TRAILER

Ein nackter Frauenkörper mitten im Nirgendwo in einer mongolischen Steppe. Die Polizei lässt den Jüngsten zurück, um aufzupassen. Und auf ihn soll eine coole Hirtin aus der Gegend ein Auge haben. Was als kriminalistische Untersuchung beginnt, erweist sich bald als überraschende, vergnügliche und genüsslich in die Landschaft hineingezauberte Annäherung zweier schüchterner Figuren. Hektik ist das Letzte, was hier angesagt ist.

In der immensen Weite der mongolischen Steppe wird der nackte Körper einer Frau tot aufgefunden. Über Nacht soll ein junger und unerfahrener Polizist den Tatort sichern. Da er mit den Gefahren vor Ort nicht vertraut ist, wird eine lokale Hirtin gebeten, ihn und die Leiche im Auge zu behalten, auf dass keiner der beiden abhanden kommt. Die resolut auftretende Mittdreissigerin weiss mit dem Gewehr umzugehen und Wölfe zu verscheuchen. Gegen die Kälte zündet sie ein Feuer an. Auch der Alkohol wärmt, und auf ihre Initiative hin kommen die beiden einander nicht minder wärmend näher.

Im Zentrum des Films von Quan`an Wang, der 2007 mit Tuyas Hochzeit in Berlin den Goldenen Bären abholte, stehen eine eigensinnige Frau und die menschenleere Weite. Die autark lebende Hirtin, die von allen Dinosaurier genannt wird, duldet den ihr zugeneigten Nachbarn nur, wenn es Probleme mit ihrer Herde gibt oder eine Geburt ansteht. Für sich und ihre Zukunft hat sie einen eigenen Plan, der mit der einsamen Landschaft und deren Mythen in Beziehung steht. Der Schauplatz ist mehr als nur Kulisse, er lässt seine eigene Wirklichkeit in die Fiktion einfliessen. Die Geschichte voller komischer Momente und überraschender Wendungen greift in schöner Beiläufigkeit auch existenzielle Themen auf. Ein in sich ruhender Schaugenuss.

Bonus

Pressekonferenz Berlinale 2019

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Originaltitel Öndög
Deutscher Titel Öndög
Französischer Titel La femme des steppes, le flic et l'oeuf
Andere Titel Öndög
RegisseurIn Quan'an Wang
Land Mongolei
Kinoformate Blu-ray, DCP
Drehbuch Wang Quan'an
Montage Yang Wenjian
Kamera Aymerick Pilarski
Ton Wang Xuliang
Ausstattung Bater
Kostüme Wurichaihu
Produktion Wang Quan'an
Länge 100 Min.
Sprache Mongolisch/d/f
SchauspielerInnen
Dulamjav Enkhtaivan Hirtin
Norovsambuu Batmunkh Junger Polizist
Gangtemuer Arild Polizeichef
Aorigeletu Hirte
Auszeichnungen

Berlinale 2019

Ghent Film Festival: Grand Prix

Nantes Festival des trois continents: Golden Montgolfière, Bester Film

Valladolid Film Festival: Bester Film, beste Kamera

«Wang Quan’an erzählt seine Geschichte in wunderbaren Bildern, an deren Licht man sich nicht sattsehen kann. Er präsentiert dazu kuriose Menschen, die man gleich zu verstehen scheint.» SonntagsZeitung


«Die überraschendste Polizei- und Liebesgeschichte der Saison.» Matthias Lerf, Züritipp


«Ein aussergewöhnlicher Film, der sich positiv vom cineastischen Mainstream abhebt.» Oliver Loga, Tierwelt


«Der lakonische Erzählstil und die unerwarteten Wendungen geben den schwerwiegenden Themen eine vergnügliche Selbstverständlichkeit. Ohne einseitig zu verklären oder zu verteufeln, zelebriert der Film den unumgänglichen natürlichen Zyklus von Leben und Tod.» Clea Wanner, Programmzeitung


«Beeindruckende Bilder lassen das Publikum die Weite der Steppe spüren. Manche skurrile Szene bleibt im Kopf.» nau


«An dieser Weite prallt jede dramatische Regung ab: Wang Quan’ans Komödie 'Öndög' spielt in der leuchtenden Landschaft der Mongolei.» Tagesspiegel


«Prächtig fotografierter Film aus der mongolischen Steppe.» Radio RBB Berlin


«Während uns die Moderne schon wieder abhanden zu kommen scheint, kann man sie in der Mongolei noch in ihrer ganzen Pracht bewundern.» Perlentaucher


«Atemberaubende Kameraarbeit, ein Meer aus Farben und Stimmungen.» uncut


«Wit, tenderness and philosophical speculation come together in an easy manner.» Screen International


«Un film à la beauté formelle insensée qui nous fait voyager jusqu’à la steppe mongole.» Paris Match


«Dès que le film devient trop esthétisant ou systématique, le cinéaste a l’intelligence de changer de perspective, si bien qu’on est souvent surpris par son invention, non dénuée d’humour. Enfin, un peu d’inédit.» Libération

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