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A Separation

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123 Min. / UT d & f
A Separation
Asghar Farhadi, Iran

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A Separation

Simin möchte den Iran verlassen. Ihr Mann Nader will bleiben und seinen an Alzheimer erkrankten Vater nicht allein zurück lassen. Deshalb reicht Simin beim Familiengericht die Scheidung ein. Als ihre Klage abgewiesen wird, zieht sie in die Wohnung ihrer Eltern. Die gemeinsame Tochter Termeh bleibt vorerst beim Vater und hofft, dass die Mutter bald wieder nach Hause kommt. Zur Betreuung seines kranken Vaters engagiert Nader eine junge Frau. Razieh ist schwanger und übernimmt den Job, ohne ihren Ehemann davon in Kenntnis zu setzen. Als Nader von der Arbeit nach Hause kommt und seinen Vater allein in der Wohnung findet, kommt es zum Eklat. In der Folge werden Leben und Beziehungen aller Beteiligten stark aufgewühlt und durchgeschüttelt. Und wir betrachten das Geschehen atemlos und stellen fest: Eine Wahrheit gibt es nicht.

*******

Nader und Simin oder Szenen einer Ehe 2011

An der Berlinale 2011 hat dieser Film für grosses Aufsehen gesorgt, und mit guten Gründen hat der iranische Filmemacher Asghar Farhadi aus den Händen von Jurypräsidentin Isabella Rosselini den Goldenen Bären erhalten. Darüber hinaus wurden - und das ist einzigartig in der Festivalgeschichte - die beiden Schauspielerpreise an die Schauspielerinnen und Schauspieler des gleichen Films vergeben. Ungeheuer dicht und packend erzählt Farhadi die Geschichte eines Ehepaars, das in Teheran in Trennung steht und vor grundlegenden Entscheidungen.

Zum Auftakt stehen der Mann und die Frau vor dem Scheidungsrichter und legen ihre unterschiedlichen Standpunkte dar. Wir sitzen ihnen gegenüber und sind im Kino vom ersten Moment an in der Situation des Richters, der das Geschehen beobachtet und beurteilen soll. Kaum je hat man im Kino eine Trennungsgeschichte so hautnah erlebt, so authentisch erzählt, so kraftvoll und überzeugend gespielt. Selten hat es ein Regisseur geschafft, uns als Betrachtende ins Ganze mit einzubinden, die eigenen Beobachtungen immer wieder in Frage zu stellen, weil eine neue Erkenntnis uns dazu zwingt. Intensiviert wird das Geschehen durch ein zweites Paar, das bald einmal auftritt. Denn nachdem Simin die Wohnung verlassen hat und zu den Eltern gezogen ist, stellt Nader eine junge Frau ein, um den kranken Vater tagsüber zu betreuen. Der Konflikt zwischen dem Ehepaar in Trennung verschiebt sich vorübergehend auf einen Streit über die Behandlung einer Hausangestellten.

Asghar Farhadi hat bereits mit seinem letzten Film «About Elly» eine überzeugende Zeit-aufnahme aus dem heutigen Iran gestaltet. Dieses Mal reicht seine Schilderung und die Betrachtung einer Situation weit über die eigene Heimat aus, die er natürlich auch wiederspiegelt. Hier öffnet sich die globale Dimension auf ein Thema, das viele Menschen weltweit umtreibt, sei es aus eigener Erfahrung oder aus dem Miterleben bei befreundeten Paaren. Was geschieht mit einer Beziehung, wenn sie nicht mehr das hält, was sich zwei Liebende einmal versprochen haben? Wie trennt man sich in Würde und so, dass alle Beteiligten damit leben können? Was heisst das für die Kinder?

