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Theeb heisst deutsch Wolf. Es ist der Name eines aufgeweckten und neugierigen Beduinenjungen, der seinem älteren Bruder folgt, als dieser im Jahr 1916 mit einem britischen Offizier auf eine heikle Begleiter-Mission in die Wüste geht und durch die verschlungenen Täler des Wadi Rum. Der eindrücklich fotografierte Spielfilm feierte in Venedig seine Weltpremiere und überraschte in seiner Erzählung aus der Zeit des osmanischen Reichs.

Der Beduinenjunge

Eine allein schon in ihrer Machart erstaunliche Geschichte aus dem immensen Wadi Rum in der jordanischen Wüste erzählt uns Naji Abu Nowar in seinem ersten Spielfilm. 2014 erinnerte man überall an den Ausbruch des Ersten Weltkriegs 100 Jahren zuvor. In unseren Breitengraden lag der Fokus im Erinnern in der Regel auf Europa, aber Afrika, Ostasien und der Nahe Osten waren genauso betroffen, und wenn man die Gegenwart heute betrachtet, erkennt man, dass viel von dem, was die Welt beschäftigt, damals angelegt worden war.

Theeb ist im Jahr 1916 im Nahen Osten angesiedelt, das heisst: mitten in der Zeit des Krieges und doch irgendwie weit weg vom Geschehen, das in die Geschichtsbücher einging. Theeb ist aber kein Historienfilm, es ist eine kleine Geschichte mitten der grossen Historie. Der Junge mit dem Namen Theeb (thiib ausgesprochen, bedeutet Wolf) ist aufgeweckt und bewundert seinen Bruder Hussein, der einiges älter ist und schiessen kann. Abends, wenn die Beduinen sich unter dem Zeltdach zusammenfinden, plaudern und spielen, schaut Theeb zu, beobachtet, nimmt wahr. Als etwa ein Fremder zu Gast ist und verköstigt wird, ist Theeb es, der ihn in Verlegenheit bringt, weil er ihn dabei ertappt, wie er eine Speise hinter dem Rücken wegwerfen will. Der Fremde ist ein Engländer, das ist für Theeb ohne Bedeutung, für die Region aber schon. - Naji Abu Nowar lädt uns ein, einzutauchen in die ferne Zeit, sie aus einer anderen Perspektive heraus zu betrachten und einen jungen Beduinen auf einer Reise zum Erwachsenwerden zu begleiten. Das ist eine Art Western, der im Osten entstanden ist, in der gleichen Gegend übrigens wie der legendäre Lawrence Of Arabia von David Lean. Man könnte Theeb als den kleinen Bruder des grandiosen Epos bezeichnen. Eine echte Entdeckung.
Walter Ruggle

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Zwei trigon-film-Titel sind für die Oscars nominiert, die am 28. Februar 2016 vergeben werden.

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THEEB - Beste Regie in Venedig

Der Jordanier Naji Abu Nowar erhält den Regie-Preis für den Spielfilm THEEB.

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Originaltitel Theeb - Wolf
Deutscher Titel Theeb - Wolf
Französischer Titel Theeb
Andere Titel Theeb
RegisseurIn Naji Abu Nowar
Land Jordanien
Kinoformate Blu-ray, DCP
Drehbuch Bassel Ghandour, Naji Abu Nowar
Montage Rupert Lloyd
Musik Jerry Lane
Kamera Wolfgang Thaler
Ton Dario Swade
Ausstattung Anna Lavelle
Produktion Bassel Ghandour, Rupert Lloyd
Länge 100 Min.
Sprache Arabisch/d/f oder i
SchauspielerInnen
Jacir Eid Theeb
Hassan Mutlag Stranger
Hussein Salameh Hussein
Jack Fox Edward
Marji Audeh Marji
Auszeichnungen

OSCAR-Nomination 2015

Bester fremdsprachiger Film

Festival del cinema Venezia

Orizzonti Award for Best Director


Asia Pacific Screen Awards
Nomination Best Youth Feature Film


Cairo International Film Festival
Jury Prize for Best Cinematography and Artistic Direction

