TRAILER

Rike ist eine erfolgreiche Ärztin. In ihrem dringend benötigten Urlaub will sie allein auf einer Segelyacht von Gibraltar nach Ascension im Atlantik reisen. Ihr Wunsch nach unbeschwerten Ferien scheint sich zu erfüllen, doch nach einem Sturm schlägt das Abenteuer in eine nicht gekannte Herausforderung um: In der Nähe ihres Schiffes entdeckt sie ein beschädigtes, hoffnungslos überladenes Flüchtlingsboot. Mit Rike sind wir schlagartig mitten drin.

Unser Alltag birgt Gefahren. Die 40-jährige Notfallärztin Rike wird mitten in der Nacht zu einem Autounfall gerufen und gibt alles, um den verletzten Fahrer zu retten. Wenig später belädt sie unter dem Affenfelsen von Gibralter eine gemietete Yacht, mit der sie auf Darwins Spuren nach Ascension segeln will, mit sich allein sein, auf sich gestellt und gefordert, den Frieden und die Ruhe geniessend auch. Sie sind eindrücklich, die Passagen mit dem Boot, die Kommunikation mit anderen Schiffen und dem Festland, das Meistern eines nächtlichen Sturms. Packend inszeniert von Wolfgang Fischer und glaubwürdig verkörpert von Suzanne Wolff, atemberaubend fotografiert von Benedict Neuenfels.

«Styx» ist zunächst ganz einfach ein toller Segelfilm über eine Frau, die weiss, was sie will und zupackt. Rike geniesst die Bewunderung des Personals auf einem Frachtschiff, das sich auf derselben Route bewegt, von den Funkpunkten am Festland wird sie begrüsst und begleitet. Bis zu dem Moment, in dem schlagartig eine ganz andere Realität in die des auf der Yacht eindrücklich präsenten nordwestlichen Wohlstands hereinbricht und die Idylle stört. In Rikes Sichtweite steht eine Schiff voller Flüchtlinge still. Hilfe ist angesagt, doch was kann die einzelne Frau auf der viel zu kleinen Yacht allein auf hoher See anstellen? Wir erleben die innere Zerrissenheit einer Ärztin, die helfen will, aber nichts tun kann, wir erfahren die Distanzierung der Anderen, die auf ihre Notrufe abweisend reagieren. Und wir haben schlagartig die schöne heile Welt mit dem Drama der Migration auf engem Raum zusammengebracht. Selten hat man dies im Kino fast wortlos und so verdichtet gesehen.
Walter Ruggle

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Originaltitel Styx
Deutscher Titel Styx - Die Frau und das Meer
Französischer Titel Styx - La femme et l'océan
Andere Titel Styx
RegisseurIn Wolfgang Fischer
Land Mauretanien
Kinoformate Blu-ray, DCP
Drehbuch Wolfgang Fischer, Ika Künzel
Montage Monika Willi
Musik Dirk von Lowtzow
Kamera Benedict Neuenfels
Ton Uwe Dresch, Andre Zimmermann
Kostüme Nicole Fischnaller
Produktion Schiwago Film GmbH
Länge 94 Min.
Sprache Englisch, Deutsch/d/f + d/i
SchauspielerInnen
Alexander Beyer Paul
Gedion Oduor Wekesa Kingsley
Susanne Wolff Rike
Inga Birkenfeld Marie
Auszeichnungen

Berlinale 2018
Panorama Publikums-Preis, Silber
Preis der Oekumenischen Jury
Label Europa Cinema
Heiner-Carow-Preis

Filmkunstfest Schwerin (DE)

Grand Price of the Festival
Audience Award
Best Sounddesign

Batumi International Art-House Film Festival Georgien

Spezialpreis der Jury

Lux-Filmpreis, Europäisches Parlament
2. Platz

«Eine eindringliche Studie über Souveränität und Hilflosigkeit, Schuld und Unvermögen. Die erste Hälfte des Films ist das Porträt einer starken Frau, allein im Atlantik, mit schöner Sicherheit und Souveränität gespielt von Susanne Wolff.» Christina Tilmann, NZZ


Gespräch mit Wolfgang Fischer

«Styx ist unbedingt sehenswert!» FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung, Verena Lueken


«Ein Weltdrama in der Nussschale. Der Film erzählt sehr glaubwürdig und sehr eindringlich, wie jemand, der sonst seine Handgriffe und Notfalltechniken beherrscht, plötzlich in die elendeste Hilflosigkeit abstürtzt.» Christoph Schneider, Züritipp


«Die aufreibende Chronik eines moralischen Dilemmas.» Michael Ranze, Filmbulletin


«Hauptdarstellerin Susanne Wolff schafft es allein durch ihre Mimik, die inneren Konflikte ihrer Figur sichtbar zu machen.» Aargauer Zeitung

