Film

Tel Aviv On Fire

Sameh ZoabiPalästina – 2018
TRAILER

Salam hat ein Praktikum bei der erfolgreichen TV-Soap «Tel Aviv on Fire» angetreten. Um das Studio zu erreichen, muss er täglich den Check-Point zwischen seinem Wohnort Jerusalem und Ramallah passieren. Dort trifft er auf Assi, den israelischen Chef des Grenzübergangs, der nicht schlecht staunt, einem Macher der Lieblingsserie seiner Frau gegenüberzustehen. Sameh Zoabi entwickelt aus dieser Anlage eine herrliche Komödie, die genussvoll zwischen dem Schein der Serie und der Wirklichkeit pendelt.

Fein wie guter Hummus
Hummus, der orientalische Leckerbissen aus pürierten Kichererbsen, Sesammus, Olivenöl, Zitronensaft, Salz und Gewürzen, spielt in der Komödie Tel Aviv on Fire eine Nebenrolle, aber eine bezeichnende. Die Speise ist in Palästina so beliebt wie in Israel, das sich politisch vom ersteren abgrenzt und ihm menschlich doch so verwandt ist. Genau darum geht es im Film von Sameh Zoabi. Der israelische Grenzer Assi liebt Hummus und meint, dass niemand ihn so gut zubereiten kann, wie die Paläsinenser. Die müssen bei ihm durch die Schleuse, und Salem ist einer von ihnen, ein eher unbeholfen wirkender Mann, der in Jerusalem lebt und für die hüben wie drüben äusserst populäre arabische Serie «Tel Aviv on Fire» als Autor arbeitet. Es ist eine explosive Lappalie, die Salem mit Assi ins Gespräch bringt, aber weil dessen Frau die Serie, an der Salem arbeitet, so heiss liebt, beginnt ihm Assi Ideen für die Handlung zu stecken, damit er zuhause bluffen kann. Dem uninspirierten Salem kommen die Tipps gerade mal recht. Die grosse Kunst von Tel Aviv on Fire besteht darin, dass Sameh Zoabi einen Konflikt, von dem eigentlich alle seit Jahren genug haben, aufs Menschelnde runterbricht und über den Abgründen der Situation mit federfüssiger Leichtigkeit tänzelt. Weil er den Schein einer TV-Serie geschickt mit dem Sein der Wirklichkeit verwebt, ist seine Geschichte im Kern eine globale. Wir schauen dem Treiben jedenfalls mit Genuss und Vergnügen zu und staunen am Ende, dass man über die Situation im Nahen Osten allen Ernstes kichern und schmunzeln kann. Aber die Liebesfäden, die da über die Bildschirme gehen, sind ganz einfach intelligent und facettenreich gesponnen, geprägt von herrlichen Dialogen. «Nicht alles ist politisch», stichelt Assis Frau ihn zuhause an und fordert: «Sei romantisch!»
Walter Ruggle

Originaltitel Tel Aviv On Fire
Deutscher Titel Tel Aviv On Fire
Französischer Titel Tel Aviv On Fire
Andere Titel Tel Aviv On Fire
RegisseurIn Sameh Zoabi
Land Palästina
Kinoformate Blu-ray, DCP
Drehbuch Dan Kleinman, Sameh Zoabi
Montage Catherine Schwartz
Musik André Dziezuk
Kamera Laurent Brunet
Ton Alain Sironval, Pia Dumont
Ausstattung Christina Schaffer
Kostüme Magdalena Labuz
Produktion TS Productions, Samsa Film, Lama Films, Artémis Productions
Länge 97 Min.
Sprache Arabisch, Hebräisch/d/f
SchauspielerInnen
Yaniv Biton Assi
Lubna Azabal Tala
Kais Nashif Salam
Nadim Sawalha Bassam
Maisa Abd Elhadi Mariam
Salim Dau Atef
Yousef Sweid Yehuda
Amer Hlehel Nabil
Ashraf Farah Marwan
Laëtitia Eïdo Maisa
Auszeichnungen

Venice Film Festival 2018, Orizzonti, Best Actor (Kais Nashif), Interfilm Award: Best film

Zurich Film Festival 2018

Asia Pacific Screen Award: Meilleur scénario

Haifa International Film Festival: Meilleur film israélien

«Eine geniale Komödie!» Variety

«Eine hintersinnige Parabel.» NZZ


«Faussement léger mais extrêmement drôle.» EcranLarge

Dossier_Medien (2470 kB)

Flyer (1407 kB)

© COPYRIGHT

Texte sowie sämtliches Bild- und Tonmaterial auf der Homepage der Stiftung trigon-film sind für die Berichterstattung über den jeweiligen Film bzw. zur Bewerbung des entsprechenden Kinostarts bestimmt. Die Materialien stehen unentgeltlich nur für die Berichterstattung über den jeweiligen Film bzw. für dessen Bewerbung zur Verfügung. Jede davon getrennte Nutzung ist im Sinne des Urheberrechts untersagt bezw. muss rechtlich mit trigon-film geklärt werden. Die entgeltliche sowie unentgeltliche Weitergabe an Dritte ist untersagt. Der Copyright Hinweis © trigon-film.org ist obligatorisch. Durch die Nutzung unseres Materials erkennen Sie die Copyright-Bestimmungen an!

Im Kino

  • Aarau: ab 7. März
  • Baden: ab 1. März
  • Basel: ab 28. Februar
  • Bern: ab 7. März
  • Bern, Rex: 2. März mit Regisseur
  • Biel: ab 7. März
  • Frauenfeld: ab 21. März
  • Heerbrugg: 8. April
  • Luzern: ab 6. März
  • Solothurn: ab 18. März
  • St. Gallen: ab 7. März
  • Uster: 18. und 19. März
  • Winterthur: ab 8. März
  • Zuoz: 1. und 23. März
  • Zürich: ab 28. Februar
  • Zürich, Arthouse Le Paris: 1. März mit Regisseur