Film

The Hunter - Shekarchi

DVD bestellen
Film

The Hunter - Shekarchi

Ali arbeitet als Nachtwächter in einer Fabrik. Er lebt mit seiner Frau und der gemeinsamen Tochter in Teheran. Als er erfährt, dass die beiden bei einer Manifestation ums Leben gekommen sind, treibt ihn die Wut zu einem Racheakt und in eine ausweglose Flucht. Shekarchi ist eine Art Thriller, der nach innen explodiert, die stille Betrachtung eines Landes, das den Raum zum Leben immer enger zieht, in dem alle Verfolgter und Verfolger werden.

Grün ist die Hoffnung
Ali lebt mit seiner Frau und seiner sechsjährigen Tochter in der iranischen Metropole Teheran, einem Moloch, der die Menschenmassen und den Verkehr zu verschlingen scheint. Weil Ali eine Strafe absitzen musste, darf er nach seiner Freilassung nur noch in der Nacht arbeiten. Für die Familie bleibt da wenig Raum. Von Zeit zu Zeit zieht er sich in die Wälder zurück, in denen Stille herrscht und er allein ist. Er jagt gerne. Die trügerische Ruhe seiner geregelten Lebensbahnen wird auf die Probe gestellt, als die Stadt in Aufruhr gerät und Menschenmassen durch die Strassen ziehen. Es ist die Zeit der Proteste gegen gefälschte Wahlresultate und verfolgte Oppositionelle. Frau und Tochter verschwinden spurlos. Nach langem Warten auf der Polizeistation erfährt Ali, dass seine Frau bei einer Demonstration erschossen wurde. Von der Tochter fehlt jede Spur, und die Polizei verdächtigt ihn, mit den Demonstranten zu sympathisieren. Zwei Tage später wird auch sein Kind tot aufgefunden.


Was tut der Einzelne angesichts der staatlichen Gewalt und Macht? Wohin führt ein Klima des Misstrauens und Verrats? Wie verhält sich einer, der sich in die Enge getrieben fühlt? Der iranische Regisseur Rafi Pitts beschreibt die Ohnmacht in seiner Heimat in einer sinnbildlich starken Geschichte, in der er selber die Hauptfigur verkörpert und damit seine eigene stumme Verzweiflung gleich doppelt zum Ausdruck bringt. Ali schiesst vom Aussichtspunkt über der Stadtautobahn auf ein Polizeiauto und wird zum Verfolgten, der in seine geliebten Wälder fliehen muss und dort zwischen zwei Polizisten gerät, die offenbar auch ihre liebe Mühe miteinander haben. Bildstark beschreibt Rafi Pitts den Stillstand in seiner stumm aufgewühlten Heimat, immer wieder verdichtet er Momente zu Tableaus, die für sich sprechen. Und schliesslich überrascht er mit einem Ende, das die letzte Konsequenz zeigt.

Google+ Facebook Twitter Email

Credits

Originaltitel The Hunter - Shekarchi
Deutscher Titel Zeit des Zorns
Französischer Titel Le chasseur
Andere Titel Il cacciatore
RegisseurIn Rafi Pitts
Land Iran
Kinoformate 35mm
Drehbuch Rafi Pitts
Kamera Mohammad Davoudi
Ton Hossein Bashash
Ausstattung Mahyar Esmaeili
Kostüme Malekjahan Khazaei
Produktion Twenty Twenty Vision
Länge 92 Min.
Sprache farsi/d/f

SchauspielerInnen

Rafi Pitts

Pressestimmen

«Ein mutiger Film.» SWR


«Grossartig.» Kölner Stadtanzeiger

«Ein verzweifelt starkes Stück Kino aus dem Iran.» Der Tagesspiegel

«Ein grossartiger Film.» Berliner Zeitung

«Ein Kunstwerk seiner Zeit und zugleich der Zeit enthoben.» Die Zeit


«The Hunter reiht sich nahtlos ein in die Reihe  neorealistischer Meisterwerke und überzeugt durch seine lyrische, symbolträchtige Bildsprache, den subtilen Einsatz von Musik und Geräuschen wie durch herausragende darstellerische Leistungen. Gleichzeitig zeichnet Pitts das Porträt seiner Heimat, in der sich die Menschen seit Langem nach Demokratie sehnen.» Kulturagenda, Simone Tanner