Mit Gespür für dramaturgische Details, mit Sinn fürs Inszenieren in engen Räumen, mit Feingefühl und Respekt für jede einzelne Figur und für die Dynamik im Geschehen erzählt Asghar Farhadi seine Geschichte, in der wir uns in mancherlei Hinsicht wieder erkennen können und in der wir vor allem während der gesamten Dauer des Filmes eines immer wieder selber erfahren: Unsere eigene Wahrnehmung bietet nur einen kleinen Ausschnitt von dem, was ist und von dem, was geschieht. Mit einer minimen Verschiebung der Perspektive, mit zusätzlichen Informationen, nehmen wir eine klar scheinende Tatsache plötzlich anders war. A Separation ist ein moderner Film über elementare gesellschaftliche Fragen und ein brillantes Werk zur Unvollkommenheit der menschlichen Wahrnehmung, genauso wie zur unterschiedlichen Prägung, die zu verschiedenem Verhalten führt und zu anderen Schlüssen aus ein und derselben Situation.


Walter Ruggle

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Credits

Originaltitel A Separation
Deutscher Titel Nader und Simin
Französischer Titel Une Séparation - Nader And Simin
Andere Titel Nader e Simin - Jodaeiye Nader az Simin
RegisseurIn Asghar Farhadi
Land Iran
Kinoformate 35mm, DVD, Blu-ray, DCP
Drehbuch Asghar Farhadi
Montage Hayedeh Safiyari
Kamera Mahmoud Kalari
Ton Mahmoud Samakbashi
Ausstattung Keyvan Moghaddam
Kostüme Keyvan Moghadam
Produktion Asghar Farhadi, Negar Eskandarfar
Länge 123 Min.
Sprache farsi/d/f

SchauspielerInnen

Leila Hatami Simin
Peyman Moadi Nader
Shahab Hosseini Hodjat
Sareh Bayat Razieh
Sarina Farhadi Termeh
Babak Karimi Richter - juge
Ali-Asghar Shahbazi Vater - père
Shirin Yazdanbakhsh Mutter- mère
Kimia Hosseini Somayeh

Auszeichnungen

Irans Nomination für die Oscars 2012

Goldener Bär, Berlinale 2011: bester Film

Silberner Bär, Berlinale 2011: beste Schauspielerinnen

Silberner Bär, Berlinale 2011: beste Schauspieler

Berlinale 2011: Preis der ökumenischen Jury

Berlinale 2011: Lobende Erwähnung der Friedensfilmpreisjury.


Fajr International Film Festival Teheran 2011:

Publikumspreis, bester Film, beste Kamera, bester Regisseur, bestes Drehbuch, bester Ton, beste Nebenschauspielerin, bester Nebenschauspieler

Sydney International Filmfestival: Bester Film

Eriwan International Filmfestival: Bester Film

Pressestimmen

«Ein Paukenschlag ist das Gesellschaftsdrama ... ein grossartiges Werk.» Susanne Ostwald, NZZ


«Ohne Zweifel: A Separation ist der beste Film des Jahres.» Matthias Lerf, Sonntagszeitung


«Ein Lichtblick.» St. Galler Tagblatt


«Spannend und anspruchsvoll wie ein komplexes Kriminalstück... ein dichter Film mit einem unheimlichen Sog.» Bettina Spoerri, NZZ


«Fesselndes Drama, das uns einen faszinierenden Einblick in die iranische Gesellschaft gewährt.» Schweizer Illustrierte


«Man kann sich der dramatischen Wucht dieses Filmes nicht entziehen.» Michael Ranze, Filmbulletin


«Ein Muss für alle Filmliebhanenden.» Norbert Creutz, Le Temps


 «Mit einer unbarmherzig menschlichen Intensität, als hätten sich Heinrich von Kleist und Robert Bresson getroffen. Ein Meisterwerk, ein Wurf von engagiertem, sinnlich vibrierendem Kino.» Martin Walder, DU
 


«Es ist unmöglich, dem intensiven, präzisen und stets dichten Spiel in knappen Räumen auszuweichen. Das Publikum steht eng dabei, spürt fast den Atem der Agierenden, ihre Schweissausbrüche, ihr Zittern. Blicke, Hlatungen, minime Bewegungen sind oft so beredt wie die psychologisch fein abgestimmten Dialoge, die von Menschenkenntnis und -liebe zeugen... Es ist unmöglich, den Registern

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