Regisseur/in

Mariana Otero

1 Film im Verleih

Mariana Otero (geboren 1963 in Rennes, Frankreich) begann sich nach ihrem Filmstudium an der IDHEC für Dokumentarfilm zu interessieren. Sie führte Regie bei mehreren Filmen für ARTE, darunter Non lieux und La loi du collège, die erste Dokumentarfilmreihe des Senders. Zwischen 1995 und 2000 lebte sie in Portugal, wo sie bei Cette télévision est la vôtre Regie führte. Dieser Film löste im Land grosse Kontroversen aus, da er die Arbeitsweise des grössten kommerziellen Fernsehsenders Portugals (SIC) enthüllte. Otero kehrte danach nach Frankreich zurück und wandte sich mit Histoire d'un secret, in dem sie sich mit einem lang gehüteten Familiengeheimnis auseinandersetzt, dem Kino zu und wurde mehrfach dafür ausgezeichnet.

2010 führte sie Regie bei Entre nos mains, der erzählt, wie Angestellte versuchen ihr Unternehmen zu retten, indem sie es in eine Genossenschaft umwandeln. Der Film wurde 2011 für den César in der Kategorie bester Dokumentarfilm nominiert. 2013 folgte À ciel ouvert, ein Film, der uns die einzigartige Sicht auf die Welt psychisch und sozial benachteiligter Kinder verstehen lässt. Als Fortsetzung des Films schrieb Otero zusammen mit Marie Brémond das Buch «À ciel ouvert, entretiens». In den Jahren 2016/17 führte sie Regie bei L'assemblée, der während der sozialen Bewegung «Nuit debout» gedreht wurde und zeigt, wie die Menschen auf dem Place de la République in Paris versuchen, die Demokratie neu zu erfinden.

Darüber hinaus lehrt Otero in den Ateliers Varan, an der Fémis, an der Universität Jussieu, am Creadoc (Universität Poitiers/Angoulême) und an der ECAL (Lausanne). Sie ist Mitglied der Association du Cinéma Indépendant pour sa Diffusion (Acid), deren Ko-Vorsitzende sie von 2010 bis 2012 war.

Filmographie

2019 GILLES CARON – HISTOIRE D’UN REGARD
2017 L’ASSEMBLÉE
2013 À CIEL OUVERT
2010 ENTRE NOS MAINS
2003 HISTOIRE D’UN SECRET
1997 CETTE TÉLÉVISION EST LA VÔTRE (TV)
1994 LA LOI DU COLLÈGE (TV 6 x28’)
1991 NON-LIEUX (TV) Co-Regie mit Alejandra Rojo

Gilles Caron - Histoire d'un regard (Flyer)

Gilles Caron - Histoire d'un regard (2020)

Der Fotograf Gilles Caron verschwand 1970 spurlos in Kambodscha. Er war kaum 30 Jahre alt und einer der wichtigsten Zeugen seiner Zeit, berichtete über den Sechstagekrieg, den Mai 68, Belfast, Biafra, Vietnam. Mariana Otero machte sich auf die Suche nach dem Menschen hinter den Bildern. Ein Film für alle, die gerne fotografieren. Und ein Stück Zeitgeschichte, vermittelt über Bilder, die sich, wie das nebenstehende mit Daniel Cohn Bendit in Paris im Mai 68, ganzen Generationen einprägten und für ihre Zeit stehen. Weiter

Im Kino:

  • Baden-Wettingen: ab 11. November
  • Basel: ab 12. November
  • Chur: 20. Dezember
  • Luzern: ab 12. November
  • Olten: 19. bis 22. Dezember
  • Zürich: 1. November Vorpremiere
  • Zürich: ab 12. November