Film

Midnight Traveler

Hassan FaziliAfghanistan – 2019

Unterwegs von Afghanistan nach Europa, auf der Flucht vor dem Tod, dokumentierte die Familie des Filmemachers Hassan Fazili drei Jahre mit ihren Handys. Entstanden ist ein Film, der uns aus der Perspektive von Flüchtlingen eine Flucht zusammenfasst.

Eine Todesdrohung der Taliban treibt den afghanischen Regisseur Hassan Fazili und seine Frau Fatima Hussaini, ebenfalls Filmemacherin, im Jahr 2015 in die Flucht. Zusammen mit den beiden Töchtern Nargis (11) und Zahra (6) fliehen sie auf der Suche nach Sicherheit aus der Heimat ins ferne Europa. Das Ehepaar und auch die beiden Töchter filmen die mehrjährige Reise mit ihren Mobiltelefonen. Auf der Balkanroute, während langer und ungewisser Aufenthalte in verschiedenen Flüchtlingslagern, gibt es ihnen Kraft, ihre schwierige Situation fortwährend zu dokumentieren. Trotz Widrigkeiten und Rückschlägen verlieren die Eltern nie das Menschsein aus den Augen. Sie nehmen alle Entbehrungen auf sich und hoffen auf eine bessere Zukunft für ihre Töchter, die sich auf der langen Reise allmählich emanzipieren. Der Filmemacher sagt: «Wir hatten Glück. Aber die Umstände waren oft grauenhaft.» Sein Film lässt uns die beschwerliche Reise nachvollziehen.

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Originaltitel Midnight Traveler
Deutscher Titel Midnight Traveler
Französischer Titel Midnight Traveler
Andere Titel Midnight Traveler
RegisseurIn Hassan Fazili
Land Afghanistan
Kinoformate DCP
Drehbuch Emelie Mahdavian
Montage Emelie Mahdavian
Musik Gretchen Jude
Kamera Fatima Hussaini, Hassan Fazili, Nargis Fazili, Zahra Fazili
Ton Daniel Timmons
Produktion Emelie Mahdavian, Su Kim
Länge 87 Min.
Sprache Dari, Englisch/d/f + i
SchauspielerInnen
Nargis Fazili Nargis Fazili
Zahra Fazili Zahra Fazili
Fatima Hussaini Fatima Hussaini
Hassan Fazili Hassan Fazili
Auszeichnungen

Sundance Film Festival 2019
World Cinema Documentary Special Jury Award

Berlinale Panorama
Lobende Erwähnung der Friedensfilmpreis-Jury
Publikumspreis 2. Rang

Visions du réel, Nyon
Grand Angle - Prix du Public

Film Festival Diritti Umani Lugano
Premio Diritti Umani all’Autore 2019

«Ein absolut notwendiger, einzigartiger Film und ein Werk von grosser Intimität und Ehrlichkeit.» Bruno Rudolf von Rohr, Programmzeitung


«Die preisgekrönte Doku ist feinsinnig, detailreich, ergreifend und authentisch.» Züritipp


«Hassan Fazili zeigt in «Midnight Traveler», worauf Fernsehreportagen oft nur von aussen blicken können: eine Flucht aus Sicht der Flüchtenden.» Lory Roebuck, NZZ


«Ein einzigartiges Zeitzeugnis. Fazili kreiert im Spannungsfeld von Hoffnung und Hoffnungslosigkeit einen assoziativen Erzählrhythmus, der dem Film im Verbund mit seinem wuchtigen, emotionalen Score eine faszinierende Dynamik verleiht.» Stefan Volk, Filmbulletin


«Fazili gelingt mit Midnight Traveler das einnehmende Porträt einer Flüchtlingserfahrung.» Björn Schneider, cineman


«Mit ihrem Gemeinschaftsprojekt ist den Fazilis ein ungeschönter Blick aus dem Abgrund heraus gelungen. Der Film schildert die Erlebnisse ihrer beschwerlichen Reise, trägt ihre Hoffnungen und Ängste und teilt damit ein persönliches Schicksal, das oft nur von aussen wiedergegeben wird. Die Frage, was wir selbst für unsere Freiheit bereit wären auf uns zu nehmen, stellt sich niemals so dringlich wie hier.» Sarah Stutte, Medientipp


«Mit drei Mobilfunkgeräten haben sie daraus ein Roadmovie gemacht, das viel mehr als bloss eine Art Logbuch der Selbstrettung einer Familie ist. 'Midnight Traveler' setzt Angst, Frust und zermürbender Langeweile eine Poesie des Augenblicks entgegen, die sich aus Wolkenformationen, Vogelschwärmen, dem Lachen der Kinder, den Gesprächen der Eltern ergibt. Die Rettung ist auch das gute Bild.» Tagesspiegel

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