Baara

von Souleymane Cissé, Mali, 1978
Bild von

Ballas Alltag
In seinem Spielfilm Baara erzählt Afrikas Altmeister Souleymane Cissé von einem jungen Mann, der den wachsenden politischen und wirtschaftlichen Spannungen des städtischen Afrikas schutzlos ausgesetzt ist. Balla Diarra ist ein Arbeiter in der Hauptstadt Bamako. Er kämpft hart, um mit seinem tiefen Einkommen zu überleben. Nachdem sein Freund von einem gefühlskalten Firmenchef getötet wurde, steht er vor der Wahl, selber Gewalt anzuwenden. Der Film ist in der modernen Stadt angesiedelt und bietet ein Porträt des afrikanischen Stadtlebens, wie wir es in den Filmen lange Zeit nicht zu sehen bekommen haben. Er gehört längst zu den Klassikern des afrikanischen Kinos.

Festivals & Auszeichnungen

Grand Prix du Fespaco,
Ouagadougou
Golden Montgolfiere, Festival
des trois continents, Nantes
Ernest Artaria Award et
Prix du Jury oeconomique,
Festival du Film, Locarno

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Credits

Originaltitel
Baara
Titel
Baara
Regie
Souleymane Cissé
Land
Mali
Jahr
1978
Drehbuch
Souleymane Cissé
Montage
Andrée Davanture
Musik
Lamine Konté
Kamera
Étienne Carton de Grammont, Abdoulaye Sidibé
Ton
Gérard Lamps
Produktion
Souleymane Cissé, Sisé Filimu
Formate
35mm, DVD
Länge
93 Min.
Sprache
Bambara/d/f oder i
Schauspieler:innen
Balla Moussa Keita, Baba Niare, Bubukar Keita, Omou Diarra, Ismaila Sarr

Pro Material

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Pressestimmen

Ein junger Ingenieur ist leitender Angestellter einer Fabrik in Bamako. Mit viel Geschick gelingt es ihm, dringende Probleme zu lösen, und seine neuen Methoden kommen bei der Belegschaft gut an. Aber sein Bestreben, die Arbeiter an Entscheidungsprozessen teilnehmen zu lassen, missfällt dem Besitzer des Unternehmens, der ihn ermorden lässt. Mit dem Ingenieur Balla Traoré schuf Souleymane Cissé eine Symbolfigur für eine ganze Generation liberaler Intellektueller, die mit viel Engagement versuchten, im postkolonialen Afrika eine gerechte Gesellschaft aufzubauen. (cinemafrica)

"Ich bin noch auf der Suche nach einem Stil und einer Ausdrucksform. Und diese Suche führe ich von meiner eigenen Kultur aus. Ich habe noch lange nicht gefunden, was ich suche. Mein dritter Film wird sicher wieder anders. Man kann nicht sagen, dass man Filme macht, solange man nicht eine gewisse Meisterschaft erreicht hat. Denn die Form entscheidet alles. Ich denke, es ist nicht in Ordnung, dass Filmemacher an den Problemen ihrer Gesellschaft vorbeigehen. Ich meine, wir haben alle eine Verantwortung, jeder auf seinem Gebiet." (Souleymane Cissé, 1978)