Film

A peine j'ouvre les yeux

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A peine j'ouvre les yeux

Leyla BouzidTunesien – 2015

Tunis kurz vor der Zeit, die oft als arabischer Frühling bezeichnet wird. Farah ist gerade mal 18, hat ihr Abitur gemacht, und die Familie stellt sie sich bereits als Ärztin vor. Sie aber singt fürs Leben gern in einer Rock-Band und rebelliert mit politischen Texten gegen die einengende Gesellschaft. Das ist das vibrierende Porträt einer jungen Frau, die gegen männliche Strukturen Sturm läuft, abhebt und auf den Boden der Realität fällt. Ein explosiver Film.

Junge Frau in einer Männerwelt

Jede Gesellschaft hat ihre eigenen Gesetze und Spielregeln, gleichzeitig gibt es Ähnlich-keiten im Menschsein quer durch die Welt. Zu ihnen gehören die jugendliche Neugier und der Freiheitsdrang, von denen auch die 18-jährige Farah im ersten Spielfilm von Leyla Bouzid beseelt ist. Sie hat ihre Mittelschule abgeschlossen und singt in einer Band. Sie singt fürs Leben gern und wird dabei auch den einen oder anderen Frust los, der sich aufgestaut hat. Zuhause versucht die Mutter, Farah zu bändigen und ihr deutlich zu machen, dass eine junge Frau in Tunesien sich nicht alles erlauben könne und dass es manchmal besser sei, sich zurückzuhalten. Aber genau das will Farah nicht, sie steht für jene Generation, die vor wenigen Jahren auf die Strasse ging, um die Dinge zu ändern. Die Tunesierin Leyla Bouzid erzählt die Geschichte der jungen Rebellin mit Feingefühl und einer geteilten Lust am Aufbruch und Ausbruch. Jede Gesellschaft muss sich verändern, wenn sie vorwärtskommen will. Das Umfeld lässt in ihrer Heimat den Frauen wenig Spielraum; die Mutter, das wird im Verlauf des Filmes klar, weiss selber nur zu gut, was sie meint, wenn sie ihre geliebte Tochter zu besänftigen versucht. Der freie Flug kann rasch zum Absturz führen, weil der Flugraum nicht unter der Kontrolle der Fluglustigen ist. Bouzids Film steckt voller Elan einer Generation, die auch in der Wirklichkeit des so genannt arabischen Frühlings erfahren musste, dass alles seine Zeit braucht und mitunter mehr Geduld, als Jugendliche aufbringen mögen. Farah hat die Rockmusik als Ventil, hat ihre Band, mit der zusammen sie auftreten und sich auslassen kann. Und wenn Leyla Bouzid eine Geschichte erzählt, die sie im 2010 angesiedelt hat – also bevor der Sturm losging –, dann erzählt sie ganz intensiv von heute. Ihr Film rockt und reisst uns mit.
Walter Ruggle

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Die tunesische Filmemacherin hat in Cannes von Geena Davis und Susan Sarandon den Women-in-Motion-Preis erhalten.

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Credits

Originaltitel A peine j'ouvre les yeux
Deutscher Titel Kaum öffne ich die Augen
Französischer Titel A peine j'ouvre les yeux
Andere Titel A peine j'ouvre les yeux - As I open my eyes
RegisseurIn Leyla Bouzid
Land Tunesien
Kinoformate DVD, Blu-ray, DCP
Drehbuch Leyla Bouzid, Marie-Sophie Chambon
Montage Lilian Corbeille
Musik Khyam Allami
Kamera Sébastien Goepfert
Ton Ludovic Van Pachterbeke
Ausstattung Raouf Hélioui
Kostüme Nadia Anane
Produktion Blue Monday Production, Propaganda Production
Länge 102 Min.
Sprache Arabisch/d/f

SchauspielerInnen

Baya Medhaffer Farah
Ghalia Benali Hayet
Montassar Ayari Borhène
Aymen Omrani Ali
Lassaad Jamoussi Mahmoud
Deena Abdelwahed Inès
Youssef Soltana Ska
Marwen Soltana Sami

Auszeichnungen

72 Mostra de Venise – Giornati degli Autori

Prix du Public 

Prix Label Europa Cinémas

Festival international du film francophone de Namur

Bayard d’or du meilleur premier film

Festival de Saint-Jean de Luz

Prix du public, prix du Jury, prix de la meilleure interprétation féminine

Festival du film de Bastia

Prix du public

Pressestimmen

„Dieser Musikfilm pulsiert derart vor Lebenslust, dass er einfach unbändigen Spass macht.“ Filmbulletin

"Mitreissend ist die Musik, dieser mit traditionellen nordafrikanischen Einflüssen gefärbte Poprock. Und Farah-Darstellerin Baya Medhaffar kommt erfrischend natürlich rüber." Radio srf 3

"Die Konzertszenen sind die schönsten des Films: Farah schreit ihre Leidenschaft und ihren Lebenshunger in ihr Publikum - und über die Leinwand hinaus in den Kinosaal." Tages-Anzeiger


„Die 18-jährige Maturandin Farah soll auf Wunsch ihrer Familie Ärztin werden, aber ihr Herz schlägt für eine Rockband.“ 20Minuten


„Mit einer fokussierten Story, in intimer Bildsprache gefilmt und von exzellenten Hauptdarstellern getragen, führt einen die Regisseurin in die Zeit kurz vor der Revolution von 2011; und immer wieder gelingt es ihr, dabei überraschende Akzente zu setzen." NZZ


„Der Film steckt voller Elan einer Generation, die den arabischen Frühling erfahren musste und dass alles seine Zeit braucht und mehr Geduld, als Jugendliche aufbringen mögen.“ students


„Eindrückliches Porträt einer rebellierenden Jugend.“ Kulturtipp


„Porträt einer jungen Frau in Tunis, die gegen männliche Strukturen Sturm läuft. Der Erstlingsfilm von Leyla Bouzid ist berührend, explosiv und aufklärend.“ Der andere Film

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Musik Khyam Allami
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