Die letzte Reise
Der alternde Lehrer und Imker Spiros hat nach der Trennung von seiner Frau und der Heirat seiner Tochter genug vom Leben und von seiner Familie. Er
tritt eine letzte Reise in den Süden an mit einem Lastwagen voller Bienenkisten. Unterwegs nimmt er eine junge Anhalterin mit, zu der eine seltsame Beziehung entsteht, die ihn jedoch nicht von seiner Todessehnsucht abbringen kann. Der Film besticht durch seine einfühlsame, melancholische Darstellung, die in erster Linie durch die ausdrucksstarken Bilder und einen sehr sensibel spielenden Marcello Mastroianni geschaffen wird. Das Alter, der schmerzliche Verlust politischer Ideale, der gnadenlose Pragmatismus der Jugend, die Sprachlosigkeit in der Ehe: All diese Themen deutet der Film mehr an, als dass er sie explizit aussprechen würde. Und dem grossartigen Marcello Mastroianni gelingt es, sich in dieser filmischen Kunst des Andeutens zurückzunehmen und zum griechischen Imker zu verpuppen. Zur suggestiv melancholischen Stimmung trägt die von Eleni Karaindrou komponierte Filmmusik bei, in der Jan Garbarek mit seinem Saxophon das tragende musikalische Thema des Films spielt. Das von Tonino Guerra beflügelte Drehbuch lehnt sich an Motive des Romans «Der Tod eines Bienenzüchters» von Lars Gustafsson an.

Originaltitel O melissokomos
Deutscher Titel Der Bienenzüchter
Französischer Titel L'apiculteur
Andere Titel Il volo
RegisseurIn Theo Angelopoulos
Land Griechenland
Kinoformate 35mm, DVD, DCP
Drehbuch Theo Angelopoulos, Dimitris Nollas, Tonino Guerra
Montage Takis Yannopoulos
Musik Eleni Karaindrou
Kamera Giorgos Arvanitis
Ton Nikos Achladis
Produktion Nikos Angelopoulos
Länge 122 Min.
Sprache Griechisch/d/f
SchauspielerInnen
Marcello Mastroianni
Nadia Mourouzi
Serge Reggiani
Jenny Roussea
Dinos Iliopoulos

«Sehenswert ist er, weil er das Sehen lehrt und zeigt, was Kino sein kann.»
Die Zeit

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