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Noam Chomsky ist eine der wichtigsten Stimmen der US-amerikanischen Opposition, eine der wenigen, die unter der freiheitsfeindlichen Bush-Administration noch den Mut hatten, offen zu reden. Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 lieferte er den beunruhigten Menschen in der ganzen Welt kluge Analysen und einen historischen Blickwinkel. Der in Japan lebende Filmer John Junkerman hat in «Power and Terror - Noam Chomsky In Our Times» den bekannten Sprachwissenschaftler begleitet und interviewt, um über die aktuelle Welt mit Engagement nachzudenken. Scharfsinnig analysiert Chomsky die entscheidende und verhängnisvolle Rolle seines Landes in den Konflikten auf dem Planeten Erde, bissig kritisiert er die desaströse Politik der aktuellen Administration, die aus Vertretern des Grosskapitals zusammengesetzt ist. Für ihn ist Gewaltausübung gegen Zivilbevölkerung Terror, ungeachtet davon, ob die Täter muslimische Extremisten sind oder der mächtigste Staat der Welt. Deshalb fordert Chomsky die USA auf, ihr Handeln den moralischen Standards zu unterziehen, die sie von anderen verlangen. Ein spannender Dokumentarfilm und ein wichtiges Zeitdokument. Noam Chomsky hat sich einen Namen als scharfsinniger politischer Analytiker gemacht. Er arbeitet seit 1961 als Professor für Linguistik und Philosophie am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge. Geboren am 7. Dezember 1928 in Philadelphia, ist er in einem Arbeiterviertel aufgewachsen. Seine Dissertation machte Chomsky 1955 zum Thema «Syntactic Structures». Seine Vielseitigkeit, seine wissenschaftlichen und politischen Publikationen und Vorträge machten ihn zu einem der am meisten gelesenen und zitierten Publizisten. «Der einflussreichste westliche Intellektuelle» hatte ihn die New York Times genannt. Über das sprachwissenschaftlich interessierte Publikum hinaus wurde Noam Chomsky als einer der bedeutendsten Kritiker der US-Aussenpolitik, der weltpolitischen Entwicklungen und der Macht der Medien bekannt. Mit seinen detaillierten und faktenreichen Untersuchungen zerpflückte er den US-amerikanischen Mythos von der freiheitsliebenden und menschenfreundlichen demokratischen Supermacht. Chomsky erhielt für seine sprachwissenschaftlichen Forschungen zahlreiche akademische Ehrungen. Im Frühjahr 2004 wurde er für sein unermüdliches Engagement mit dem renommierten «Carl-Von-Ossietzky-Preis für Zeitgeschichte und Politik» ausgezeichnet. Gleichzeitig mit dem Film ist auch sein neustes Buch erschienen. «Die US-Gesellschaft ist sehr mit sich selbst beschäftigt, die Menschen wissen nur wenig über die Welt ausserhalb, und sie interessiert sie nicht besonders.» Noam Chomsky |
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