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Still Walking - Aruitemo, aruitemo

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Still Walking - Aruitemo, aruitemo

Die Yokoyamas versammeln sich im Gedenken an den Tod von Junpei, dem älteren Bruder, der vor 15 Jahren ertrank, als er einem Jungen im nahe gelegenen Meer das Leben rettete. Der als Arzt pensionierte Vater Shohei trauert immer noch um Junpei, den wunderbaren Jugendlichen und designierten Erben seiner Klinik, während er seinen lebenden Sohn Ryota, einen arbeitslosen Kunstrestaurator, als zweitklassig betrachtet. Hirokazu Kore-eda lässt diesen Konflikt nicht mit lautstarken Konfrontationen aufbrechen, er betrachtet das Seelenleben einer Familie in seinen allerfeinsten Regungen und begrenzt auf einen Zeitraum von 24 Stunden. Sein Film ist ein in sich ruhendes Kleinod über die familiären Beziehungen.

************************

Unter all seinen wunderbaren Filmen ist STILL WALKING vermutlich der persönlichste von Hirokazu Kore-eda. Der Japaner arbeitet seit vielen Jahren konsequent und still, fernab vom Rummel der Filmbranche, an einem Werk, das einige der zentralen Fragen der menschlichen Existenz stellt. Oder besser vielleicht: Das sich behutsam einigen der wichtigsten Fragen des Daseins annähert. Kore-eda kreist das menschliche Sein ein, betrachtet es von verschiedenen Seiten, immer wieder aus der Perspektive seines Endes. Der Tod ist ein Tabu und doch das, was mit Garantie alle irgendwann ereilt, unausweichlich. Von ihm aus lässt sich das Leben abgeschlossen betrachten, von ihm aus können sich so scheinbar einfache wie schwer zu beantwortende Fragen stellen: Was war es denn, das Entscheidende in deinem Leben?

In Still Walking blickt Hirokazu Kore-eda ganz einfach hinein in einen Tag einer Familie. Da ereignet sich nichts Spektakuläres, da ist die Sensation in den Zwischentönen, in der einfachen Tatsache zum Beispiel, dass diese Gruppe von Menschen einmal im Jahr zusammenkommt, um an einen Ihrigen zu denken, der früh aus dem Leben scheiden musste. Die Hauptfigur ist der abwesende Sohn, und über ihn ist es präsent: das Leben. Sein Tod weckt es, auch Jahre danach und immer wieder. Kore-eda ist ein Meister im Sichtbarmachen des Unsichtbaren, im Betrachten der kleinen Sensationen, zu denen hier das Zubereiten des Essens gehört, der Zeit, in der nichts geschieht und doch alles ist. Da entfaltet sich seine grosse Kunst, indem er mit den filmischen Grundelementen Raum und Zeit erzählt, eine friedliche und besinnliche Stimmung schafft, uns Raum gibt, darin aufgehoben und geborgen zu sein. Das ist eine Form des Kinos, die uns als Zuschauende zu uns selber finden lässt – über das Betrachten des Anderen.

Walter Ruggle

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Der neue Film des Japaners Hirokazu Kore-eda wurde in den Wettbewerb nach Cannes eingeladen.

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Credits

Originaltitel Still Walking - Aruitemo, aruitemo
Deutscher Titel Still Walking
Französischer Titel Still Walking
Andere Titel Still Walking
RegisseurIn Hirokazu KORE-EDA
Land Japan
Kinoformate 35mm, DVD, Blu-ray
Drehbuch Hirokazu Kore-eda
Montage Hirokazu Kore-eda
Kamera Yamazaki Yutaka
Ton Tsurumaki Yutaka, Ohtake Shuji
Ausstattung Isomi Toshihiro, Mitsumatsu Keiko
Kostüme Kurosawa Kazuko
Produktion TV Man Union
Länge 114 Min.
Sprache japanisch/d/f

SchauspielerInnen

Abe Hiroshi Ryota
Harada Yoshio Shohei
Natsukawa Yui Yukari
Kiki Kirin Toshiko
Tanaka Shohei Atsushi

Auszeichnungen

San Sebastian Filmfestival, CEC AWARD für den besten Film

Mar del Plata: GOLDEN ASTOR to Best Feature Film

Tokyo, BLUE RIBBON AWARD best director

Pressestimmen

«L’un des films les plus profondément vrais qu’on ait jamais vus sur la vie de famille.»

Le Temps / Norbert Creutz



«Kore-eda est au niveau des meilleurs cinéastes japonais, égal à d’immenses auteurs qui le précèdent: Ozu, Kurosawa, Naruse…»

Le Matin Dimanche / Freddy Buache



«Un film extraordinaire de subtilité, d’harmonie, de délicatesse, de justesse. Du très grand cinéma.»

RSR / Antoine Duplan et Marie-Claude Martin



«Sans cris et sans fracas, la petite musique de Still Walking s’insinue durablement dans le cœur et l’esprit comme un murmure apaisant. Les petites notes qu’elle égrène composent une mélodie douce-amère qui sonne juste et sans artifice.»

Ciné-Feuilles



«Kore-eda conserve son œil aigu de documentariste des sentiments.»

24H



 «Das ist einer der zutiefst wahren Filme über das Familieleben, die man je gesehen hat.»

Le Temps / Norbert Creutz



«Kore-eda gehört zu den besten japanischen Filmschaffenden und ist gleichzusetzen mit den grossartigen vorangegangenen Autoren Ozu, Kurosawa und Naruse.»

Matin Dimanche / Freddy Buache



 «Es ist so absolut packend, so sicher in seinen Feinheiten und der Betrachtung, dass der Rest der Welt, während du den Film anschaust, einfach unbedeutend wird.»

New York Times



 «Funny and suffused with warmth...

A gem.»

VARIETY



 «Ample et profond, tout en retenue, d'une sensibilité jamais mièvre, d'une dureté jamais pathétique, mais d'une force incontestable. (...) Weiter

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Kamera Yamazaki Yutaka
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Ausstattung Isomi Toshihiro, Mitsumatsu Keiko
Kostüme Kurosawa Kazuko
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