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Umoregi - La for...

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Kohei OGURI
Umoregi - La forÃ... (2005)
Nemuru otoko - Sl... (1990)

Japan
Love and Honor - ... (2007)
Hana Yori mo Naho (2006)
Umoregi - La forÃ... (2005)
Nobody Knows - Da... (2004)
Tokyo Godfathers (2003)
Twilight Samurai,... (2003)
Power and Terror ... (2002)
Departure (2001)
Hasen no malice -... (1999)
After Life - Wand... (1998)
Nahja no mura - N... (1997)
Maboroshi no hika... (1995)
Okaeri (1995)
Nemuru otoko - Sl... (1990)
Narayama Bushiko ... (1982)
Akahige (1965)
The Woman in the ... (1964)
High and Low - Te... (1963)
Yojimbo (1961)
Naked Youth - Sei... (1960)
Street of Love An... (1959)
Narayama Bushiko ... (1958)
Akasen Chitai - S... (1956)
Yokihi - Empress ... (1955)
The Seven Samurai... (1954)
Chikamatsu monoga... (1954)
Sansyo Dayu - San... (1954)
Gion Bayashi - Si... (1954)
Uwasa no Onna - H... (1954)
Tokyo monogatari ... (1953)
Ugetsu monogatari (1953)
Oyu Sama - Miss O... (1951)
Hakuchi - Idiot (1951)
Rashomon (1951)
Shubun - Scandal (1950)
Banshun - Late Sp... (1949)
I was born, but -... (1932)

Umoregi - La forêt oubliée

Ein visuelles Gedicht, das an die Bilderwelten eines Hopper erinnert und uns einlädt, alles zu vergessen und einzutauchen in die tieferen Schichten der Bilder. In einer kleinen Stadt nahe der Berge besucht Machi die Mittelschule. Sie steckt in einem Alter, in dem das Leben noch eine klarere Richtung erfahren wird. Mit ihren Freundinnen sitzt sie zusammen, um spielerisch in Geschichten einzutauchen, die sie sich erzählen. Wirklichkeit und Geschichten beginnen sich zu durchdringen, die Grenzen lösen sich auf, und Kohei Oguri lädt uns ein, in seine eigenwillige Bilderwelt einzusteigen. Geschichten erzählen heisst immer auch, Welten erfinden. Die Geschichten mögen sich aus der Wirklichkeit nähren, aber wenn sie uns anderswo hinführen wollen, dann werden sie die Realität hinter sich lassen und sich ihre eigene Wirklichkeit schaffen. Für den Japaner Kohei Oguri sind es Bilder, die andere Welten öffnen. In UMOREGI, was übersetzt etwa soviel wie "der verborgene Baum" heisst, lädt er uns auf eine ausgeklügelte Bilderreise ein, in der immer unklarer wird, wo nun die Realität der Geschichte liegt und wo die Ebene der Erzählung. Es ist eine Art «zukünftige Geschichte», die er vor uns ausbreitet, eine Geschichte, die sich uns öffnen kann, bei dem uns vieles aber auch verborgen bleiben darf. Die Bilder, sagt Kohei Oguri, sprechen uns sehr direkt an und folgen nicht der Logik der Wörter. Wir alle haben die erzählte Mitwelt zunächst über Bilder und Töne erfahren, indem wir als Kinder Bilderbücher anschauten oder Geschichten lauschten. Im Prinzip versucht der Japaner es mit seinem jüngsten Film, uns ins Erzählen von Geschichten zu entführen und, hoffend, dass wir darin eintauchen, uns ein Bilderbuch zu öffnen. Es ist ein prachtvolles Bilderbuch mit bis ins letzte hinein komponierten Bildern, atemberaubend ausgeleuchtet mitunter, auch in den Schatten faszinierend und in verborgene Details hinein. Es ist ein Bilderbuch aber auch, das uns spürbar macht, wo wir den kindlichen Blick hinter uns gelassen haben und uns an ganz anderen Zeichen orientieren. Mir scheint, dass Oguri uns mit diesem Film provozieren will, uns nur auf seine Bilder einzulassen und auch ihre Fremdheit als solche zu akzeptieren und zu geniessen.
Walter Ruggle

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