TRAILER

Als seine geliebte Frau Tanja stirbt, bittet Miron seinen besten Freund Aist, ihm zu helfen, sie nach der Tradition der Merja-Kultur von der Welt zu verabschieden. Die Merja sind eine alte ugurisch-finnische Gemeinschaft, deren Traditionen am Verschwinden sind. Und so fahren die beiden Männer los auf eine Reise, die sie Tausende von Kilometer durch unberührte Landschaften führt. Begleitet werden sie von zwei kleinen Vögeln in einem Käfig, und Miron teilt Aist seine intimsten Erinnerungen mit, die er aus dem Eheleben hat. An den Ufern des heiligen Sees nehmen sie endgültig Abschied von der Frau, die sie beide geliebt hatten. Eine lyrische Reise in die Schönheiten der Landschaft, den Wert von Traditionen und in die Geschichte einer Liebe. Ein atemberaubend fotografierter Ausflug in die Kunst des Erzählens, der nicht umsonst in Venedig für die beste Kameraarbeit ausgezeichnet wurde.

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Von der Lust am Erzählen
Es ist schon ungewöhnlich, dass eine Liebesgeschichte damit beginnt, dass die Geliebte gestorben ist und zu Grabe getragen werden soll. Der Russe Aleksei Fedorchenko erzählt eine solche Geschichte, und er macht über sie unter anderem klar, dass das Lebensende keine wirkliche Grenze für die Liebe darstellt. Tanja ist tot, ihr Mann Miron will ihren Körper nach alter Tradition dem Feuer am Flussufer übergeben, und Aist, sein bester Freund und auch ein sehr guter Freund von Tanja, soll ihm dabei helfen.

Vielleicht, denkt man mitunter beim Betrachten der traumhaften Bilder von Michail Kirchman, vielleicht war das alles nur ein Traum. Aber dann erzählt uns eine Stimme von der Wirklichkeit und dem, was sich in ihr zugetragen hat. Und wir beginnen zu glauben an das, was wir sehen und was uns die Stimme erzählt. Aleksei Fedorchenko liebt das Spiel mit der Wahrnehmung und den Wirklichkeiten. Er weiss, dass er uns im Kino alles erzählen kann und dass wir, staunenden Kindern gleich, da sitzen und uns ihm und seiner Erzählung anvertrauen. Gibt es das Volk der Merja überhaupt, war eine der Fragen, die nach der Premiere in Venedig diskutiert wurde. Wen kümmert’s? Es gibt diesen Film und seine Geschichte über zwei Männer und eine Frau, über den Wert von Traditionen und ihren Verlust, über die unsterb-liche Liebe und die körperliche Lust, die selten im Kino so unspekulativ daherkommt und so sinnlich. Das hat auch damit zu tun, wie Fedorchenko mit dem Körperlichen umgeht, mit der Zärtlichkeit, mit der zwei Männer den Körper einer Frau für den letzten irdischen Akt bereitmachen oder  mit dem Liebesakt, den die beiden mit zwei Frauen später erleben. Und schliesslich dreht sich alles darum, was wir erinnern, wie wir es erinnern, was wir daraus machen und wie wir es erzählen. Ist es wahr? War es das? Oder war es am Ende nur ein Traum? Ein traumhafter Film auf alle Fälle.
Walter Ruggle

Weitere Artikel: SILENT SOULS gewinnt 5 Preise

Berührendes Roadmovie von zwei Männern und einer Frau. Weiter

Originaltitel Silent Souls - Ovsyanki
Deutscher Titel Stille Seelen
Französischer Titel Le Dernier voyage de Tanya
Andere Titel L'ultimo viaggio di Tanya
RegisseurIn Aleksei Fedorchenko
Land Russland
Kinoformate 35mm, DVD, Blu-ray
Drehbuch Aleksei Fedorchenko, Denis Osokin - nach dem Roman “The Bunt
Montage Sergei Ivanov
Musik Andrei Karasyov
Kamera Mikhail Krichman
Ton Kirill Vasilenko
Kostüme Anna Barthuly
Produktion Igor Mishin, Mary Nazari
Länge 77 Min.
Sprache Russisch/d/f
SchauspielerInnen
Yuliya Aug Tanja
Igor Sergeyev Aist
Viktor Sukhorukov Vesa
Yuriy Tsurilo Miron
Auszeichnungen

