Vacances au pays

Jean-Marie Teno
Kamerun, 1999
"Vacances au pays" ist eine tagebuchartig gestaltete Reise, auf der sich der Filmemacher Jean-Marie Teno nach Jahren der Abwesenheit zurück in seine Heimat Kamerun begibt, auf die Suche nach dem Fantasma der Modernität, von dem sein Volk besessen ist. Mit spitzer Zunge, Ironie und einer gewissen Traurigkeit auch hinterfragt Teno den Entwicklungsbegriff, der in Afrika mit einer "tropischen Modernität" in Verbindung gebracht wird. Alles, was aus Europa oder Nordamerika kommt, ist modern - alles was heimisch ist und gleichzeitig archaisch, muss verschwinden. Im Film wiederholt Jean-Marie Teno jene Reise, die er als Jugendlicher während der Sommerferien gemacht hatte. Sie führt ihn von der Grossstadt Jaunde nach Bandjoun, ins Dorf seiner Eltern und Vorfahren. "Vacances au pays" ist eine persönliche und ausgesprochen anregende Reflexion über den Drang zur Modernität und über ein problematisches Entwicklungsmodell.