Einer der ekstatischsten unter den "Meilensteinen" des Mediums: Film über die Revolution, der den Film revolutioniert. Die Metastasen der Zarenherrschaft aus der Sicht der kleinen Leute, dem Blick von Ohnmacht und Empörung. Nur dem Buchstaben nach eine "Literaturverfilmung". Tatsächlich etwas, das einzig dem Film offen steht, ihn zugleich neu erfindet. Die Erregung der Kameraposition, die Leidenschaft des Lichts, das Wechselbad der Einstellungsgrößen. Und allem zuvor die zusammenprallenden Bildgedanken, gegen- und auseinander fliegende Bildgefühle der Montage, der "energischste und aufregendste Schritt zur Emanzipation der Kamera, den wir bisher erlebt haben", wie Rudolf Arnheim 1932 befindet. Am Ende verknüpfen sich die Bilder von schmelzendem Eis, aus dem Ufer tretenden Flüssen und demonstrierenden Massen zu einem furiosen Montagestrom. Erwachende Natur, erwachendes Bewusstsein - einer der wildesten Momente aus dem unbändigen Frühling der Kinematographie. (H.T., Filmmuseum Wien)

Originaltitel Mat - Die Mutter
Deutscher Titel Die Mutter
Französischer Titel La mère
Andere Titel La madre
RegisseurIn Wsewolod Pudowkin
Land Russland
Kinoformate Blu-ray, DCP
Drehbuch Natan Zarchi nach dem Roman von Maxim Gorki
Kamera Anatoli Golownja
Ausstattung Sergei Koslowski
Produktion Meschrabpom-Rus
Länge 73 Min.
Sprache Stumm, Russ. Inserts/d oder f
SchauspielerInnen
Wera Baranowskaja Mutter
Nikolai Batalow Pawel Wlassow (Sohn)
Alexander Tschistjakow Vater
Wsewolod Pudowkin Polizist
Iwan Kowal-Samborski Wesowschtschikow
Anna Zemcowa Revolutionärin
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