Eine Frau, die singt, muss sterben - so will es eine Familienlegende auf den Kapverdischen Inseln. Bevor Vita zum Studium ins Ausland aufbricht, verspricht sie ihrer Mutter, der Familientradition zu gehorchen und nie zu singen. Als sie dem Musiker Pierre in Paris begegnet und er von ihrer Stimme begeistert ist, bricht Vita dieses Versprechen. Da sie befürchtet, dass ihre Mutter davon erfahren wird, beschliesst Vita, nach Hause zurückzukehren.

«Was tun, wenn jemand dich am Vorwärtskommen hindert?» fragt Regisseur Flora Gomes, der die Herzen des Publikums mit seinem Spielfilm «Die blauen Augen der Yonta» erobert hat. «Versuchs trotzdem!» - die Worte des Schlussliedes in seinem neusten Film «Nha Fala» geben eine Antwort. Sie sind kennzeichnend für das Denken von Flora Gomes, dessen Filmschaffen in engem Bezug zur Geschichte seines Landes steht. Er inszeniert, was für einen afrikanischen Film doch auch zu überraschen vermag, seine Geschichte von der Selbstfindung und Selbstbehauptung einer jungen Frau als Musical, und er tut das in grosser Farbenpracht und mit viel Schalk und Witz. Das Thema ist ernst, die Auseinandersetzung damit soll locker sein, heiter und voller Musik eben. Gomes selber meint : «Nha fala bedeutet meine Stimme, mein Schicksal, mein Leben und mein Weg zugleich. Diese vier hoffnungsvollen Begriffe verwandeln sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts für die Jugend des riesigen Kontinents Afrika in dramatische Ungewissheiten. Ich wollte sie miteinander verknüpfen, indem ich mich auf das scheinbar unwichtigste und entbehrlichste der vier Wörter konzentrierte: die Stimme, das Lied, die mit Musik untermalte Aussage.»

Mit Hilfe des französischen Liebhabers Pierre inszeniert Vita (gespielt von der betörend schönen Lieblingsschauspielerin von Gomes, Fatou N'Diaye) schliesslich den eigenen Tod und ihre Auferstehung. So zeigt sie, dass alles möglich ist, wenn man nur bereit ist, es zu wagen und sich selbst zu hinterfragen. Traditionen, bedeutet uns Flora Gomes, haben ihren Wert und ihre Bedeutung. Aber sie müssen nicht in alle Ewigkeit aufrecht erhalten werden. Sein Film ist denn auch als Porträt einer afrikanischen Jugend zu sehen, die sich nordwestlichen Einflüssen nicht entziehen kann, die in der Begegnung mit dem anderen das neue eigene sucht und für ihre Selbstbestimmung einsteht.




Originaltitel Nha Fala
Deutscher Titel Meine Stimme
Französischer Titel Ma voix
Andere Titel Mia voce
RegisseurIn Flora Gomes
Land Guinea-Bissau
Kinoformate 35mm, DVD
Drehbuch Flora Gomes, Franck Moisnard
Montage Dominique Paris
Musik Manu Dibango
Kamera Edgar Moura
Ton Pierre Donnadieu
Ausstattung Véronique Sacrez
Kostüme Rosário Moreira, Virginia Vogwill
Produktion Fado Filmes, Les Films de Mai, Samsa Film
Länge 79 Min.
Sprache Französisch, Kreolisch/d/f oder i
SchauspielerInnen
Fatou N?Diaye Vita
Jean-Christophe Dollé Pierre
Angelo Torres Yano
Bia Gomes Mutter
Jorge Biague Mito, le fou
Carlos Imbombo Caminho
Danielle Evenou Pierres Mutter
François Hadji-Lazaro Pierres Vater
Auszeichnungen

Venedig 2002: Preis der Stadt Rom
Amiens 2002: Prix de la ville d'Amiens,
Grand Prix Signis Ouagadougou 2003 : Prix de la ville de
Ouagadougou, Prix de l'UMEOA
Göteborg Film Festival
Tribeca Film Festival New York 2003: Grand Prix

«Comédie musicale centrée sur la rencontre positive de deux cultures, cette fable optimiste et souvent naïve a le mérite de montrer une image inhabituelle de l'Afrique.»

Libération



«Pourquoi aller voir Nha Fala? Parce que la musique est de Manu Dibango. Parce que les cercueils fabriqués au Cap-Vert vous réconcilient un peu avec l'idée de la mort. Parce que Nha Fala est un film qui n'a pas peur de la gaieté, de la farce ni de la romance. Et parce que justement, ça change, et c'est intéressant.»

Marie Claire



«Eine echte Hymne auf den afrikanischen Gesang, die Freiheit der Frauen und Toleranz. Eine schlichte und optimistische kleine Erzählung mit Lebensweisheiten, die ihr Publikum immer in Form von Liedern erreichen.»

Le Figaro



«Mit der Selektion Nha Falas für den offiziellen Wettbewerb hat Venedig den Traum aller afrikanischer Filmemacher geehrt: Einen zeitgenössischen afrikanischen Film zu realisieren, der sich fern aller Darstellungen von Misere und Exotik gleichermassen durch Tiefe und Unterhaltsamkeit auszeichnet.»

Jeune Afrique

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