Camerimage
Best Directorial Debut

Palm Springs International Film Festival

Tokyo FILMeX

«Ein sagenhaftes Abenteuer.» Tages-Anzeiger


«Wir tauchen ein in die monochrome Schönheit der jordanischen Wüste mit ihren pittoresk zerklüfteten Felsen.» Programmzeitung


«La beauté des images, combinée à l’âpreté du récit, suggère une émotion d’autant plus vive qu’elle est concentrée sur un jeune enfant particulièrement attachant. Il y a ici un mélange heureux entre intimisme et grand spectacle qui fait beaucoup de bien.» Tribune de Genève, Pascal Gavillet


«Theeb: coups de feu dans le désert.» Le temps


«Theeb, c’est d’abord un palpitant récit d’aventure à l’ancienne, alliant la violence des hommes et celle de la nature.» Le temps


«Das Leben der Beduinen, die noch vor wenigen Jahrzehnten als nomadisierende Jäger und Viehzüchter die Wüste durchzogen: Davon geht die Faszination eines Films aus, in dem die alte Geschichte von zwei Feinden, die in der Wildnis aufeinander angewiesen sind, auf originelle Weise neu erzählt wird.» Neue Zürcher Zeitung


«Die kleine Geschichte des Jungen auf seiner Reise zum Erwachsenwerden ist eingebettet in die grosse Historie des Ersten Weltkriegs.» Nordwestschweiz


«Ein klassischer Abenteuerfilm der allerbesten Art, der die erstaunlichsten Schauplätze bieten kann in einer gut erzählten Geschichte über einen
Beduinenbuben.» Variety


«Die beinahe archaisch anmutende Erzählung vom Kampf ums nackte Überleben, vom Guten gegen das Böse, erfährt in diesem abgelegenen Winkel eines zerfallenden Imperiums angesichts einer neuen Weltordnung eine ebenso neue Dimension.» Filmbulletin



«Das Beste aus Venedig: Theeb erobert die Welt in einem (Sand)Sturm, ein Juwel, das den Orizzonti Award für die beste Regie verdient hat. Für eine Nacht gehörte Venedig den Beduinen. Es lebe ihre filmesche Power!» Huffington Post


«In grandiosen Bildern erzählt Theeb die parabelhafte Geschichte eines schmerzhaft verfrühten Erwachsenwerdens.» Programmzeitung


«Das ist zum einen eine in wunderbaren Bildern gefilmte Abenteuergeschichte, zum andern eine Geschichte vom Erwachsenwerden, abseits der grossen (Welt-)Geschichte in einer historisch bewegten Zeit.» Kulturmagazin 041 Luzern


«Theeb deals with is nothing less grand than survival; survival on an individual level for the protagonist but also the survival of a culture and a way of life. Nowar impressively treats both themes at the same time without overtly drawing parallels and further amplifies what are small-scale relationships and actions by letting the story play out against one of the world’s most majestic backdrops.» The Hollywood Reporter

«Shot entirely on location against the ravishing landscape of Wadi Rum and Wadi Araba, and cast with non-professional actors from one of the last of Jordan's nomadic Bedouin tribes to settle down, Naji Abu Nowar's understated gem is a remarkable accomplishment for a small crew working on a shoestring budget. Radiating passion from every frame, Theeb is a skilful, genre-crossing blend of a coming-of-age drama and a western.»  Rasga Salti, TiFF



«Naji Abu Nowar’s impressive debut feature riffs on oater themes, and the stunning location work in southern Jordan has the grandeur of Monument Valley, yet this is no Western knockoff but a well-told WWI-era story grounded in Bedouin-specific customs.» Jay Weissberg, Variety



«Best of Venice: Theeb Takes the World by (Sand) Storm.» Nina Rothe, Huffpost
 
«Theeb deals with is nothing less grand than survival; survival on an individual level for the protagonist but also the survival of a culture and a way of life. Nowar impressively treats both themes at the same time without overtly drawing parallels and further amplifies what are small-scale relationships and actions by letting the story play out against one of the world’s most majestic backdrops.» Boyd Van Hoeij, The Hollywood Reporter
 
»An amazing debut feature from Naji Abu Nowar that shouldn’t be missed. It’s rare that a film manages to surprise viewers at every turn, especially for cinephiles who are so well versed in film, but this movie does just that and it’s a very rewarding experience.» William Brownridge, Toronto Film Scene

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