, Retter. Der Film ist mit einer guten Portion schwarzem Humor gewürzt, doch nimmt er seine Figuren bis hin zum überraschenden Ende ernst, zu dem passend zur "Heiligen Zeit" ein unschuldiger Sündenbock gehört.
Medientipp, Christine Stark

Madeinusa hat über sich selbst bestimmt ... ein überraschender und aufregender Zugang. damit ist der erst 30jährigen Filmerin aus Peru ein erstaunliches Debüt gelungen. Fünf Punkte.
SF DRS, Franziska Oliver

Der erste Spielfilm der 30jährigen peruanischen Regisseurin Claudia Llosa heimste diverse Preise ein und besticht durch originelle Ideen: Die in einem peruanischen Dorf fern der Zivilisation angesiedelten Geschichte lässt raue Sitten und archaische Bräuche mit der Moderne in Konflikt geraten. Überzeugende Bilder und eine durchwegs gute Besetzung sorgen dafür, dass die an der Grenze zum Absurden geratende Handlung authentisch wirkt.
Basler Zeitung

Claudia Llosa (Nichte von Mario Vargas Llosa) vermittelt in ihrem eigenwilligen Spielfilmerstling ein ebenso faszinierendes wie erschreckendes Bild eines indigenen Peru, wo farbenfrohe Rituale Obskurantismus und Rückständigkeit kaum verbergen.
Ticket, Zürich

Der Regisseurin und Drehbuchautorin Claudia Llosa, die selbst aus Peru stammt, ist mit ihrem Erstling ein witziger und ideenreicher Film zum Thema «Tradition trifft Moderne» gelungen. Dabei helfen ihr ausgezeichnete Hauptdarsteller in perfekt besetzten Rollen.
Cineman, Christof Ulrich

«Mein einziger Gedanke, den ich beim Schreiben dieser
Zeilen im Kopf habe, ist, Ihnen allen mitzuteilen, wie wichtig
die Geschichte ist, die Geschichte eines Dorfes, einer Familie,
einer Tradition. Beweggrund der Arbeit war mein drängendes
Bedürfnis, etwas zu erzählen, mich einer Kultur zu nähern,
die mir nahe und gleichzeitig fremd ist. Umsetzen wollte ich
das, indem ich mich den Menschen der Anden mit der gleichen
Ungezwungenheit näherte, wie ich es mit irgendeiner Familie
aus der Stadt oder sogar mit meiner eigenen gemacht hätte.
Nämlich ohne die Befürchtung, sie zu beurteilen oder zu verteidigen,
da dies bedeuten würde, sie zu unterschätzen. Ausgehend
vom Dorf, seinen Bewohnerinnen und Bewohnern und
dem Volk entdeckte ich, wie ich mich auf das Thema fokussieren
konnte, das allen Völkern der Welt gemeinsam ist: Die
Unterdrückung der Liebe angesichts der Pflicht. Die Reflexion
über diese verschwommene Grenze, die denWunsch und das
erlernte Müssen verbindet und trennt. Es war ein langer Prozess.
Ich möchte betonen, dass ich als Regisseurin genauso
jungfräulich bin wie die Figur Madeinusa. Und obwohl ich fast
immer versuche darauf zu vertrauen, dass dies wie bis anhin
immer ein Teil meiner Freiheit sein wird, bleibt immer dieses
beinahe, das uns stets daran erinnert, wie schwierig es ist,
neue Herausforderungen anzupacken. Ich fühle mich dabei
in sehr guter Gesellschaft.»
Claudia Llosa

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