Virgem Margarida (Flyer)

Virgem Margarida

Im Jahr 1975 erlebt Mozambique (heute: Mosambik) eine Art Wiedergeburt. Die Revolution hat das Land befreit, in den Strassen von Maputo werden Prostituierte eingesammelt und in ein Erziehungslager draussen im Land gebracht. Die Revolution will aus ihnen die "neuen Frauen" schaffen. Margarida ist ein 16-jähriges Mädchen vom Dorf, das versehentlich mitgenommen wurde. Es ist seine Geschichte, die wir erfahren und die Geschichte einer Gruppe von Frauen, die allmählich begreifen, dass die Revolution tatsächlich ihre Freiheit bedeutet, aber eine andere. Weiter

Comment j'ai fêté la fin du monde (Flyer)

Comment j'ai fêté la fin du monde

Die grossartige Dorotheea Petre verkörpert im Film die junge Eva um die Zeit herum, in der der Eiserne Vorhang in Stücke zerfiel. Erfrischend, melancholisch und heiter ist dieser Blick auf ein Land, das sich aus der fortschreitenden globalen Zeitreise davongestohlen hatte. Eva lebt 1989, als der Eiserne Vorhang in Stücke zerfiel, mit ihren Eltern und dem siebenjährigen Bruder Lalalilu in einem Quartier von Bukarest. Sie ist Gymnasiastin und eine attraktive junge Frau. Weiter

Siberian Mammoth - O Mamute Siberiano (Flyer)

Siberian Mammoth - O Mamute Siberiano

Der junge Regisseur Vicente Ferraz machte sich 2001 auf den Weg, die Geschichte eines Films zu rekonstruieren. «Soy Cuba» war 1963 als erste Ko-Produktion Kubas mit der Sowjetunion entstanden. Ein Mythos der Filmgeschichte, Monument und Mammut zugleich, denn dieser Film war lange Zeit vergessen, bis Martin Scorsese ihn wieder in die Öffentlichkeit brachte. Seither überschlagen sich die KritikerInnen: eine kinematografische Höchstleistung, ebenso exzeptionell wie poetisch und gigantisch. Ferraz trifft die beteiligten Schauspieler, Autoren und Assistenten. Weiter

La vida es silbar (Flyer)

La vida es silbar

Fernando PérezKuba – 1998

Fernando Pérez erzählt in seinem Spielfilm «La vida es silbar» von Havanna und von drei Menschen, die hier auf der Suche nach dem persönlichen Glück sind. Mariana, eine junge Ballett-Tänzerin, würde liebend gerne die Rolle der Giselle tanzen und begehrt genauso enthusiastisch die Körper junger Männer. Der Musiker Elpidio wurde als kleiner Junge von seiner Mutter Cuba verlassen, weil er nicht nach deren Wünschen geraten war. Weiter

Im Kino

  • Bern, Rex: 13. August
  • Dielsdorf: 4. November
  • Zürich, Kosmos: 4. und 7. August
Tropicanita (Flyer)

Tropicanita

Havanna in den 90er Jahren. In der Dunkelheit einer tropischen Sommernacht wird im Hinterhof eines grossen Hauses die Leiche eines deutschen Touristen vom Titisee im Schwarzwald gefunden, auf dem Rücken umgeschnallte Engelsflügel, in der Hand eine Flasche Schnaps. Für die lokale Polizei ist der Fall schnell klar: Betrunkener Ausländer stürzte bei einer wilden Party vom Dach. Einzig den Polizeileutnant Lorenzo lässt der Fall nicht los, und er beginnt gegen den Willen seines Chefs auf eigene Faust zu recherchieren. Weiter

Quiéreme y verás (Flyer)

Quiéreme y verás

Mag sein, dass in Kuba das Geld für einen ausgewachsenen Spielfilm 1994 gefehlt hat, aber Einstünder vom Kaliber dieses Filmes, der allein oder zusammen mit «Madagascar» von Fernando Pérez ein mehr als ausgewachsenes Programm bildet, wägen das Manko spielend auf. Da planen also drei kleine Ganoven in Havanna den Banküberfall des Jahrhunderts. Die «Bank of America», vor deren gigantischem Portal einem das kalte Schaudern kommen kann, wollen sie sich vornehmen, um ein für alle Mal saniert zu sein. Weiter

Al Ard - La terre (Flyer)

Al Ard - La terre

Dieses fast neorealistische Epos ist eine bittere Anklage gegen soziale Ungerechtigkeit und Unterdrückung. Der Ende der 1960er Jahre entstandene Spielfilm betrachtet die Ausbeutung und den gescheiterten Aufstand ägyptischer Bauern zwei Jahrzehnte vor der Revolution von 1952, die Gamal Abdel Nasser an die Macht und eine Agrarreform mit sich brachte. Als der prototypische ägyptische Fellache strahlt Hauptdarsteller Mahmoud El-Meliguy jene stille Würde aus, die alle Ausbeutung überdauern wird. Weiter

Im Kino

  • Bern, Rex: 23. Juni
Memorias del subdesarrollo (Flyer)

Memorias del subdesarrollo

Castros Revolution war für viele Kubaner die Erlösung von einem tyrannischen Regime und der Beginn von wesentlich mehr Freiheit und sozialer Gerechtigkeit. Sergio ist im Land geblieben, nicht aus Überzeugung, sondern aus Bequemlichkeit und ein bisschen Neugier. Seine Frau hat ihn und Kuba verlassen. Sergio versucht in seiner Luxuswohnung, seine Memoiren zu schreiben, sich zu erinnern an die alte Zeit, die neue zu analysieren und zu verstehen. Weiter

