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Rückblende ins Jahr 1976 in Chile, auch, um von heute zu erzählen. Manuela Martelli betrachtet das Leben in ihrem fesselnden und zutiefst beeindruckenden Debüt ganz aus der Wahrnehmung einer Frau, deren wohl situierte Familie sich mit dem Leben unter einer Diktatur arrangiert hat. Im Ferienhaus am Meer wird Carmen einer anderen Realität gewahr und handelt.

Wir schreiben das Jahr 1976. Drei Jahre ist es her, seit General Pinochet durch einen Putsch Staatschef wurde und in Chile eine brutale Militärdiktatur errichtet hat. Die 50-jährige Carmen führt mit ihrem Mann Miguel und den erwachsenen Kindern ein gutbürgerliches Leben in der Hauptstadt Santiago. Ehemann Miguel ist ein erfolgreicher, angesehener Arzt. Eigentlich wollte sie auch Medizin studieren, aber dies gehörte sich für eine Frau nicht. So kümmert sie sich um den Haushalt und engagiert sich für gemeinnützige Projekte in der Kirche. Über Politik wird in der Familie und im Freundeskreis nicht gesprochen. Man hat sich relativ gut arrangiert. Obwohl Carmen ein geregeltes Leben zu führen scheint, macht sich ein Unbehagen bemerkbar. Carmen macht sich auf den Weg zum Winterhaus am Meer, um dessen Renovierung zu beaufsichtigen und Zeit für sich zu haben. Ihr Mann, die Kinder und Enkelkinder kommen während des Winterurlaubs vorbei. Als der Pfarrer sie bittet, sich um einen jungen Mann zu kümmern, den er heimlich beherbergt, betritt Carmen Neuland, weg von dem ruhigen Leben, das sie gewohnt ist.  Die Schauspielerin Manuela Martelli, die 2004 in Machuca begeisterte, hat in ihrem Spielfilmerstling ein ungemein dicht gestaltetes, sorgsam erzähltes und gefilmtes Stimmungsbild aus einem Land gedreht, in dem Menschen unter einer Diktatur leben müssen und in keinem Augenblick mehr wissen, wem sie trauen können und wem nicht. Ihr Film ist hochaktuell: Eine Entdeckung.

Originaltitel «1976»
Deutscher Titel 1976
Französischer Titel 1976
Andere Titel 1976
RegisseurIn Manuela Martelli
Land Chile
Kinoformate Blu-ray, DCP
Drehbuch Manuela Martelli, Alejandra Moffat
Montage Camila Mercadal
Musik Mariá Portugal
Kamera Soledad «Yarará» Rodríguez
Ton Jesica Suárez
Ausstattung Francisca Correa
Kostüme Pilar Calderon
Produktion Cinestación Chile
Länge 95 Min.
Sprache Spanisch/d/f
SchauspielerInnen
Aline Kuppenheim Carmen
Nicolás Sepúlveda Elías
Hugo Medina Padre Sánchez
Alejandro Goic Miguel
Carmen Gloria Martínez Estela
Antonia Zegers Raquel
Marcial Tagle Osvaldo
Amalia Kassai Leonor
Gabriel Urzúa Tomás
Auszeichnungen

Cannes 2022
Quinzaine des réalisateurs

Toulouse - Cinéma en Construction
Grand Prix, Special Prize
Le Film Français-Prize

Jerusalem Film Festival 2022
Preis Bestes internationales Filmdebüt (Manuela Martelli)
Award for International Cinema

London Film Festival 2022

San Sebastián International Film Festival 2022
Horizontes Latinos

Tokyo International Film Festival 2022

Brussels International Film Festival 2022

Melbourne International Film Festival

Cine de Lima (PUCP)

World Cinema Amsterdam Film Festival

«1976 zeigt eindrücklich das Stillhalten und Wegsehen der Menschen, konzentriert sich dabei ganz auf die Perspektive von Carmen – ein fesselndes Drama.» Züritipp, Gregor Schenker


«Toller Polit-Thriller im Hitchcock-Stil, der leise schleichend unter die Hühnerhaut kriecht.» Annabelle, Mathias Heybrock

