Robert Mugabe - What happened?

von Simon Bright, Simbabwe, 2011
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Der Film zeichnet den Werdegang des aus armen Verhältnissen stammenden Robert Mugabe nach, der – inspiriert von seinem Ghana-Aufenthalt und unter dem Eindruck des dortigen Präsidenten Nkruhma – zunächst zum „Helden der Unabhängigkeit“ Simbabwes und zu dessen erstem gefeierten Präsidenten nach der Unabhängigkeit aufsteigt. Zunächst gilt das unabhängige Simbabwe als vorbildliches Modell einer Gesellschaft, wo Schwarz und Weiss friedlich zusammenleben. Doch schon während des Befreiungskampfes wird auch die Rücksichtslosigkeit Mugabes gegenüber echter oder vermeintlicher Opposition erkennbar – und so erscheint dann seine spätere Transformation zum Dauer-Präsidenten und rücksichtslosen Autokraten weniger überraschend, denn in gewisser Weise vorhersehbar

Der Film verwebt die Biographie Mugabes mit dem zeitgeschichtlichen Kontext des vormaligen Rhodesien, dann Simbabwe – auch und gerade im Kontext des Kalten Krieges bzw. des Kampfes gegen das Apartheids-Regime in Südafrika. So folgt der Film der biographischen Entwicklung Robert Mugabes: erwähnt die ärmlichen Verhältnisse in denen er aufwächst und die Wut auf seinen Vater, der die Mutter verlassen hat. In der Schule wird seine außerordentliche Intelligenz erkannt und konsequent gefördert; Robert Mugabe erfährt eine hervorragende Ausbildung bei den Jesuiten; er ist mit dem englischen Bildungssystem und der englischen Kultur bestens vertraut – und wird dieser dauerhaft in einer Hassliebe verbunden bleiben.

Zugleich damit oder auch parallel dazu erzählt dieser Film die Geschichte des antikolonialen Befreiungskampfes in der Region. Er thematisiert die Besonderheit des von Weißen regierten und wirtschaftlich beherrschten Süd-Rhodesiens, das im Streit mit dem kolonialen Mutterland Großbritannien liegt und das die politische Konstellation des Kalten Kriegs zunächst für seinen Machterhalt zu nutzen weiss. Im Film kommen Freunde und politische Weggefährten Mugabes zu Wort – mit ihrer Bewunderung für den politischen Aktivisten, aber auch ihrem zunehmenden Unverständnis, das sich später in Distanz und dann teils offene Gegnerschaft verwandelt. Einschätzungen von Kritikern werden ergänzt durch Aussagen direkt betroffener Opfer. Enttäuschte Anhänger Mugabes fragen sich selbst, warum sie sich nicht früher und entschiedener gegen ihn gewandt haben.

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Credits

Originaltitel
Robert Mugabe - What happened?
Titel
Robert Mugabe - What happened?
Regie
Simon Bright
Land
Simbabwe
Jahr
2011
Drehbuch
Llewellyn the Last, Ingrid Sinclair
Montage
Jenny Hicks, Joël Jacovella, Ronelle Loots, Jacques Marais
Kamera
Nicolaas Hofmeyr, Esko Metsola
Ton
Barry Donnelly
Produktion
Michael Auret
Formate
Blu-ray
Länge
84 Min.
Sprache
Englisch/d
Schauspieler:innen
Dokumentarfilm, Guy de Lancey (Stimme - voix)

Pro Material

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