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In neuer Kopie und zum ersten Mal integral im Kino präsentieren wir diesen grossartigen Klassiker von Akira Kurosawa. Der Film ist in einem kleinen Dorf angesiedelt, das jeden Herbst von Banditen überfallen wird. In der Not entschliessen sich die Bauern, professionelle Schwertkämpfer anzuheuern. Trotz des mageren Lohns von nur drei Mahlzeiten am Tag gelingt es ihnen, sieben Samurai für die Verteidigung ihres Dorfes zu gewinnen, darunter auch Kikuchiyo (Toshiro Mifune), ein Möchtegern-Samurai, der selber bei Bauern im Elend aufgewachsen ist, sie verachtet und nach dem Kriegsruhm eines Samurai dürstet. Unter der Führung des erfahrenen Kambei können die Samurai das Misstrauen der ängstlichen Bauern überwinden und schliesslich gemeinsam mit ihnen die Banditen besiegen. Das Tempo des Films, seine pulsierende Spannung, die expressive Spielweise der Darsteller und die Intensität ergeben ein ebenso brillantes wie schelmisches Epos. Die sieben Samurai war einer der teuersten japanischen Fime aller Zeiten. Kurosawa bedient sich hier erstmalig der für seine späteren Werke charakteristischen Arbeitsmethode mit drei gleichzeitig laufenden Kameras. Der Film war Vorbild für Generationen von Regisseuren. Grosse Filmkunst Es gibt eine Reihe von Filmen, die man in den Koffer für die einsame Insel packen würde, und zu ihnen gehört mehr als ein Film des Japaners Akira Kurosawa - je nach erlaubter Gesamtzahl dürften es gleich einige Filme sein, der Entscheid fiele schwer. "Die sieben Samurai" ist auf alle Fälle mit von der Partie, denn er gehört zu jenen epochalen Werken des Kinos, die ganze Generationen von Filmschaffenden geprägt haben und das Publikum auch nach fünfzig Jahren noch zu begeistern vermögen. 203 packende Filmminuten voller Dramatik und Ironie. Kurosawa hat ein Epos gedreht, in dem ein paar Davide sich gegen eine vermeintliche Übermacht zur Wehr setzen, mit Cleverness und List. Er hat Szenen mit mehreren Kameras gleichzeitig gefilmt und damit über die Montage die Dramatik erhöhen können. Das war damals ein genialer Einfall, heute ist es Gang und Gäbe. Über 30'000 Mitwirkende arbeiteten auf dem Set, mehr als ein Jahr lang wurde gedreht. Es gäbe eine Reihe von Superlativen, die im Zusammenhang mit diesem Film genannt werden könnten, aber letztlich sind sie nebensächlich, denn eines ist klar: Hinter allem stand einer der grössten Meister der Filmkunst, ein Mann, der als Maler angefangen hatte und auch im bewegten Bild zeit seines Lebens ein Maler blieb und einer, der es verstand, die ureigenen Mittel des Kinos zu gebrauchen: Die Zeit, die Montage, den Rhythmus, das Licht, die Bewegung. Kurosawa ist und bleibt einfach grossartig. Walter Ruggle |
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