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Silent Souls - Ovsyanki

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77 Min. / UT d & f
Silent Souls
Aleksei Fedorchenko, Russland
Film

Silent Souls - Ovsyanki

Als seine geliebte Frau Tanja stirbt, bittet Miron seinen besten Freund Aist, ihm zu helfen, sie nach der Tradition der Merja-Kultur von der Welt zu verabschieden. Die Merja sind eine alte ugurisch-finnische Gemeinschaft, deren Traditionen am Verschwinden sind. Und so fahren die beiden Männer los auf eine Reise, die sie Tausende von Kilometer durch unberührte Landschaften führt. Begleitet werden sie von zwei kleinen Vögeln in einem Käfig, und Miron teilt Aist seine intimsten Erinnerungen mit, die er aus dem Eheleben hat. An den Ufern des heiligen Sees nehmen sie endgültig Abschied von der Frau, die sie beide geliebt hatten. Eine lyrische Reise in die Schönheiten der Landschaft, den Wert von Traditionen und in die Geschichte einer Liebe. Ein atemberaubend fotografierter Ausflug in die Kunst des Erzählens, der nicht umsonst in Venedig für die beste Kameraarbeit ausgezeichnet wurde.

*****************************

Von der Lust am Erzählen
Es ist schon ungewöhnlich, dass eine Liebesgeschichte damit beginnt, dass die Geliebte gestorben ist und zu Grabe getragen werden soll. Der Russe Aleksei Fedorchenko erzählt eine solche Geschichte, und er macht über sie unter anderem klar, dass das Lebensende keine wirkliche Grenze für die Liebe darstellt. Tanja ist tot, ihr Mann Miron will ihren Körper nach alter Tradition dem Feuer am Flussufer übergeben, und Aist, sein bester Freund und auch ein sehr guter Freund von Tanja, soll ihm dabei helfen.

Vielleicht, denkt man mitunter beim Betrachten der traumhaften Bilder von Michail Kirchman, vielleicht war das alles nur ein Traum. Aber dann erzählt uns eine Stimme von der Wirklichkeit und dem, was sich in ihr zugetragen hat. Und wir beginnen zu glauben an das, was wir sehen und was uns die Stimme erzählt. Aleksei Fedorchenko liebt das Spiel mit der Wahrnehmung und den Wirklichkeiten. Er weiss, dass er uns im Kino alles erzählen kann und dass wir, staunenden Kindern gleich, da sitzen und uns ihm und seiner Erzählung anvertrauen. Gibt es das Volk der Merja überhaupt, war eine der Fragen, die nach der Premiere in Venedig diskutiert wurde. Wen kümmert’s? Es gibt diesen Film und seine Geschichte über zwei Männer und eine Frau, über den Wert von Traditionen und ihren Verlust, über die unsterb-liche Liebe und die körperliche Lust, die selten im Kino so unspekulativ daherkommt und so sinnlich. Das hat auch damit zu tun, wie Fedorchenko mit dem Körperlichen umgeht, mit der Zärtlichkeit, mit der zwei Männer den Körper einer Frau für den letzten irdischen Akt bereitmachen oder  mit dem Liebesakt, den die beiden mit zwei Frauen später erleben. Und schliesslich dreht sich alles darum, was wir erinnern, wie wir es erinnern, was wir daraus machen und wie wir es erzählen. Ist es wahr? War es das? Oder war es am Ende nur ein Traum? Ein traumhafter Film auf alle Fälle.
Walter Ruggle

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Berührendes Roadmovie von zwei Männern und einer Frau. Weiter

Credits

Originaltitel Silent Souls - Ovsyanki
Deutscher Titel Stille Seelen
Französischer Titel Le Dernier voyage de Tanya
Andere Titel L'ultimo viaggio di Tanya
RegisseurIn Aleksei Fedorchenko
Land Russland
Kinoformate 35mm, DVD, Blu-ray
Drehbuch Aleksei Fedorchenko, Denis Osokin - nach dem Roman “The Bunt
Montage Sergei Ivanov
Musik Andrei Karasyov
Kamera Mikhail Krichman
Ton Kirill Vasilenko
Kostüme Anna Barthuly
Produktion Igor Mishin, Mary Nazari
Länge 77 Min.
Sprache russisch/d/f

SchauspielerInnen

Yuliya Aug Tanja
Igor Sergeyev Aist
Viktor Sukhorukov Vesa
Yuriy Tsurilo Miron

Auszeichnungen

Mostra dell'Arte Cinematografica di Venezia:

Best Camera (Mikhail Krichman)

FIPRESCI-Price of the international Critics Association

Golden Mouse by the international Jury of Online-Critics

Premio Nazareno Taddei

Special Mention Premio SIGNIS


Mar del Plata Filmfestival: Bester Regisseur, bestes Buch

Pressestimmen

«Es ist ein Film über Liebe und Freundschaft und er hat ein Rezept gegen die Einsamkeit - die Zweisamkeit.» 3sat


«Wortkarg wie bei Aki Kaurismäki, aber im sexuellen Begehren und in ihren seelischen Aufwallungen ungleich leidenschaftlicher ... in diesem so berührend sanften, abgeklärten, ja nahezu weisen, aber zugleich von vulkanischer Hitze durchsetzten Film.» Bettina Spörri, NZZ



«Eine berührende Ergründung über die  Kraft der Liebe. Es sind solche unerwarteten Begegnungen, die das Festival zu einem Ereignis machen.»
NZZ, Susanne Ostwald

«Der Film strahlt einen tiefen Frieden aus.»  Filmdienst


«In diesem versponnenen Drama will ein Russe seine verstorbene Frau rituell bestatten. Und in starken Bildern erinnert er sich an ihre grosse Liebe. Zu Recht gewann Silent Souls am vorletzten Filmfestival Venedig den Kritikerpreis.» Pascal Blum, Züritipp


«Ein kleines Wunder der Sinnlichkeit und der Nostalgie.» Marianne


"Un des plus beaux films de ces derniers temps."
RSR/Synopsis

"Les 75 minutes de Silent Souls chantent la sensualité des femmes, des paysages russes, et même de la mort."
20 minutes


«Silent Souls ist eine im besten Sinn lyrische Reise in die Schönheiten der Landschaft und Natur, ein Film über den Wert von Traditionen und ihr Echo in der Gegenwart.

(...) Weiter

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