Regisseur/in

Tomás Gutiérrez Alea

2 Filme im Verleih

Tomás Gutiérrez Alea (Titón) ist am 11. Dezember 1928 in Havanna geboren. 1959 organisierte er zusammen mit anderen die "section de cinéma de la Direction de Culture de l'Armée Rebelle", womit er an die Dreharbeiten von "Cette terre la nôtre" anknüpft, dem ersten Dokumentarfilm aus der Zeit nach der Revolution. Im darauffolgenden Jahr nahm er an der Gründung des "Institut cubain l'Art et l'Industrie Cinématographiques (ICAIC)" teil und wurde Gründungsmitglied der "Union Auteurs et Artistes de Cuba (UNEAC)".

1960 verwirklichte er den ersten fiktiven Spielfilm der ICAIC, "Histoires de la Révolution", mit welchem er ein filmisches Werk einleitete, das ihn auf der ganzen Welt als einen der Grossen des lateinamerikanischen Kinos bekannt machen sollte. Während den 60er Jahren hat er Filme wie "Les douze chaises", "La mort d'un bureaucrate" und "Mémoires du sous-développement" realisiert. Seine bekanntesten Filme sind "Les survivants" (1978), "La última cena" (1976), und "Fraise et Chocolat" (1993), das er zusammen mit Tabío realisiert hat und mit dem er eine Oscarnominierung in den Vereinigten Staaten erlangte. 1989 war Alea als Berater in den Regiestudios des Sundance Institute in den Vereinigten Staaten tätig. Mit Tabío verwirklichte er 1995 auch seinen letzten Film "Guántanamera".

In einem Interwiew, das während den Dreharbeiten zu "Fraise et Chocolat" gemacht wurde, sagte Alea: "Für mich ist das Kino noch ein präzises Instrument der Durchdringung der Realität, Kino ist nicht einfach nur, die Realität zu beschreiben. Kino heisst, zu manipulieren. Es gibt dir auch die Möglichkeit, verschiedene Aspekte der Realiät zu manipulieren, neue Bedeutungen zu erschaffen."

Guitiérrez Alea starb in Havanna am 16. April 1996.

FILMOGRAPHIE

1948 Movimiento por la paz (documentaire)
1949 Primero de Mayo (documentaire)
1950 Una confusión cotidiana (fiction)
1958 La toma de La Habana por los ingleses (documentaire)
1959 Esta tierra nuestra (documentaire)
1960 Historias de la revolución (fiction), Asamblea General (documentaire)
1961 Muerte al invasor (documentaire)
1962 Las doce sillas (fiction)
1964 Cumbite (fiction)
1966 Papeles son papeles (argumento), La muerte de un burócrata (fiction)
1968 Memorias del subdesarrollo (fiction)
1971 Una pelea cubana contra los demonios (fiction)
1976 La última cena (fiction)
1977 La sexta parte del mundo (documentaire)
1978 Los sobrevivientes (fiction), El camino de la mirra y el incienso
1983 Hasta cierto punto (fiction)
1988 Cartas del parque (fiction)
1991 Contigo en la distancia (fiction)
1993 Fresa y ChocolateFresa y Chocolate (fiction)
1995 Guantanamera (fiction)

Memorias del subdesarrollo (Flyer)

Memorias del subdesarrollo (1968)

Castros Revolution war für viele Kubaner die Erlösung von einem tyrannischen Regime und der Beginn von wesentlich mehr Freiheit und sozialer Gerechtigkeit. Sergio ist im Land geblieben, nicht aus Überzeugung, sondern aus Bequemlichkeit und ein bisschen Neugier. Seine Frau hat ihn und Kuba verlassen. Sergio versucht in seiner Luxuswohnung, seine Memoiren zu schreiben, sich zu erinnern an die alte Zeit, die neue zu analysieren und zu verstehen. Weiter

La muerte de un burocrata (Flyer)

La muerte de un burocrata (1966)

Paco, ein strebsamer Arbeiter, der eine Maschine erfunden hat, die Büsten des kubanischen Nationaldichters José Martí herstellt, stirbt bei einem Arbeitsunfall und wird mit allen Ehren eines revolutionären Helden begraben. Als seine Witwe die Pension beantragt, mus sie den Arbeitsausweis ihres Mannes vorlegen. Aber dieser wurde Paco ins Grab mitgegeben. Alles, was die Witwe und ihr Neffe Juan zur Wiederbeschaffung des Arbeitsausweises anstellen, gerät aufgrund der bürokratischen Verwaltung zur Groteske. Weiter