Mostra dell'Arte Cinematografica di Venezia:

Best Camera (Mikhail Krichman)

FIPRESCI-Price of the international Critics Association

Golden Mouse by the international Jury of Online-Critics

Premio Nazareno Taddei

Special Mention Premio SIGNIS


Mar del Plata Filmfestival: Bester Regisseur, bestes Buch

«Es ist ein Film über Liebe und Freundschaft und er hat ein Rezept gegen die Einsamkeit - die Zweisamkeit.» 3sat


«Wortkarg wie bei Aki Kaurismäki, aber im sexuellen Begehren und in ihren seelischen Aufwallungen ungleich leidenschaftlicher ... in diesem so berührend sanften, abgeklärten, ja nahezu weisen, aber zugleich von vulkanischer Hitze durchsetzten Film.» Bettina Spörri, NZZ



«Eine berührende Ergründung über die  Kraft der Liebe. Es sind solche unerwarteten Begegnungen, die das Festival zu einem Ereignis machen.»
NZZ, Susanne Ostwald

«Der Film strahlt einen tiefen Frieden aus.»  Filmdienst


«In diesem versponnenen Drama will ein Russe seine verstorbene Frau rituell bestatten. Und in starken Bildern erinnert er sich an ihre grosse Liebe. Zu Recht gewann Silent Souls am vorletzten Filmfestival Venedig den Kritikerpreis.» Pascal Blum, Züritipp


«Ein kleines Wunder der Sinnlichkeit und der Nostalgie.» Marianne


"Un des plus beaux films de ces derniers temps."
RSR/Synopsis

"Les 75 minutes de Silent Souls chantent la sensualité des femmes, des paysages russes, et même de la mort."
20 minutes


«Silent Souls ist eine im besten Sinn lyrische Reise in die Schönheiten der Landschaft und Natur, ein Film über den Wert von Traditionen und ihr Echo in der Gegenwart. Es ist im Kern auch die Geschichte einer mehrfachen Liebe, ein atemberaubend fotografierter Ausflug in die Kunst des Erzählens, der nicht umsonst in Venedig für die beste Kameraarbeit ausgezeichnet wurde.» movie news


«Silent Souls erzählt mit atemberaubend schönen Bildern und voll suggestiver Kraft von Liebe und Tod, Traditionsverlust und Anknüpfen an archaische Sehnsucht.» Brigitta Rotach, Medientipp


«Mit der Macht der wunderschön gefilmten Bilder und der bedachtsam gewählten Worte kann Fedorschenko einen gewissen Sog erzeugen, der einen anfangs auch Unwahrscheinliches glauben lässt.» Eduard Ulrich
«Verhaltene Dialoge und Off-Kommentare voller Lyrik und Geheimnis, dazu eine wunderbar unaufdringlich die Natur und das soziale Umfeld einfangende Kamera, und die beiden Hauptdarsteller, Igor Sergejew und Yuri Tsurilo, geben der Ballade von der Unmöglichkeit, die eigene Individualität wirklich frei zu leben, eine ungemeine Kraft. Der ganze Film atmet die Schönheit eines surrealistischen Gedichts. Man versinkt in einer Welt, die einem vollkommen fremd erscheint, und wird zugleich angeregt, über die eigene Existenz nachzudenken.» Peter Claus


«Wer die Musse findet, sich komplett in dieser Erzählung zu verlieren, wird mit schönen Bildern, skurrilen Gegebenheiten, einem einnehmend ruhigen Erzählfluss und der Darstellung einer aussergewöhnlichen Männerfreundschaft belohnt.» P.S.