«Immer nah an dem beherrschten und zugleich fantastisch ausdrucksstarken Gesicht von Aline Küppenheim, folgt der Film den Wegen dieser Frau, die ihre eigene Komfortzone verlässt. Doch je mehr sie wagt, desto mehr exponiert sie sich auch. Der Film zeigt es mit Thrilleratmosphäre.» Die Wochenzeitung, Barbara Schweizerhof


«Eindrücklich und mit zunehmender Dringlichkeit macht Manuela Martelli spürbar, was es heisst, wenn das Politische privat wird.» Bieler Tagblatt, Raphael Amstutz

«1976 ist ein stilles Drama, dessen Kraft in Form von Menschlichkeit durchbricht. Mit einer heimlichen Heldin im Mittelpunkt.» Filmbulletin, Silvia Posavec

«Manuela Martelli stellt mit 1976 vielmehr eine gefahrengesättigte Gefühlslage dar, als sie eine Geschichte in all ihren Details auserzählt. Der krasse Kontrast der beiden Realitäten, die sie am moralischen Dilemma einer Dame der besseren Gesellschaft spiegelt, wird auch ohne sichtbare Gewalt manifest.» P.S. Zeitung, Thierry Frochaux

«1976 wirft einen anderen, interessanten Blick auf die Albträume von Pinochets Chile, indem hier eine gutsituierte Frau porträtiert wird, die sich mit ihrem politischen Engagement mitten in den Wirren der Diktatur auf einen gefährlichen Pfad begibt.» Neue Zürcher Zeitung / NZZ am Sonntag

«Manuela Martelli zeigt uns im Melodrama-Psychodrama-Thriller 1976, wie in dieser Situation das Leben gelebt wurde. Ein grossartiger und anregender Film.» Seniorweb, Hanspeter Stalder


«1976 von Manuela Martelli beschwört die unheimliche Vergangenheit Chiles mit eindringlicher Intensität herauf.» kath.ch, Sarah Stutte

«Manuela Martelli evoziert in ihrem Spielfilmdebüt dicht die permanente Atmosphäre von Angst, Überwachung und Verunsicherung in Zeiten einer brutalen Militärdiktatur. – So spiegelt sich in dieser Protagonistin eine Zerrissenheit der chilenischen Gesellschaft, die vermutlich immer noch nicht überwunden ist.» Filmnetz, Walter Gasperi

«Von der Kritik hochgelobtes chilenisches Drama.» Luzerner Zeitung, Regina Grüter

«Ein eher stiller, zurückhaltender Film. Die Geschichte ist interessant, auch und gerade, weil sie historisch in eine Zeit und ein Land führt, über die viele wohl nicht viel wissen.» Cineman

«1976 raubt einem auch auf der Bild- und Tonebene den Atem. Ein stilsicherer, eindrücklicher Erstling.» Badener Tagblatt

«Stilles Unbehagen: Im fein schattierten Spielfilmerstling der jungen Schauspielerin Manuela Martelli sieht sich eine gutbürgerliche Frau mit der Realität von Pinochets Diktatur konfrontiert, vor der ihr Milieu die Augen verschliesst. Eine Entdeckung.» Kino Rex Bern

«Un film de grande valeur par la rigueur de sa mise en scène et l’intelligence du scénario d’un ‹cinéma politique› aujourd’hui pensé radicalement.» Filmexplorer, Jean Perret

«Charakterstudie, Intrige à la Hitchcock und das brillante Schauspiel von Aline Kuppenheim verquicken sich zu einer packenden Erzählung.» Screen International

«1976 erzählt aus der Sicht einer Frau, was die Diktatur Pinochets den Menschen angetan hat.» Variety

«Ein intelligenter und subtiler Film, der weit über das klassische engagierte Kino hinausgeht.» Diario ABC

«Ein geheimnisvoller Film... getragen von einem agilen erzählerischen Puls.» Caimán

«Eine packende, präzise erzählte Geschichte zwischen Drama und Thriller.» La Tercera

«Martelli erweist sich als souveräne Filmemacherin im Umgang mit dem dramatischen Timing und der wachsenden Spannung des Films.» MicropsiaCine.com

«Der chilenische Film 1976 zeigt, wie die Diktatur durch die kleinen Ritzen sickert.» Radio france international

«Elle filme avec une discrète dignité, à ‹hauteur de femme›, sans jamais se servir d’elle comme le faire valoir d›une cause ou d›un combat politique.» Rayonvert

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