«Pitts ist inzwischen zu einem Sprachrohr für jene Kollegen geworden, die ihre Sympathie für die Grüne Bewegung mit Haft und Schlimmerem bezahlen.» BaZ, Mathias Heybrock


«In einem brutalisierten Iran, dessen Regierung gegen das eigene Volk kämpft, zeichnet der Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion eine Anatomie des Widerstands: Das Individuum gerät in einen teuflischen Kreislauf, weil jeder, der die Systemfrage stellt, als Feind der Revolution gilt. Der Racheakt wird zum politischen Statement, zu einem Manifest der Verzweiflung, zur Befreiung aus individueller Ohnmacht.» BR-Online, Margret Köhler


«Ein neorealistischer Western, der stark geprägt ist von Pitts Erfahrungen mit der iranischen Politik.» Ensuite


«Es geht um Rache, aber auch darum, wie nah an den Abgrund ein System jeden Einzelnen treiben kann.» Berner Zeitung, Martina Bolzli

(...) Weiter

Credits

Originaltitel The Hunter - Shekarchi
Deutscher Titel Zeit des Zorns
Französischer Titel Le chasseur
Andere Titel Il cacciatore
RegisseurIn Rafi Pitts
Land Iran
Kinoformate 35mm
Drehbuch Rafi Pitts
Kamera Mohammad Davoudi
Ton Hossein Bashash
Ausstattung Mahyar Esmaeili
Kostüme Malekjahan Khazaei
Produktion Twenty Twenty Vision
Länge 92 Min.
Sprache farsi/d/f

SchauspielerInnen

Rafi Pitts

Pressestimmen

«Ein mutiger Film.» SWR


«Grossartig.» Kölner Stadtanzeiger

«Ein verzweifelt starkes Stück Kino aus dem Iran.» Der Tagesspiegel

«Ein grossartiger Film.» Berliner Zeitung

«Ein Kunstwerk seiner Zeit und zugleich der Zeit enthoben.» Die Zeit


«The Hunter reiht sich nahtlos ein in die Reihe  neorealistischer Meisterwerke und überzeugt durch seine lyrische, symbolträchtige Bildsprache, den subtilen Einsatz von Musik und Geräuschen wie durch herausragende darstellerische Leistungen. Gleichzeitig zeichnet Pitts das Porträt seiner Heimat, in der sich die Menschen seit Langem nach Demokratie sehnen.» Kulturagenda, Simone Tanner


«Pitts ist inzwischen zu einem Sprachrohr für jene Kollegen geworden, die ihre Sympathie für die Grüne Bewegung mit Haft und Schlimmerem bezahlen.» BaZ, Mathias Heybrock


«In einem brutalisierten Iran, dessen Regierung gegen das eigene Volk kämpft, zeichnet der Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion eine Anatomie des Widerstands: Das Individuum gerät in einen teuflischen Kreislauf, weil jeder, der die Systemfrage stellt, als Feind der Revolution gilt. Der Racheakt wird zum politischen Statement, zu einem Manifest der Verzweiflung, zur Befreiung aus individueller Ohnmacht.» BR-Online, Margret Köhler


«Ein neorealistischer Western, der stark geprägt ist von Pitts Erfahrungen mit der iranischen Politik.» Ensuite


«Es geht um Rache, aber auch darum, wie nah an den Abgrund ein System jeden Einzelnen treiben kann.» Berner Zeitung, Martina Bolzli

(...) Weiter

Bild:
The Hunter - Shekarchi