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Nobody Knows - Dare mo shiranai

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Nobody Knows - Dare mo shiranai

Es war der Film, der in Cannes sämtliche Herzen auf Anhieb erobert hat und die Cinéphilen in den hellsten Tönen schwärmen liess: "Nobody Knows" von Hirokazu Kore-eda. Dabei ist die Geschichte des Films eine denkbar einfache: vier Geschwister, abgeschlossen von der Aussenwelt. Zur Schule gehen sie nicht. Etwas Rätselhaftes umgibt ihr Leben. Eines Tages ist auch die Mutter fort. Und die vier beginnen, auf sich gestellt, inmitten der modernen Welt zu verwildern. Zögerlich verlassen sie ihre Wohnung, und eine magische Odyssee der Weltentdeckung beginnt, voller Nüchternheit und Poesie. Vier Jahreszeiten ziehen vorüber und eine Kindergeschichte, wie man sie selten zu sehen bekommen hat im Kino. "Nobody Knows" ist das, was man als Meisterwerk bezeichnet, ein schlicht grossartiger Film.

Hirokazu Kore-eda gehört längst zu den bedeutendsten Regisseuren des Kinos, nicht nur des japanischen. Aber er ist ein Stiller, dessen Geschichten sich auf den ersten Blick stark voneinander unterscheiden und beim zweiten Hinschauen wiederkehrende Themen und Motive offenbaren und eine Stringenz in der Erzählung, die ihresgleichen sucht. Kore-eda ist ein visueller Autor, der den Reichtum der Ausdrucksmöglichkeiten des Kinos kennt und weiss, dass dieser ganz besonders im Stillen ruht. Sein Kino ist denn auch ein geradezu meditatives, das einen mitträgt. Unter den Fragen, die den Japaner interessieren, dominieren die Suche nach dem Greifbaren am Lebenssinn und die Absenz der Väter. Als Dokumentarist hat er unzählige Menschen befragt und porträtiert, die sich mit dem Tod beschäftigt haben, und aus dieser Erfahrung heraus sind so grossartige Filme wie "Maboroshi no hikari" und "After life" entstanden, Filme, in denen das Lebensende Anlass bietet, das Leben zu betrachten und auf seinen Sinn hin abzutasten: Was ist das, was bleibt? Wie wäre es, wenn sich der Mensch zu Lebzeiten um die Pflege dessen, was bleibt, kümmern würde?

Mit unendlicher Geduld beobachtet Hirokazu Kore-eda den Alltag von vier allein gelassenen Kindern in einer Grossstadt, in der es alles im Überfluss geben würde. Einem Seismographen gleich registrieren seine Kamera und sein Tongerät die Bewegungen im System der reinen Kinderfamilie. Wir werden Mitbewohnende, dort wo alle Erwachsenen ausgeschlossen bleiben. Wir erleben vier Jahreszeiten einer Kindheit ohne Aufsicht und schauen atemlos zu und mit Herzklopfen.

Walter Ruggle

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Der neue Film des Japaners Hirokazu Kore-eda wurde in den Wettbewerb nach Cannes eingeladen.

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Credits

Originaltitel Nobody Knows - Dare mo shiranai
Deutscher Titel Nobody Knows - Dare mo shiranai
Französischer Titel Nobody Knows - Dare mo shiranai
Andere Titel
RegisseurIn Hirokazu KORE-EDA
Land Japan
Kinoformate 35mm, DVD
Drehbuch Hirokazu KORE-EDA
Montage Hirokazu KORE-EDA
Musik Gontiti
Kamera Yutaka YAMAZAKI
Ton Yutaka TSURUMAKI
Produktion TV Man Union, Bandai Visual, Engine Film, c-style, Cine Qua Non
Länge 141 Min.
Sprache japanisch/d/f

SchauspielerInnen

Yuya YAGIRA Akira
Ayu KITAURA Kyoko
Hiei KIMURA Shigeru
Momoko SHIMIZU Yuki
Hanae KAN Saki
YOU Keiko, die Mutter

Auszeichnungen

Cannes 2004: Bester Hauptdarsteller
Ghent 2004: Grosser Preis für den besten Film
Chicago 2004: Gold Plaque
Toronto International Film Festival
Flandern International Film Festival
Moskau International Film Festival
New Zealand Film Festival
UWA Perth International Arts Festival
Viennale 2004

Pressestimmen

Der neue Film des japanischen Regisseurs Kore-eda ist ein Meisterwerk an Genauigkeit und Einfühlung ... Das Wunder dieses Films sind die Kinder.

NZZ am Sonntag



Der Japaner Hirokazu Kore-eda hat einen herzzerreissenden Film gedreht: ?Nobody Knows? brachte Cannes zum Weinen... Der Film enthält unglaublich zärtliche Augenblicke. Manchmal ist er sogar äusserst hoffnungsvoll. Er ist etwas vom Ungewöhnlichsten, was in den letzten Jahren zu sehen war.

Sonntagszeitung



Ein magisches Märchen, das zu den Wurzeln der Identität zurückführt

Tageszeitung



Die Risse in der menschlichen Existenz interessieren den japanischen Regisseur.

Filmbulletin



"Nobody Knows" erstreckt sich über ein Jahr, und das verstreicht wie im Traum.

Berliner Morgenpost



Die berührende Figur des 12jährigen Akira erinnert in ihrer Mischung aus Unschuld und Unerbittlichkeit, instinktivem Wissen und Unverständnis an die Kinder bei Rossellini und de Sica.

Artechock



Kore-Eda folgt den Kindern in langen, ruhigen Einstellungen. Mit Respekt sieht er ihnen bei ihrem Treiben zu, hetzt sie nie, sondern lässt ihnen und ihrer Geschichte viel Zeit - 140 Minuten - sich zu entwickeln, und schafft auf diese Weise ein Meisterwerk, das seinesgleichen sucht.

Cinezone



Kore-eda zeigt das alles auf Augenhöhe der Kinder, soweit sich die Erwachsenenperspektive überhaupt ausblenden lässt.

Tagesspiegel Berlin



Es sind Momente der Stille die faszinieren und in ihrer Intensität berühren. (...) Weiter

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Montage Hirokazu KORE-EDA
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Hiei KIMURA Shigeru
Momoko SHIMIZU Yuki
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