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Ricardo Larraín gestorben

24.03.2016

In Santiago de Chile ist einer der Wegbereiter des jungen chilenischen Kinos gestorben.

Im Alter von 58 Jahren ist am 21. März in Santiago de Chile der Filmemacher Ricardo Larraín einem Krebsleiden erlegen. Aufsehen erregt hatte er mit seinem Spielfilm «La Frontera», der 1992 den Silbernen Bären in Berlin gewann, was aus Chile erst Pablo Larraín für «El Club» und Patricio Guzmán für «El boton de nacar» 2015 wieder schaffen sollten. «La frontera» steht heute für die Anfangszeiten eines neuen chilenischen Kinos nach der Schreckensherrschaft der Diktatur. Der Film brachte auch einen Schauspieler wie Patricio Contreras aus dem Exil in das Land zurück. Er verkörperte hier die Rolle des Lehrers Ramiro Orellana, der in die Verbannung im Süden des Landes geschickt wurde. Ricardo Larraín schloss seine Studien 1978 an der School of Communication Arts an der Katholischen Universität von Chile ab. Seine ersten Arbeiten waren Kurzfilme in den 1980er Jahren. Er verdiente sich seinen Lebensunterhalt vorerst mit Werbung und gehörte zu denen, die den Spot «NO» realisierten, der den Abgang des Diktators mit bewirkte. Im Spielfilm «El entusiasmo» betrachtete Ricardo Larraín den schwierigen Prozess, in dem sich der Einzelne wie die Gesellschaft nach einer Militärdisktatur befinden. Der Film mit den spanischen Schauspielerinnen Maribel Verdú und Carmen Maura lief 1998 in Cannes und wurde in der Schweiz von trigon-film in den Kinos und auf DVD herausgebracht.

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