Im Kino

  • Zürich, Kosmos: 28. und 31. Juli
Hora de los hornos, La (Flyer)

Hora de los hornos, La

Alle Macht der Leinwand Die 60er Jahre brachten nicht nur ästhetisch neue Wellen in die Filmgeschichte: Sie brachten auch politische Bewegungen auf die Leinwand. Zum Beispiel in Lateinamerika, wo in Brasilien, Chile, Kuba, Bolivien oder Argentinien Filmemacher sich laut- und bildstark äusserten. Weiter

Lucia (Flyer)

Lucia

Humberto SolásKuba – 1968

Ein Vorname für drei Frauen. Jede steht für einen Schlüsselmoment in der Geschichte Kubas: 1895, 1930, 1953. Ein wundervoll fliessendes Triptychon aus drei unterschiedlichen Inszenierungsstilen, das die Entwicklung der weiblichen Existenz auf der Insel beschreibt und damit diejenige aller Kubanerinnen. Lucía war der erste Spielfilm von Humberto Solás, auf Anhieb ein Meisterstück.Episode IDie erste, um 1895 angesiedelte Episode spielt zur Zeit des Kampfes gegen die spanischen Kolonialherren. Weiter

La muerte de un burocrata (Flyer)

La muerte de un burocrata

Paco, ein strebsamer Arbeiter, der eine Maschine erfunden hat, die Büsten des kubanischen Nationaldichters José Martí herstellt, stirbt bei einem Arbeitsunfall und wird mit allen Ehren eines revolutionären Helden begraben. Als seine Witwe die Pension beantragt, mus sie den Arbeitsausweis ihres Mannes vorlegen. Aber dieser wurde Paco ins Grab mitgegeben. Alles, was die Witwe und ihr Neffe Juan zur Wiederbeschaffung des Arbeitsausweises anstellen, gerät aufgrund der bürokratischen Verwaltung zur Groteske. Weiter

Soy Cuba (Flyer)

Soy Cuba

Michail KalatosowKuba – 1964

Klassiker des Revolutionskinos In vier Episoden sang der legendäre russische Regisseur Mikhail Kalatozov, der mit «Wenn die Kraniche ziehen» Filmgeschichte schrieb, 1964 eine Hymne auf die kubanische Revolution. Während in den ersten beiden Episoden die soziale Ungerechtigkeit und die Schlechtigkeit der dafür verantwortlichen Yankees angeprangert werden, feiern die andern beiden Teile den Heroismus und die Opferbereitschaft der Revolutionäre. Ästhetisch steht der Film ganz in der Tradition des grossen sowjetischen Revolutionskinos eines Eisenstein oder Pudowkin. Weiter

Das Mädchen mit der Hutschachtel - Devuska s korobkoj (Flyer)

Das Mädchen mit der Hutschachtel - Devuska s korobkoj

Boris BarnetRussland – 1927

Findet man das kleine Glück in der grossen Stadt? Die junge Hutmacherin Natascha, die mit ihrem Grossvater in einem winterlich eingeschneiten Vorort lebt, muss mit dem Zug vom Dorf nach Moskau pendeln, um ihre Kreationen im Hutladen der extravaganten Frau Irene abzuliefern. Diese führt Natascha gegenüber der Verwaltung als Untermieterin, um mehr Wohnraum beanspruchen zu können. Der tollpatschige Bahnbeamte umwirbt das reizende Mädchen vom Land mit seinem hinreissenden Lächeln. Weiter

Mat - Die Mutter (Flyer)

Mat - Die Mutter

Einer der ekstatischsten unter den "Meilensteinen" des Mediums: Film über die Revolution, der den Film revolutioniert. Die Metastasen der Zarenherrschaft aus der Sicht der kleinen Leute, dem Blick von Ohnmacht und Empörung. Nur dem Buchstaben nach eine "Literaturverfilmung". Tatsächlich etwas, das einzig dem Film offen steht, ihn zugleich neu erfindet. Die Erregung der Kameraposition, die Leidenschaft des Lichts, das Wechselbad der Einstellungsgrößen. Weiter

Oktober - Oktjabr (Flyer)

Oktober - Oktjabr

Vom Frühjahr bis Oktober 1917. Acht Monate: die Geschichte der russischen Revolution. Für diesen Film, den das Moskauer Politbüro zur Zehnjahresfeier des Umbruchs in Auftrag gibt, stehen ­Eisenstein 500.000 Rubel, 10.000 Statisten, das Winterpalais, die Stadt St. Petersburg-Leningrad, der Panzerkreuzer "Aurora" und - am Höhepunkt der Energiekrise - eine Unzahl von Kilowattstunden Strom zur Verfügung. Statt eines Agit-Monumentalschinkens dreht er indes seinen wildesten, intellektuellsten, experimentellsten, ­barockesten, kühnsten Film. Weiter

Bronenosec Potemkin - Panzerkreuzer Potemkin (Flyer)

Bronenosec Potemkin - Panzerkreuzer Potemkin

Der Revolutionsfilm schlechthin, hier in der deutschen Nadeltonfassung von 1930: Auch technisch ein Zeitdokument. «Glorios der Widerspruch, dass Eisenstein für einen Revolutionsfilm die Struktur klassischer Tragödie mit Einheit von Zeit und Ort, fünf Akten und Protagonisten wählt. Letztere jedoch sind Chor der Massen geworden. Hier das Kollektiv des Panzerkreuzers, dort das Kollektiv der Stadt. Visueller Gesang von Kanonenrohren, Steintreppen, Kosakenstiefeln. Weiter