Den Hintergrund des ersten Spielfilms von Andrei Tarkowski bildet der Zweite Weltkrieg, im Zentrum steht der 12-jährige Knabe Iwan. Im Rahmen des  offiziellen Programms an Filmen entstanden, verblüfft noch heute, wie es der Russe schaffte, einen Film zu drehen, der quer zum System stand und den Krieg aus der Perspektive eines Buben zeigte, eines Jungen notabene, der total verhärtet wirkt, nachdem er seine Familien verloren hat und einem Lager entkommen ist, der wenig Perspektiven sieht und ganz einfach eines will: Den Tod seiner Liebsten rächen. Trakowski besticht schon hier in der Kameraarbeit. Er erzählt mit einfachen Mitteln in ungemein starken Schwarz-Weiss-Tableaus, in denen er das düstere Bild des Krieges quasi in seinem Innern zeichnet und dem die fröhliche Kindheit eines Buben entgegensetzt, die Sonne dem Regen, die Klarheit dem Nebel.

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Endlich in guter Qualität im Original.

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Originaltitel Iwans Kindheit
Deutscher Titel Iwans Kindheit
Französischer Titel L'enfance d'Ivan - Ivanovo detstvo
Andere Titel L'infanzia di Ivan - Ivan's Childhood
RegisseurIn Andrei Tarkowski
Land Russland
Kinoformate Blu-ray, DCP
Drehbuch Wladimir O. Bogomolow, Michail Papawa nach «Iwan» von Wladimir Bogomolow
Montage Ljudmila Fejginowa
Musik Wjatscheslaw Owtschinnikow
Kamera Wadim Jussow
Länge 95 Min.
Sprache Russisch, Deutsch/d
SchauspielerInnen
Kolja Burljajew Iwan
Walentin Subkow Cholin
Jewgeni Sharikow Galzew
Sergej Krylow Katassonow
Nikolaj Grinko Grjasnow
Walentina Maljawina Mascha
Irma Tarkowskaja Iwans Mutter
Auszeichnungen

Goldener Löwe. Mostra Dell'Arte Cinematografica di Venezia

«Bemerkenswert ist, wie ungebrochen das Potenzial der Verstörung erscheint, das dieser Film fast mehr noch dadurch, wie er erzählt, als was er erzählt, offenbart. Nach wie vor revolutionär mutet ein Zeitverständnis an, das herkömmliche Hierarchien in der Codierung von Vergangenem und Gegenwärtigem einfach ausser Kraft setzt.» Christoph Egger, Filmpodiumszeitung

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