Jukti, Takko aar gappo

Movie

Jukti, Takko aar gappo

Ritwik GhatakIndia – 1990

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"Jukti, takko aar gappo" ist der letzte Spielfilm, den der Bengale Ritwik Ghatak drehen konnte. Er beschäftigt sich mit der Person, die der Autor am besten kennt: Mit sich selber. Ghatak verkörpert denn auch einen trinkenden Intellektuellen, der von seiner Familie verlassen wurde und nun an der Seite eines jungen Bengalen und einer Schutz suchenden Bengalin die Gegend durchwandert. Industriezonen, Wälder, Städte wie Kalkutta. Zusammen mit einer Gruppe kommunistischer Widerstandskämpfer findet er schliesslich den Tod. Episodenhaft sinniert Ghatak in diesem Film über das Verhältnis der Intellektuellen zum Verrat an den eigenen Ideen und Idealen. Eine zentrale Rolle spielt dabei das Verhältnis zu den Ereignissen rund um die Trennung Bengalens. "Ich brenne darauf, dass das Universum brennt", ruft der Intellektuelle im Film mehrmals aus. Der Film gilt allgemein als ein Schlüsselwerk des Filmemachers.

Original Title Jukti, Takko aar gappo
German Title Einsicht, Streit und eine Geschichte
French Title Raison discussion et un conte
Other Titles Argument and a Story
Directed by Ritwik Ghatak
Country India
Available Formats 35mm
Screenplay Ritwik Ghatak
Film Editing Ramesh Joshi
Soundtrack Ritwik Ghatak
Cinematography Baby Islam
Sound Shyamsundar Ghosh
Production Rit Chitra
Runtime 121 Min.
Language Bengali/d/f
Actors
Ritwik Ghatak
Tripti Mitra
Shaonil Mitra
Bijou Bhattacharya
Uptal Dutt
Gyanesh Mukhopahyay
Ananya Roy
Ranen Ray Choudhury

Der schonungsloseste Epitaph der Filmgeschichte, selbstverfasst: Ritwik Ghatak, stets gepeinigt von Identitätszweifeln, die er im Alkohol ertränkte, beginnt den Film, der sein letzter werden sollte, noch vor Titash Ekti Nadir Naam. Wie dort werden die Dreharbeiten immer wieder unterbrochen, wegen akut auftretender Tuberkulose und Alkoholdelirium. Ghatak selbst spielt einen alkoholkranken Intellektuellen, den seine Frau nach einem (autobiographischen) Wortwechsel verlässt, und der mit zwei Bürgerkriegsflüchtlingen aus Bangladesh eine Odyssee durchs zerfallene Westbengalen unternimmt. Halb Narr, halb Weiser, trifft er, zumeist betrunken, auf ehemalige Mitstreiter, die der Dekadenz anheimgefallen sind, wohnt einem traditionellen Chau-Tanz bei und findet nach einer langen, fruchtlosen Diskussion mit jungen Widerstandskämpfern durch eine zufällige Kugel den Tod, wobei er seine letzte Flasche ins Kameraobjektiv verschüttet. Inhaltlich wie stilistisch ein Film der Ratlosigkeit, die aber mit solcher Leidenschaft vorgetragen wird, dass sie zielstrebig scheint: «Das Universum brennt. Ich brenne.»
Movimiento

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