Gespräch mit Wolfgang Fischer und Susanne Wolff

«Styx ist der richtige Film zur rechten Zeit. Das Flüchtlingsdrama auf hoher See könnte nicht besser in die Zeit passen. Das Dilemma des Westens, gebündelt in einer gnadenlosen Überlebensgeschichte. Seine Kraft zieht der Film aus dem Spiel seiner Hauptdarstellerin Susanne Wolff, die als Solo-Seglerin Rike gewissermassen den Westen verkörpert, souverän und sexy.» Süddeutsche Zeitung, Martina Knoben


«Die hervorragende Darstellerin Susanne Wolff bricht die Geschichte runter auf ein spannendes Drama ohne falsche Gutmenschen-Töne.» Matthias Lerf, Sonntagszeitung


«Starkes Drama um eine Seglerin, die auf ein manövrierunfähiges Boot voller Flüchtlinge trifft, das zu sinken droht.» Mathias Heybrock, Annabelle


«Styx ist ein Actionfilm im elementarsten Sinn des Wortes: ungemein physisch und handlungsorientiert in seinem Fokus auf diese alleinige Hauptfigur.» Florian Keller, WoZ


«Mit überzeugendem Plot und eindrücklichen Naturaufnahmen thematisiert Regisseur Wolfgang Fischer das Grauen, das sich auf dem Meer vor der Festung Europa abspielt. Das Kammerspiel auf See ist packend, aufwühlend und keine Minute zu lang. Und einer der wichtigsten Filme des Jahres.» Medientipp, Laura Lots


«Der Segeltörn ist so packend gefilmt, dass wir uns mit Rike auf dem Boot wähnen. Das ist Kino am Puls der Zeit.» Aaku



«Regisseur Wolfgang Fischer nutzt seine Geschichte, um sich dem Flüchtlingsthema auf eine sehr direkte Art zu nähern, indem er das Abstrakte abstreift und den Zuschauer in Form der Hauptfigur direkt mit dem Problem konfrontiert.» Peter Osteried, cineman.ch



«Styx ist mit seiner packenden Inszenierung, der Mischung aus quasidokumentarischer Nüchternheit und aufwühlendem Psychodrama, mit spektakulären Bildern, gedreht auf offener See, und mit seiner äusserst sparsamen Orchestrierung ein rundum grossartiger Film. Wolfgang Fischer zeigt in seinem vielfach preisgekrönten Spielfilm das Drama "solcher Fälle" von Flüchtlingssterben und unterlassener Hilfeleistung auf inhaltlich wie formal bestechende Weise.» Badische Zeitung, Gabriele Schoder


«In seinem Film Styx schickt der österreichische Regisseur Wolfgang Fischer eine Einhandseglerin auf eine Atlantik-Reise. Sie träumt vom Paradies. Und landet in der Hölle.» Die Zeit, Thomas Assheuer

«Der hochaktuelle Kinofilm Styx wirft Fragen auf, denen auch der Zuschauer nicht entkommen kann.» MDR Kultur


«Styx ist ein grossartiger Film. Keine kunstvolle Parabel, die in ihrem eigenen Nabel bohrt, sondern ein grosses Stück Filmliteratur, das einem das Thema unsere Zeit so hautnah heranbringt, dass es fast schon schmerzt.» Uncut Movies


«Packend und puristisch: Wolfgang Fischers Drama Styx erzählt vom moralischen Dilemma einer Seglerin, die einem Flüchtlingsboot begegnet.» Tagesspiegel


«Eine präzise inszenierte Allegorie.» Filmdienst 


«Styx ist zunächst vor allem ein Abenteuerfilm. Gefilmt mit äusserster Präzision und mit höchster Kunst.« Kinozeit


«Styx ist ein künstlerisch herausragender und spannungsvoller Film. Er überzeugt die Ökumenische Jury mit der Geschichte einer guten Samariterin, die in sich ihrem Einsatz für Flüchtlinge als kompromisslos und zugleich klug erweist, und darin eine überzeugende Antwort gibt auf eine der grössten ethischen Herausforderungen unserer Zeit.» Jurybegründung Berlinale


«Styx is a simple but highly dramatic story that has a very clear and powerful message – we in Europe cannot ignore the refugee situation. We must face it and find solutions. Susanne Wolff is remarkably strong as a lone woman sailor in mid Atlantic who comes across a boatload of people in dire need of help. Great cinematography and sharp editing drive the drama, and the imaginative and skillful sound design use the ocean and wind to heighten the tension. We feel that audiences across Europe will be gripped by this emotional film.» Europacinema


«Engrossing. As in Dunkirk, elemental depictions of sea, sky and survival take precedence over character beats.» Screen International

«A spinning moral compass and a topical dimension that proves even more gripping than its brilliantly achieved visceral action.» Variety


«Avec sobriété, Styx dépeint l’enfer du dilemme, l’aisance et l’insouciance rattrapées par le sentiment d’impuissance. Et renvoie la question en pleine figure du spectateur.» 20minutes

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