Shankhonad

Abu Sayeed
Bangladesh, 2005
Nach über 27 Jahren Abwesenheit kehrt Chand in einer stürmischen Nacht in sein Geburtsdorf zurück. Als er noch ein Kind war, wurden seine Eltern getötet und der Mörder bemächtigte sich seiner Felder. Ohne seine wahre Identität preiszugeben, begegnet er den Menschen, die seine Kindheit prägten: Der Zauberin Kunjuburi, seinem Freund Fazlu und dem Sohn des Mörders seiner Eltern, Mannaf Khan. Dieser empfängt ihn zunächst herzlich, als er jedoch seine wahre Identität erfährt, will er ihn loswerden.

Im Ton der Fabel oder eines Initiationsberichts gehalten, ist Shangkhonad der zweite Spielfilm von Abu Sayeed, dessen viel beachteter Erstling Kittonkhola im Jahr 2000 in Freiburg gezeigt wurde. Das Werk beruht auf dem 1999 veröffentlichten Roman Ure Jai Nishipakshi der volkstümlichen Schriftstellerin Nasrin Jahan (*1964). Das Drehbuch ist gespickt mit symbolischen Elementen, welche die Geschichte in eine Fabel, nahezu in eine exemplarische Legende über die ländlichen Traditionen und Glaubensvorstellungen in Bangladesch verwandeln. Fantastische Mythologie, Traum und Alltag stehen im Dienst von Erinnerungen, die wiederzufinden, und Gespenstern, die zu befragen sind, inmitten einer Welt, in der die Natur und die Elemente, wie Wind und Fluss, ihre Rolle zu spielen haben.