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To Make A Comedy Is No Fun

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To Make A Comedy Is No Fun

Jiří Menzel gehört zu den talentiertesten Komödienregisseuren des Kinos. In seiner persönlichen Annäherung «To Make a Comedy is no Fun» beschreibt der Schweizer Musiker Robert Kolinsky das Werk Menzels und erzählt erstmals die Geschichte dieses aussergewöhnlichen Filmemachers, Theaterregisseurs und Menschen. 1968, gerade mal 28-jährig, holte sich der Tscheche mit der Komödie Scharf Beobachtete Züge den Oscar für den besten nicht englischsprachigen Film. Es wurde ein Schlüsselwerk des Prager Frühlings.

Trotz Oscar und Angeboten widersteht der junge Menzel dem US-amerikanischen Traum und kehrt in die kommunistisch regierte Tschechoslowakei zurück, wo er das Academy Award Diplom an die Wand auf der Toilette hängt. Er fühlt sich den eigenen Landsleuten verpflichtet. Zurück in Prag kämpft er für den Lebensunterhalt und gegen die politische Zensur. Mit gelegentlichen von Kollegen aus dem Ausland (z.B. Costa-Gavras) angebotenen Schauspieljobs, hält er sich über Wasser. Sein erster Film nach der Oscarauszeichnung Lerchen am Faden wird 1969 verboten und in den staatlichen Tresor verbannt. Erst 21 Jahre später kann der Film an der Berlinale 1990 seine internationale Premiere feiern und erhält auch prompt den Goldenen Bären.

In den Jahren zwischen der Niederschlagung des Prager Frühlings und der so genannten samtenen Revolution Ende der 1980-er Jahre muss Jiří Menzel lernen, sich mit dem verhassten Regime zu arrangieren. So bleibt er trotz Berufsverbot bei den staatlichen Filmstudios in Prag angestellt, bekommt Bücher zu lesen und muss schriftlich begründen, warum man daraus keinen Film machen kann. Mit einem Arbeiterfilm gelingt ihm seine Rückkehr. Miloš Forman sieht darin eine typisch tschechische Überlebensstrategie: Dem Unglück mit Humor und Bier zu begegnen! Jiří Menzel selbst hat seine Mission jedenfalls in der Heimat erfüllt: „Sie lachen, sagte ich mir, also habe ich was für ihre Gesundheit getan.“ Und er schafft es seine politischen Botschaften so zu verstecken, dass das Regime sie nicht bemerkt. Im dokumentarischen Essay von Robert Kolinsky kommen unter anderem Milos Forman, Istvan Szabo, Werner Düggelin, Ken Loach, Vera Chytilová, Julia Jentsch und Emir Kusturica zu Wort, die uns die aussergewöhnliche Geschichte Jiří Menzels Leben und seiner Karriere nahebringen.

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Publikumspreis für TO MAKE A COMEDY IS NO FUN

Robert Kolinsky hat am Filmfestival DER NEUE HEIMATFILM den Publikumspreis gewonnen.

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Credits

Originaltitel To Make A Comedy Is No Fun
Deutscher Titel To Make A Comedy Is No Fun
Französischer Titel To Make A Comedy Is No Fun
Andere Titel Jiří Menzel - To Make A Comedy Is No Fun
RegisseurIn Robert Kolinsky
Land Tschechische Republik
Kinoformate Blu-ray, DCP
Drehbuch Robert Kolinsky
Montage Andrea Pugner
Kamera Elia Lyssy, Jana Marsik, Ines Thomsen und Jan Kuldan
Produktion Catpics AG, Alfi Sinniger & Sarah Born
Länge 80 Min.
Sprache Englisch, Tschechisch,Deutsch, Französisch/d/f

SchauspielerInnen

Jiří Menzel
Milos Forman
Emir Kusturica
Ken Loach
Istvan Szabo
Werner Düggelin
Vera Chytilová
Julia Jentsch
Rolf Lyssy
Rolf Knie
Magda Vašaryová
Bolek Polívka
Míla Řádová

Auszeichnungen

Solothurn IFF 2016
Bolzano FF 2016

Pressestimmen

«Es war ein Dokumentarfilm über einen Grossen des Weltkinos, der für einen der unvergesslichsten Momente an diesen Filmtagen sorgte. Es geht um den Film «To Make a Comedy Is No Fun – Jiri Menzel». Der Titel des Dokumentarfilms über den 1938 geborenen tschechischen Regisseur, der zu den herausragendsten Figuren der tschechischen Nouvelle Vague gehörte, lässt den umwerfenden Witz Menzels erahnen, der 1968 für seine Komödie «Scharf beobachtete Züge» den Oscar für den besten nichtenglischsprachigen Film erhalten hatte. Der Dokumentarfilm des 1970 in Solothurn geborenen Robert Kolinsky, der als Pianist in Basel seit vielen Jahren ein Musikfestival leitet, führt mit grösster Sorgfalt und Liebe durch Menzels unglaubliches Universum.» Neue Zürcher Zeitung


«Menzel ist nichts heilig, auch nicht er selbst; und so unterhaltsam und pointiert erzählt er auch von sich und seinen Filmen.» ProgrammZeitung, Nicolas Passavant

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Montage Andrea Pugner
Kamera Elia Lyssy, Jana Marsik, Ines Thomsen und Jan Kuldan
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