Stück für Stück erleben wir, wie verschieden gedacht, empfunden und entsprechend gehandelt wird. Faszinierend! Keine ethnografische Studie, sondern eine erfundene Männergeschichte, die uns aber mit viel Geschick für Blickwinkel, fremde Landschaften und Töne in neue Welten entführt. Nicht nur traurig! Meisterlich. Ronorp


"Road movie funèbre avec une pointe d'humour noir, Silent Souls n'est dès lors jamais moins que  fascinant."
Le Temps

"Voyage envoûtant aux confins de l'histoire russe."
Le Monde

"La finesse et la force d'une dentelle résistante."
Positif
«Eine bezaubernde Reise an die Grenzen des russischen Seins.»
Le Monde

«Es ist wahr, dass die Vorstellung von Raum in Russland verwirrend ist und manchmal dieses Gefühl von Fremdheit wachruft. Man kann einen ganzen Tag reisen und muss sich eingestehen, dass die effektiv zurückgelegte Distanz winzig ist. Quer durch diese Landschaften und Urbanitäten suchte ich einen ganz besonderen Seelenzustand, verbunden mit dem Zustand der Natur.»
Aleksei Fedorchenko


«Quel rapport entre les bruants, petits passereaux chanteurs, et les Mériens, peuplade finno-ougrienne qui s'est depuis longtemps fondue dans la grande nation russe? Si la question vous intrigue, il faut absolument voir Le dernier voyage de Tanya. Un film aussi difficile à décrire autrement que par ce bon vieux cliché: un concentré "d'âme russe".» Le Temps, Norbert Creutz


«Un voyage envoûtant aux confins de l’histoire russe.»
Le Monde

«Une petite merveille sensuelle et nostalgique.»
Marianne

«Les moments de magie qui traversent le film de Aleksei Fedorchenko révèlent une forme de spiritualité laïque qui, si elle n’existait pas, demanderait à être inventée.»
Première


«Narrée en voix off par l'un des deux protagonistes, traversée de retours en arrière d'une sensualité fulgurante, cette intrigue pour le moins ténue tisse un parallèle entre la nudité terrienne de ce corps de femme promis au néant et la disparition d'une culture. Le dépouillement de la narration, le lyrisme des paysages, la célébration élégiaque de la finitude des choses et des êtres ouvrent au spectateur un espace qui lui représente ce qu'il a lui-même perdu de plus cher.»  LE MONDE


«Verhaltene Dialoge und Off-Kommentare voller Lyrik und Geheimnis, dazu eine wunderbar unaufdringlich die Natur und das soziale Umfeld einfangende Kamera, und die beiden Hauptdarsteller, Igor Sergejew und Yuri Tsurilo, geben der Ballade von der Unmöglichkeit, die eigene Individualität wirklich frei zu leben, eine ungemeine Kraft. Der ganze Film atmet die Schönheit eines surrealistischen Gedichts. Man versinkt in einer Welt, die einem vollkommen fremd erscheint, und wird zugleich angeregt, über die eigene Existenz nachzudenken.» Peter Claus, getidan


«A lyrical Russian tale.» Hollywood Reporter

«A perfect example of film’s ability to take viewers into other worlds, Silent Souls is a profound and moving cinematic poem about love and loss, set against the bleak landscape of central western Russia.» Screen International

«The film I’d love to see win the Golden Lion in Venice this year is Aleksei Fedorchenko’s Silent Souls, a lovely poetic Russian story about two men who drive to a river shore to cremate a woman: the wife of one, and briefly a lover of the other.»  Telegraph

«There's never been a road trip quite like this in cinematic history.» Washington Times

«The slogan of the film was tenderness. We wanted tenderness to be transformed into nostalgia; tenderness and nostalgia were to become synonymous with love.» Fedorchenko.


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